Alfred Escher 1819-1882, Aufstieg, Macht, Tragik

Das Buch ist geschrieben worden von Joseph Jung. Jung ist Historiker bei der Credit Suisse. Hier ein Zitat von ihm über Escher:

Die Wertschätzung setzte erst nach seinem Tod ein, als er nicht mehr gefährlich war. Ohne ihn wäre die Schweiz ein Bauernstaat geblieben

Escher gilt als der “Architekt” oder “Begründer” der modernen Schweiz. Er startete den im Gegensatz zu anderen Ländern etwas verspäteten Eisenbahnbau in der Schweiz mit der Nordostbahn, zur Finanzierung der Unternehmung gründete er die Schweizer Kreditanstalt (heute Crédit Suisse), er gründete außerdem die Schweizerische Rentenanstalt (heutige Swiss Life) und das Polytechnikum (heutige ETH), um genügend Ingieneure zur Verfügung zu haben. Als letzte und eindrucksvollste Tat setzte er alles daran einen Tunnel durch die Alpen zu bauen. Die Gotthardbahn wurde von der Schweiz, Italien und Deutschland finanziert und führte durch einen 15 km langen Tunnel durch das Gotthard Massiv.

Escher machte durch seine Geschäfte Zürich zu einer internationalen Großstadt. Escher war Nationalrat, Bundesrat und hatte an Ämtern so ziemlich alles inne, was man damals in der Schweiz erreichen konnte. Durch seinen großen Erfolg, war er sehr umstritten. Er hatte ein Talent, die großen Zusammenhänge zu sehen und seine Ziele strategisch zu verfolgen und durchzusetzen. In seinen letzten Jahre litt er unter seiner schwachen Gesundheit und wurde von seinen “Feinden” (u.a. Bundesrat Emil Welti) dazu gedrängt, erst den Posten bei der Schweiter Kreditanstalt (nach 25 Jahren Vorsitz) und dann den Posten bei der Gotthardbahn zu Verfügung zu stellen. Zur Eröffnung der Gotthardbahn wurde er nicht eingeladen.

Auf dem Bahnhofsplatz in Zürich hat man ihm ein Denkmal gesetzt.

Das Buch ist sehr “schwurbelig” geschrieben und mühselig zu lesen. Der Autor hält sich oft an Kleinigkeiten auf. Die Story um Escher ist allerdings dermaßen interessant, das ich mich in sechs Wochen durch die 500 Seiten gekämpf habe. Hollywood würde vermutlich sofort einen Film aus diesem Stoff machen!

Sein Denkmal vor dem Züricher Hauptbahnhof (bei -10°Celsius)

Alfred Escher

Das Magazin

Das Magazin ist die wöchentliche Beilage des Tages-Anzeigers, der Basler Zeitung, der Berner Zeitung und des Solothurner Tagblatts. Wenn man diese Zeitungen nicht kennt und so wie ich per Google auf die Site kommt, ist es vermutlich auch nicht schlimm. Schließlich kann man es ja online lesen.

Ich bin darauf gestoßen, als ich nach Informationen über Christof Blocher gesucht habe und diesen Artikel gefunden habe -> Mensch Blocher, eine Art Homestory. Der Schreibstil hat mir so gut gefallen, das ich sehr lange gelesen habe. Ich betone das deswegen, weil es heute nicht einfach ist, lange auf einer Website zu lesen. Die Site des Magazins ist erfrischend einfach gestaltet und es ist möglich einen Artikel zu lesen ohne ständig abgelenkt zu werden. Realisiert worden ist das Ganze mit WordPress. Bin mal gespannt, wann sie zu Drupal wechseln. Mein Blogeintrag ist ganz kurz und deswegen gibt es  heute einfach mal diesen Weiterlesen Link 🙂

 

Wie baut man eigentlich “professionell” eine Drupal Website – drupal.org redesign

Mark Boulton wurde von der Drupal Association beauftragt einen Redesign von drupal.org vorzubereiten. Der Job ist vermutlich einer der härteren :-).

Auf der Drupal Konferenz in Szeged hat er seine Idee vorgestellt.

Nach 10 Iterationsschritten gibt es nun den 11. und letzten Schritt.

Ich habe die Diskussionen, soweit es meine Zeit zulies, interessiert beobachtet. Leider konnte ich nicht tiefer einsteigen. Das Redesign geht soweit, das wohl auch das Logo ausgetauscht wird. Ich bin tief beeindruckt von dem Prozess, der sich da vor meinen Augen abspielt. Ich kenne Drupal und Joomla! ein bischen “hinter den Kulissen” und weiß wie kompliziert Entscheidungsprozesse in Open Source Projekten ablaufen können. Ich sehe auch, wie Firmen “professionelle” Projekte abwickeln. Ich würde am liebsten ein Buch drüber schreiben 🙂 Continue reading “Wie baut man eigentlich “professionell” eine Drupal Website – drupal.org redesign”

Microsoft: Arbeiten wie im Bahnhofs-Café

Das diese Erkenntnis ausgerechnet von Microsoft aufgegriffen wird!

Microsoftprodukte erlebe ich täglich als Effektivitätsbremse und Sicherheitssimulation. Seit Jahren versucht die Firma aus der Office und Windows Abhängigkeit zu entkommen. Die Marketing Abteilung hat das schon lange verstanden, aber die Produkte unterstützen die von Microsoft plötzlich entdeckte Arbeitsweise (Arbeiten wie im Bahnhofs Café) nun wirklich nicht. Ich bin vielleicht etwas befangen, da ich gerade einen Tag damit verbracht habe, eine funktionierende Apache, PHP, MySQL Umgebung (mit mod_rewrite und sicher solls auch sein) auf einem Windows Server einzurichten.

Wichtig … bitte lesen und danach wiederkommen 🙂

http://www.heise.de/newsticker/Microsoft-Arbeiten-wie-im-Bahnhofs-Cafe–/meldung/120028

Die Kommentare auf diesen Artikel zeigen deutlich die Probleme bei solchen Umbrüchen. cocoate.com arbeitet seit Jahren “wie im Bahnhofs Cafe”. Mittlerweile haben wir auch ein “physisches” Büro, das wir hin und wieder mal sehen. Mein Mambobuch ist 2003 in Pariser Cafés entstanden und die anderen Bücher meist auch nicht in einem “Büro” und alle an unterschiedlichen Orten. Diese Art zu arbeiten ist nicht einfach und bedarf verdammt viel Verantwortung, Konzentration und Risiko – manchmal zuviel. Ich will es aber nicht wirklich anders haben. Ich wundere mich oft, warum die Menschen so gern mobile Produkte kaufen um sie dann mit Dockingstationen im Büro anzuschließen und anschließend zuhause zu syncen – zuhause 🙂 auch so ein Wort. Ich frage mich auch, warum nicht mehr Menschen “freier” arbeiten. Unterm Strich tut diese Arbeitesweise gut. Aber wenn Microsoft das jetzt thematisiert scheint sie ja langsam in der Realität anzukommen und wird mal wieder ernst mit einem Wandel.

Na toi, toi, toi, willkommen im Café und gleich nochmal das Buch hier lesen oder/und unsere Dienstleistungen in Anspruch nehmen, damit nix in die Hose geht 🙂 )