Was treibt Sammy an? – Budd Schulberg

Sammy ist der Prototyp des Emporkömmlings. Ohne die literarisches Talents bringt er es vom Laufburschen in einer Zeitungsredaktion zum erfolgreichen Filmproduzenten in Hollywood. Sammy Glick ist das exemplarische Schreckgespenst des amerikanischen Lebensstils. Budd Schulberg, der für das Filmdrehbuch “Die Faust im Nacken” den Oskar erhielt, dessen Vater Präsident einer großen Filmgesellschaft in Hollywood war, hat dieses Buch 1942 veröffentlicht. Damals sorgte es für sehr viel Aufsehen für einen weit um sich greifenden Skandal.

Übersetzt hat das Buch Harry Rowohlt (auch ein besonderer “Fall” 🙂 ).

Die Story ist klasse und leicht zu lesen.Der Autor sagt:

Ich musste Sammy Glick nicht erfinden, Menschen wie er liefen mir täglich über den Weg. Hollywood war die ideale Brutstätte für krankhaften Ehrgeiz.

Auch in meinem Leben (immerhin schon 45 Jahre) sind mir ebenfalls viele Sammy Glicks begegnet. Interessant finde ich auch diesen Satz im Nachwort des Autors:

“Vor einigen Jahren hielt ich einen Vortag in einer Universität, und danach kam dann ein junger Mann, ein Student zu mir und sagte, nach all diesen Zweifeln und Misserfolgen hätte Sammy, die Gestalt meines Buches, ihm endlich so etwas wie dieses Vertrauen, diesen Glauben an den Erfolg verliehen. Das war zum ersten Mal, dass ich bemerkte, dass jemand diese Negativgestalt, dieses antisoziale Verhalten plötzlich als Vorbild nahm. Damals war ich überrascht. Danach habe ich dann gemerkt, dass immer mehr Menschen das ähnlich sehen, und ich hab mich daran gewöhnt, und so scheint es eben heute zu sein.”

Charles Darwin – Die Fahrt der Beagle

Charles Darwin. Bei dem Namen fällt mir mein Biologieunterricht, die Kirche, Amerikanische Schulen,in denen ernsthaft die Evolutionstheorie nicht unterrichtet wird, Formen von Kreationismus, Darwin Finken auf Galapagos, etc. ein.

Um es kurz zu machen, der Mann muß etwas besonderes geleistet haben – hat er auch! Er hat die Sicht auf die “Welt” mit seiner Evolutionstheorie nachhaltig verändert. Als ich das Buch gekauft habe (im August 2008), wußte ich noch nicht, das 2009 das “Darwin Jahr” ist (schlaues Marketing -> Google Suche nach Darwin Jahr).

Wenn ich Bücher kaufe, schaue ich mittlerweile nach “Originaltexten”. Das Buch fiel mir auf, weil es in der Reiseabteilung stand und “original” war.

Es handelt sich um die Beschreibung einer fünfjährigen Weltreise von Charles Darwin. Er war als Naturforscher auf einem englischen Vermessungsschiff vom Kapitän FitzRoy eingeladen worden (um ihm die Langeweile zu vertreiben). Darwin hat ein Tagebuch geführt und dieses Buch aus seinen Notizen zusammengestellt. Danach hat er England nie wieder verlassen!

Vorweg: Der Text ist klasse! Es geht um die Welt in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts. Da gab es noch Sklaven, die Isle Bourbon, Wilde in Feuerland, verbannte Straftäter in Australien, Generäle in Patagonien und viele Dinge, die ich so auf Anhieb gar nicht mit Darwin in Verbindung gebracht habe. Es gibt natürlich auch all das, was ich oben erwähnt habe.

Das Buch hat mich zu Nachdenken gebracht. Ich habe die Wikipedia und Google Maps über Patagonien befragt, über Feuerland, die Falkland Inseln, Chile, Jemmy Button, die Magellanstrasse und vieles andere mehr. Ich habe mich viel mit Bekannten über das Thema unterhalten und tausend neue Ideen bekommen.

Die FAZ sagt: “das wichtigste Abenteuerbuch der Weltliteratur”

Mein Kumpel Kriegel würde sagen: “Ganz großes Tennis!”.