Jedermann – Philip Roth

Jedermann – von Philip Roth

Worum geht es?

Die Beschreibung eines Menschenlebens.

Warum habe ich es gelesen?

Tine gab es mir und sagte, das könnte jetzt passen.

Was hat’s gebracht?

Viel! Beim Lesen bin ich immer wütender geworden über diesen Menschen, der da beschrieben wird. Ich habe es aber ganz tapfer zuende gelesen und dann ziemlich lange mit Tine diskutiert.

Was hat’s gebracht?

Eine ganze Menge. Anfangs dachte ich: “Das ist doch nicht jedermann, der da beschrieben wird. Er hat Geld, einen guten Job und so ist doch nicht die Masse!”. Nach viel Diskutierens ist bei mir aber so langsam der Groschen gefallen, dass das, was da beschrieben wird (Kindheit, Ehen, Scheidungen, Kinder, Job, Krankheit, Tod) tatsächlich von jedermann erlebt wird. Der eine von diesem ein bischen mehr, der andere von jenem.

Ein weiterer Punkt, der mir beim Lesen immer aufgefallen ist, war “Man, warum stellt der sich sich blöd an!”. Auch das ist etwas, was der Mensch lernen muß kann. Er muß es nicht. Die Mehrzahl der Menschen ignorieren diese Erfahrungen auch meist. 

Auf dem Cover steht übrigens die Beschreibung “Im Mittelpunkt steht der lebenslange Kampf eines einzelen Mannes gegen die Sterblichkeit“. Das sehe ich nicht so. Ich sehe keinen Kampf, sondern eher ein “Kind”, das mit dem Fuß aufstampft, weil die Dinge nicht so laufen, wie gewünscht.

Das Buch hat mich zum Nachdenken gebracht über die Karrieren der Menschen, die ich meinem Leben so kennengelernt habe und viele davon sind denen, im Buch beschriebenen, sehr ähnlich. Mich selbst habe ich nicht so gefunden (hin und wieder in Ansätzen).

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