Es wird funktionieren!

Pont Julien, Via Domitia

Vermutlich fing es im Sand an. Als ich klein war, habe ich sehr gern im Sand gespielt. Nicht in einem für Kinder bestimmten Sandkasten, sondern am liebsten in Sandhaufen, die es damals oft in Neubaugebieten, auf Baustellen oder auf Firmengeländen gab.

Es war wichtig für mich, dass es ein Sandhaufen war, der, am besten noch auf der Erde lag. Dann konnte ich Tunnel und Brücken bauen und testen, wie gut sie halten. Wenn ich den Sand naß gemacht hatte, “backte” er besser und die Oberflächen von “Sandgebäuden” konnte ich mit feuchtem Sand gut “verputzen”. Richtig coole Strukturen waren auch mit Kleckersand, also mit mehr Wasser im Sand möglich. Im Sand waren auch oft Steine, die ich mit verbauen konnte. Ein Tunnel wurde stabiler, wenn Steine mit verbaut wurden. Auch kleine Äste und sogar Blätter machten Bauwerke stabil. Ich habe keine Bilder aus der Zeit, aber ich kann mich gut erinnern.
Ich sehe das heute oft am Strand: setz ein Kind an einen Sandstrand und es wird anfangen zu buddeln.
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Heute mal mit Musik

Heute mit Musik

Ich bin musiktechnisch recht schmerzfrei. Wenn ich Musik höre, die mir gefällt, geht es mir besser als vorher.
Momentan passiert es mir wieder öfter, das ich allein an “unüblichen” Orten arbeite, beispielsweise Anfang der Woche im Wartesaal des Leipziger Hauptbahnhofs, vorgestern im Auto, abends auf einem Parkplatz, ihr wisst schon ….   Continue reading “Heute mal mit Musik”

Du musst das machen weil es dein Verwandter ist!

Balance - Joerg Kantel https://www.flickr.com/photos/schockwellenreiter/4218104101 (CC BY-NC-ND 2.0)

Ich muss das mal aufschreiben, weil es mir in letzter Zeit so oft auffällt.

Der Anlass ist der plötzliche Tod meiner Schwiegermutter. Christine schrieb darüber (Meine Mutter). Ich kannte meine Schwiegermutter mehr als 20 Jahre und sie war mir wichtig. Jetzt bin ich an der Organisation der Beerdigung beteiligt und viele Dinge muessen entschieden werden. Das klappt auch alles gut und ich bin beeindruckt von diesem Teil der Familie.

Nun zum eigentlichen Thema. Jede Familie hat so Ihre eigene Struktur und ihren Weg miteinander umzugehen. In jeder Familie gibt es auch “schwarze” und “weisse” Schafe. Die schwarzen Schafe haben oft einen interessanten Lebensweg zurückgelegt und sind selten ein echtes Problem. Auch gibt es ungeschriebene Familienregeln.

Wenn nun in dem Land in dem die Familie lebt ein Krieg herrschte, eine Mauer gebaut und das Land geteilt wurde, Familienmitglieder aus politischen Gründen überwacht oder verfolgt wurden oder andere überwacht und verfolgt haben, dann werden Familienbeziehungen manchmal echt kompliziert. Manche Verwandten entpuppen sich in solchen Zeiten als, ich will es mal so formulieren, schlechte Menschen.

Wie geht man nun damit um?

  • Bricht man die Beziehung zu den “schlechten Menschen” ab?
  • Lädt man sie zu einer Beerdigung ein? Vielleicht nur zur Beerdigung, nicht aber zum Treffen danach?
  • Versucht man einen Dialog, der in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit vermutlich nicht zu einer Verhaltensänderung führt?

Im konkreten Fall haben wir das lösen können, aber wie gesagt. Ich bemerke immer öfter solche Probleme.

  • Hattet ihr das auch mal?
  • Wie war das bei euch?

Mauern, Pflanzen, Katzenscheisse, Frühling und Wochenende

So romantisch ...

Die ganze Woche, einschliesslich Samstag, habe ich vor dem Bildschirm gesessen und gearbeitet. Das ist nicht gut für meine Gesundheit (sagt meine Frau).
In Fitou scheint die Sonne aus allen Knopflöchern und so schickte mich die Liebste zur Mauer um Efeu/Hecke/Baum/Grünzeug zu schneiden. Es geht um eine vier Meter hohe und 5 6 m lange Mauer, die von beiden Seiten völlig zugewachsen ist.
Hach wie romantisch.
Diese Mauer ist ein Teil der noch zu bauenden “Garage” (wäre übrigens ein toller Platz für den Morgan 😉 ) und wenn wir die Pflanzen nicht entfernen, stürzt die Mauer vermutlich ein. In den letzten Wochen hatte Tine schon drei Hänger voll Äste geschnitten – jetzt war ich dran … Continue reading “Mauern, Pflanzen, Katzenscheisse, Frühling und Wochenende”

Neues aus Fitou!

Illumination

Seite einer Woche bin ich wieder in Fitou.

Die News aus der grossen, weiten Welt erscheinen noch immer im Minutentakt als Push Nachrichten auf meinem Telefon. Hier im Dorf ist es eher ruhig. In der letzten Woche war es sehr windig (Tramontana). Wenn der Wind weht, sind die Dorfstrassen leer.  Es ist nicht kalt, die Temperaturen liegen mittags so zwischen 10 und 15 Grad, und wenn die Sonne scheint, dann prickelt es schon wieder schön auf der Haut. Die ersten Mandelbäume blühen und das Unkraut wächst leider auch sehr gut.

Recyclinghof

Fitou wechselte vor ein paar Jahren von einer “Samtgemeinde” in eine andere. Das Interessante an diesem Schritt ist die Tatsache, dass die neue “Samtgemeinde” in einem anderen Department liegt (Pyrénées- Orientales), Fitou aber weiterhin zum Department Aude gehört. Bisher änderte sich nichts Wesentliches für uns. Letzte Woche zeigte uns der Diensthabende auf der Déchèterie (Recyclinghof) allerdings ein offizielles Schreiben. Continue reading “Neues aus Fitou!”

Punk

Turbostaat in Köln

Ich war gestern in einem Punk Konzert.

1976 (also vor 40 Jahren) kam ich in der Schule das erste mal mit Punks in Berührung. Sie hatten vom System die Nase voll und machten ihr eigenes Ding. Das konnte “Bier trinken” und “schräge Klamotten tragen” sein, aber auch Gedichte schreiben, Ratten dressieren, ausgefallene (mit Bier) gestylte Frisuren und ähnliches. Mehrere Punker waren damals in meiner Klasse und ich fand das gut. Das was mir gefiel war die Auflehnung gegen Leute, die dir sagen wollen wie du zu leben hast. Also so ziemlich jeder in der Schule …

Bands wie die Sex Pistols waren “in” aber doch sehr weit entfernt von der norddeutschen Tiefebene. Trotzdem, weil es so schön ist – Anarchy in the UK mit explodierenden Flugzeugen und durchaus kommerzieller Cleverness.

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Bahn, Blitze und Staatsgeheimnisse

Bahnhof in Narbonne

Letzte Woche stand ich vor der Entscheidung, wie ich denn nun diese kalte Welt im Norden bereise. Ich entschied mich gegen das Auto und für den Zug. Am Mittwoch morgen um 6 Uhr brachte mich Tine mit dem Auto nach Narbonne. Der Plan war, mit dem TGV nach Dijon zu fahren, dort in einen anderen TGV umzusteigen und in Richtung Zürich weiterzufahren. Als Bahnhofsfoto Projekt Fan, fotografierte ich das zunächst mal das Bahnhofsgebaeude. Continue reading “Bahn, Blitze und Staatsgeheimnisse”

Ich fahre vom Grünen ins Blaue – aber wie?

Wetter im Januar

Ich fahre gern Auto, Motorrad oder Fahrrad. Vermutlich kommt das daher, weil ich auf einem Dorf aufgewachsen bin. Öffentlicher Nahverkehr existierte in meinem Dorf damals passend zu den Arbeitszeiten. Morgens fuhren drei Busse (6, 7, 8 Uhr) in die Stadt und am Nachmittag/Abend wieder zurück (16, 17, 18 Uhr). Dazwischen gab es noch einen um 10 für die, die verschlafen hatten und einen Bus für Schulkinder wie mich, der um 14 Uhr aus der Stadt kam. Nach 18 Uhr fuhr nichts. Wer dagegen einen fahrbaren Untersatz hatte, war “frei”. Bei mir begann diese “Freiheit” mit einem Fahrrad, das es mir erlaubte, schnell an die angesagten Stellen in der Nähe des Dorfes zu kommen. Continue reading “Ich fahre vom Grünen ins Blaue – aber wie?”