magecamp London Tag 1

magecamp

magecamp ist eine Veranstaltung, in der es um die eCommerce Plattform Magento geht. Es wurde organisiert von On Tap Creative, ist Teil der Internet World 2009 und das erste europÀische einglischsprachige Magento Camp!

Dummerweise ist die Internetworld ohne WLAN 🙂 Es ist immer das Gleiche. Warum ist es eigentlich nicht möglich diese Art von Veranstaltungen mit freiem oder auch kostenpflichtigem WLAN Zugang auszustatten.

Der Raum, in dem die Veranstaltung stattfindet, fasst so 60-80 Zuschauer und ist gut gefĂŒllt. Die HĂ€lfte der Zuhörer hier im Raum streicheln ihr iPhone. Sie kommen aus 16 verschiedenen LĂ€ndern. Die VortrĂ€ge werden live gestreamt und auch spĂ€ter auf der Website zur VerfĂŒgung gestellt. Dan Garner, der GrĂŒnder von ontap creative hĂ€lt die BegrĂŒĂŸungsrede. ontap hat das magecamp hier organisiert, nachdem sie die erfolgreichen camps in USA, Deutschland und Frankreich gesehen haben.

State of Magento – Roy Rubin

Roy ist der GrĂŒnder von Varien. FrĂŒher hat die Firma hat frĂŒher  “you name it, we do it”.

Als sie mit grĂ¶ĂŸeren Firmen zusammengearbeitet haben, sind sie schnell zu der Erkenntnis gekommen, das die existierenden eCommerce Open Source Lösungen schnell an ein Ende kommen. Also begannen sie im Jahr 2006 innerhalb der Firma Varien ĂŒber Magento zu reden. In 2007 begannen sie mit der Arbeit und stellten ein Team zusammen. Im August 2007 veröffentlichten sie die erste öffentliche Preview, Magento 0.6. Das Team wohnte teilweise im BĂŒro :-). Das Feedback war ĂŒberwĂ€ltigend. Im MĂ€rz 2008 wurde das Release 1.0 von Magento veröffentlicht. Heute ist Magento die am schnellsten wachsende eCommerce Plattform der Welt. Es kann mit unterschiedliche WĂ€hrungen und Sprachen umgehen. Ein HĂ€ndler hat die Möglichkeit eine Multistore Konzept umzusetzen. Man kann beispielsweise einen Premium und einen Outletstore auf einer Magento Code Basis aufsetzen. Schauen Sie einfach mal auf Google  Google Trend  and compare it with oscommerce.

magecamp

Ein paar Zahlen zu Magento

  • 750,000+ downloads von der eigenen Website magentoecommerce.com. Sie arbeiten auch zusammen mit Plesk, die eine “single click” Installation von Magento ermöglichen. Die Installationszahlen sind nicht bekannt
  • 90,000 Community Mitglieder.
  • 675+ Magento Connect Extensions. Darunter sind Open Source lizensierte und kommerzielle Erweiterungen. Beides ist möglich und erwĂŒnscht. Pro Tag kommen ungefĂ€hr 5-10 Erweiterungen hinzu. Magento Connect hat den meisten Website Traffic und bisher ĂŒber 800.000 Downloads.
  • 60+ Übersetzungen. Varien möchte die Plattform in möglichst viele Sprachen sehen und stellt ĂŒbersetzungstools zur VerfĂŒgung.
  • 125+ Zahlungsschnittstellen stehen zur VerfĂŒgung.
  • 135.000 ForumseintrĂ€ge
  • 210.313 Codezeilen (Magento 1.2). Das entspricht etwa 55 Mann/Fraujahren 🙂

Was ist Magento ĂŒberhaupt?

Varien versucht die beste eCommerce Plattform der Welt zu werden. Sie wollen kein CRM System und kein ERP System werden. Momentan sind sie sehr gut im KMU & Großkundenbereich (Enterprise).

Es gibt zwei Produkte:

  1. Magento Community Edition
  2. Magento Enterprise Edition (seit drei Wochen)

FĂŒr 2009 haben sie die folgenden Ziele:

  • Sie wollen einen SaaS Service aufsetzen.
  • Sie wollen versuchen die Community effektiver mit Tools zu versorgen, aus denen mehr Dokumentation, mehr Wiki Inhalte, mehr Video Totorials und mehr Community Support hervorgehen sollen
  • sie wollen die beste eCommerce API der Welt schreiben
  • Die Geschwindigkeit von Magento soll verbessert werden
  • Sie wollen Magento Connect 2.0 mit einem appstore herausbringen

Die grĂ¶ĂŸten Magento Websites haben momenten zwischen 300-400,000 SKUs (Artikelnummern)

Magento Site Administration – Dan Garner

Er zeigte einen Magento Store, der auf den mitgelieferten Beispieldaten und dem Zend Server basierte.

  1. Produkte (Artikel) anlegen

    – möglich sind einfache-, gruppierte-, konfigurierbare-, virtuelle-, “gebundlete”- und downloadbare Produkte.

    – Es gibt unterschiedliche Steuerberechnungen (regelbasiert beispielsweise ĂŒber Produkte oder ĂŒber den Wohnort des Kunden)

    – Die Produkte können so konfiguriert werden, dass sie in der Suche, dem Katalog, beidem oder nirgendwo angezeigt werden.

    – Man kann Geschenk-Nachrichten definieren und einen Hersteller zuordnen.

    – Die Preise sind hochkonfigurierbar (z.B. “tier prices” hĂ€ngen ab von der Menge (Mengenrabatt), der Kundengruppe und/oder der Website). Es gibt sehr viele und fein granulierte Preisregeln (besonders im Promotion Bereich)

    – Pro Produkt ist ein eigenes Layout möglich, das auch noch auf einen Zeitraum (von – bis) eingeschrĂ€nkt werden kann.

    – In einem Inventar kann man min-, max- Werte pro Einkaufskorb festlegen und seinen Bestand verwalten

    – Auf welcher Website soll das Produkt erscheinen ? English, Deutsch oder Französisch?

    – Es gibt einen Kategoriebaum View in dem man die Kategorien ankreuzen kann, zu denen das Produkt gehört.

    – Man kann “verbundene/Ă€hnliche” Produkte definieren (up-sells, cross-sells)

    – Man kann dem Kunden Fragen stellen und ĂŒber die Antworten das Produkt konfigurieren lassen (T-Shirt Beschriftung, PC Zusammenbau)

    1. Es gibt viele Import Möglichkeiten. FĂŒr Leute, die kein Web Interface benutzen wollen, kann man die Daten in einem Excel Sheet verhalten
    2. Attribute sind konfigurierbare Felder, beispielsweise fĂŒr eine Marke (Apple, Acer, Dell, …), eine GrĂ¶ĂŸe, eine Farbe auf mehrsprachigen Stores. Diese Attribute können zu Attributgruppen zugewiesen oder unterdrĂŒckt werden. Eine Kamera hat andere Attribute als ein Mobiltelefon.
  2. Kategorien anlegen:

    – Es ist gut Kategorien anzulegen, bevor man Produkte anlegt.

    – Es ist möglich, die Kategorien unterschiedlichen Stores zuzuweisen (Englisch, Französisch, etc)

    – Es ist möglich CMS Blöcke fĂŒr Kategorien zu definieren.

    – Die Inhalte der Kategorien werden summiert und in Klammern neben der Katogorie angezeigt

    – Jede Kategorie kann ein unterschiedliches Layout haben. Innerhalb des Kategorie-Tabs kann man Produkte definieren, die dann direkt dieser Kategorie zugeordnet werden.

  3. Kundenverwaltung

    Verkaufsstatistiken, letzte Bestellungen, Inhalt der Warenkörbe, Adressen.

    Es ist möglich AuftrĂ€ge aus dem Backend zu erzeugen. Das ist ein gutes Tool fĂŒr Telefonberatung.

    Es gibt auch Warenkorb Preisregeln (Bedingungen, Aktionen, Trigger), beispielsweise wenn die Summe > 250 € ist, bieten wir einen Rabatt auf irgendwelche andere Produkte an, abhĂ€ngig von der Kundengruppe.

  4. Newsletter

    Ist ein gutes Feature, wird aber selten genutzt. Es gibt bessere Tools die per Extension integriert werden können.

  5. CMS

    A kleines CMS, das Seiten und Blöcke an unterschiedlichen Stellen platzieren kann. Jedes Element kann sein eigenes Layout haben und Magento spezifische Variablen können integriert werden.

  6. Berichte
  7. System

    Import und export von Daten (csv, xml)

  8. Zahlungsmethoden

    – Man gibt die API Key der unterschiedlichen Plattformen ein und Magento organisiert den Rest.

Magento Enterprise edition –

  • Basiert auf der Community Edition 1.3
  • Man zahlt jĂ€hrliche BeitrĂ€ge (pro Server) mit Support, Garantie, Schadensersatz
  • Die Möglichkeit zeitlich begrenzte PrivatverkĂ€ufe und MitgliederverkĂ€ufe anzubieten (oder wenn sie fĂŒr mehr als x € pro Monat einkaufen, berechnen wir keine Versandkosten). Einladungen zu PrivatverkĂ€ufen sind möglich aus Backend und Frontend. KĂ€ufer können sich auf der Website registrieren oder ĂŒber einen Link in einer E-Mail.
  • Der Katalog kann mit Berechtigungen versehen werden (buyvip, hootlook) basierend auf Website und Kundengruppe
  • Es gibt eine erweiterte Admin ACL und ein Admin Logging (Was hat welcher Admin, wann getan)
  • Mit Content Staging kann man beispielsweise einen Sommer- und einen Winterkatalog realisieren

    – Es gibt einen separaten staging Ordner. Um eine staging Website zu erstellen, wĂ€hlen Sie die default Website, konfigurieren den Zugriff, wĂ€hlen den zu kopierenden Inhalt aus und mit einem Klick auf den Button … haben sie ihre Staging Website 🙂

    – Es ist möglich, Inhalte aus zwei Websites zu mischen (sofort oder zu einer bestimmten Zeit)

    – Ein Rollback in innerhalb einer Modulversion möglich

  • Geschenkgutscheine / -karten (virtuell, physisch) (Eine Ă€hnliche Extension gibt es im Magento Connect Verzeichnis)
  • Kundenkredite (Zahlungsart)
  • Verbesserte DatenverschlĂŒsselung und Administrator Sicherheit.

    –  Nach n falschen Logins wird der Account blockiert

    –  Nach n Tagen muß der Admin ein neues Passwort eingeben

  • PA-DSS Standards (PCI gemĂ€ĂŸe Software)

Die Roadmaps fĂŒr die Community und die Enterprise Editionen werden in den nĂ€chsten Wochen veröffentlicht.

Bemerkung aus dem Publikum :-): IT’S A LONG WAY UP FROM ZERO!

Case Studies – Dan Garner

  1. Möbelhaus aus Irland http://instore.ie

    Warum Magento?

    – open source

    – niedrige Anschaffungskosten

    – Anpassungsmöglichkeiten

    – Offenenes Framework um Ă€ltere ERP Systeme zu integrieren

    on tap macht die Integration

    – Echtzeit Lagerbestandskontrolle

    – WĂ€hrend “in den Warenkorb”

    – Auf der Warenkorbseite

    – WĂ€hrend des Bezahlvorgangs

    – Möglichkeit Anzahlungen zu nehmen

    – ERP System Auftragsnummer zusĂ€tzlich zur Magento Id verwalten

    – Staging Umgebung

  2. ModehĂ€ndler – http://www.pilotclothing.com/

    Why Magento

    – open source

    – niedrige Anschaffungskosten

    – FlexibilitĂ€t bei Designanpassungen

    – einfach zu benutzen

    In diesem Fall wichtig

    – Google Maps GeschĂ€fte Suche

    – Outfit Builder

  3. http://meluba.com (noch nicht gestartet)

    Designen Sie Ihre eigenen T-Shirts, Tassen, Basecaps, … in einem Magento Store mit einer integrierten Flash Appliocation und die Produkte zu konfigurieren

magecamp

Tweakfest 2009 in ZĂŒrich

pic 013

Das Tweakfest wurde zum dritten Mal von der Digital Culture Association veranstaltet (tweakfest.ch).

Es dauert zwei Tage und bestand aus einer Konferenz im Technopark und einem Tag in der alten Börse mit Kunstinstallationen, VortrĂ€gen und Live Performances. Am Konferenztag hatte ich leider keine Zeit, konnte aber die Session con Nam Do, in der mit Gedankenkraft ein Computer bedient wurde, per livestream ansehen. Das notwendige Headset zum “Gedanken lesen” kostet etwa 300 US$ (Video beim Tagesanzeiger).

Am nĂ€chsten Tag konnte ich noch fĂŒr ein paar Stunden in die Alte Börse gehen und ich habe wirklich tolle Sachen gesehen.

Thema Serious Games

Ein Project das mir besonders gefallen hat, war ein ‘serious game’ von Rosario Azzarello (gamedesigner.ch). Ich mußte mir zwei BĂ€nder, Ă€hnlich wie beim Blutdruck messen, nur viel schmaler, um die Oberarme binden. Die beiden BĂ€ndern waren mit einem iMac verbunden. In die Hand gedrĂŒckt bekam ich einen kleinen Schaumgummiball, der ebenfalls mit derm Computer verbunden war.

Was ist der Sinn?

In verschiedenen Therapien mĂŒssen Kinder beispielsweise Ihre Arme in einem bestimmten Winkel hochheben um spezielle Muskeln zu entwickeln. Meistens ist das sehr langweilig und die Übungen werden nicht richtig ausgefĂŒhrt.

In dem Spiel werden die Arme als SteuerungsgerĂ€t benutzt und man muß sie im genau definerten Winkel heben und senken, damit das Spiel funktioniert.

Die Spielidee ist einfach.

Man muß eine Zirkuskanone mit Munition laden und auf eine Zielscheibe schießen. Geschossen wird durch Druck auf den Schaumgummiball. Danach muß man neu laden und kann Munition holen, indem man mit den Rechten Arm hebt und senkt und nach rechts lĂ€uft oder die gleiche Bewegung nach links vollzieht.

Das Ganze ist in Python programmiert und macht schon einen sehr runden Eindruck.

WĂŒrfel

pic 011Ein absolut cooles Projekt besteht aus einem WĂŒrfel, der an alle Seiten mit Codes beklebt ist. Auf den WĂŒrfel ist eine Kamera gerichtet, deren Bild auf einen Beamer projiziert wird. Dort wo der Code auf dem WĂŒrfel ist, wird eine mit Blender generierte Umgebung eingeblendet in der ein MĂ€nnchen steht. Wenn man den WĂŒrfel jetzt kippt so “fĂ€llt” das MĂ€nnchen gewissemaßen nach vorn, hinten, links oder rechts und fĂ€ngt an zu laufen. In dem Raum sind Treppen, die das MĂ€nnchen benutzen kann. Wenn es am Ende einer Treppe angekommen ist, verschwindet es zu einer anderen Seite des WĂŒrfels. Man muß den WĂŒrfel dann drehen, um das MĂ€nnchen wiederzufinden.

Mehr Info: [todo Link finden]

ABSOLUT KLASSE Reactable

reactableDas Projekt ist schon etwas Ă€lter (2005). Die Kernidee stammt aus Barcelona. Es ist ein Glastisch, in dem unten ein Beamer drin ist, der ein Bild unter die Glasplatte projiziert. Eine ebenfalls vorhandene Kamera erkennt GegenstĂ€nde, die auf dem Tisch liegen (ĂŒber Fiucials) oder Finger, die etwas tun. Es gab drei Anwendungsbeispiele: Als Musikinstrument Als OberflĂ€che um sich ein Versicherungspaket zusammenzustellen. Als Archiv von Bildern, Texten und Videos in einer Baumstruktur. So kompliziert ist scheint die Programmierung gar nicht zu sein. Man benötigt die reactable Library und kann wohl dort ĂŒber Flash/Actionscript draufzugreifen. In einem Vortrag von [todo Name] Geier stellte er eine kommerzielle Version des Tisches vor, die wohl im Sommer fĂŒr etwa 12.000 Euro auf den Markt kommen wird.

Open Source Movie

pic 017 Ein weiterer Vortrag war von [todo Name] stellte ein Projekt vor, das Open Source Filme dreht. So unglaublich das klingt, es scheint zu funktionieren. 2005 haben sie den ersten Film fertg bekommen und alles vorhandene Material freigegeben. Der Name des Films ist: Route 66. Man kann sich den Film kostenlos downloaden und ansehen, man kann auch auf der Website spenden.Der zweite Film wird im Laufe des Jahres fertig werden und heißt The last drug.

Interface Culture

Die UniversitÀt Linz bietet einen Studiengang Interface Cultur an. Die Professorin Christa Sommerer stellte den Studiengang und ihre eigene Geschichte vor. Seit 1992 macht sie Video Installationskunst und es ist einfach beeindruckend zu sehen. Mehr von ihr findet man auf der Website (http://www.interface.ufg.ac.at/christa-laurent/).

Live Performance

pic 024Den Abschluß bildete eine Live Performance der SociĂ©tĂ© Suisse d’Art MĂ©chatronique. Ja, was soll ich dazu sagen. Es war irgendwie cool, superlustig und in meinem Augen eine bessere Werbung fĂŒr die Schule als jeder Flyer oder jede Anzeige.

Die paar Stunden Tweakfest, die ich erleben durfte waren absolut klasse und ich hoffe, das ich nÀchsten Jahr beide Tage dabeisein kann.

reactable

magecamp London day 1

magecamp is an event around the ecommerce platform magento, organized by On Tap Creative. It is a part of Internet World 2009 and the first European english based magento camp!

Unfortunately, Internet World 2009 has no possibility to go online for free via WIFI 🙂 It’s always the same. Why isn’t it possible to provide a free or low cost wireless access at these kind of exhibitons? In the magecamp presentation room is enough space for around 60-80 people. The room is full and the listeners come from 16 different countries. Dan Garner, the founder of On Tap Creative gaves a first welcome. On Tap Creative decided to organize this magecamp after they have seen successful camps in USA, Germany and France.

State of Magento – Roy Rubin

Roy is the founder of Varien. In the past the company worked in the way: "you name it, we do it" .
When they work more and more together with bigger companies, they realized that often the existing ecommerce open source solutions came to an end. They started talking about the idea of magento in 2006. 2007 they started to work with a small team, in August, 2007 they released the first public preview. The feedback was overwhelming and in March 2008 they released the production release 1.0. Today, magento is the fastest growing ecommerce platform in the world. It is multicurrency and multilingual. look at Google Trend  and compare it with oscommerce.

Few numbers about magento

  • 750,000+ downloads on their own website magentoecommerce.com. They are working together with Plesk. Plesk allows a single click installation for magento.
  • 90,000 community members.
  • 675+ magento connect extensions. Open source licensing and commercial extensions are possible. The growth is around 5-10 extensions a day. Magento Connect has most of the website traffic.
  • 60+ language translations. They love to see the product in as much languages as possible.
  • 125+ payment gateways are available.
  • 135,000 forum posts
  • 210.313 lines of code – Magento 1.2. It will take a single person 55 years 🙂

What is Magento?

Varien tried focussing on building the best ecommerce platform on the world (no CRM, no accounting, …).They are very good in the smb & entreprise market.
They have 2 open source products:

  1. Magento community version
  2. Enterprise version (since 3 weeks)

In 2009 they want to:

  • setup a SaaS service.
  • try to make the community tools more effective (Documentation, Wiki, Video/Tutorials, Community Support, Advisory board)
  • build the best eCommerce API
  • work on better performance
  • release Magento Connect 2.0 with an appstore

The biggest magento website has between 300-400,000 SKUs

Magento Site Administration – Dan Garner

He showed a store, based on example date and zen server.

  1. Setting up products:
    – possible are simple-, grouped-, configurable-, virtual-, bundle- and downloadable products.
    – there are different tax classes for products (rules based f.e. on products or on the customer)
    – the appearance of the product can be nowhere, in the catalog, in the search or in both
    – you can setup gift messages and the manufacturer
    – prices are highly configurable (f.e. tier prices depends on quantity, customer group and/or website). There are very granular pricing rules (also in the promotion sections)
    – A custom design based on the product ist possible with feature like "active from – to"
    – in an inventory, you can setup (min, max allowed in shopping car, stock management)
    – on which website (English, German, French?)
    – There is a hierarchical view in which categories the product will appear.
    – define related products (up-sells, cross-sells)
      Custom options: configure your product by asking questions! (lettering on a t-Shirt)
    1.1. Import possibilities for people who are not used to web interfaces,
      its possible to export and import from a spreadsheet.
    1.2. Attribute is a custom field, for example a brand (Apple, Acer, Dell, …), size, color on multiple language sites. These Attributes can be assign and unassign to attribute sets. A camera has different attributes compared to a mobile.
  2. Setting up categories:
    Its good to define your categories before you create your product.
    Its possible to decide, which categories are in which site (English, French store)
    It’s possible to define CMS Blocks for categories.
    You have anchors (counting of the products in a category)
    Every category could have entirely different design if you want.
    The category product tab allows to define products, which will put instantly in this category.
  3. managing customers
    sales statistics, recent orders, shoppng cart, adresses.
    Its possible to create orders from the backend. That is a really important tool for phone services.
    shopping car price rules (conditions, actions, trigger)
    If the subtotel ist > 250 we can offer a discount on certain products on different customer groups.
  4. Newsletter
    Its a very good feature, but there a better tools outside. But, it works well and there are extensions to integrate it in other tools.
  5. CMS
    A basic CMS, which can create pages, blocks and polls on different sites. Each element can have its own design.
    You can embedd magento spezific variables.
  6. Reports
  7. System
    Import and export Data (csv, xml)
  8. Payment Methods
    – You enter some kinds of API and the magento modules does the rest for you.

Magento Enterprise edition –

  • based on the community edition 1.3
  • it is an annual subscription version (license per server) with support, warranty, indemnification
  • the possibility of time sensitive private sales and member specials (f.e. if you shop for more then x $ per month, we will not calculate shipping costs). The private sales can be configured as an event (from – to). Invitations are possible from the backend and the frontend. People can be allowed to register on the website or via a special link in the received email.
  • its possible to restrict the catalog (buyvip, hootlook) based on website and customer group
  • there is an advanced admin ACL and an admin action logging
  • with content staging it is f.e possible to have a summer catalog and a winter catalog
    – there is a separate staging directory. To create a staging website, select the default website, configure access, select content to copy and with one click of the button … the staging website is created
    – it is possible to merge the sites immediately or on a scheduled time
    – a rollback is possible in the same module version 
  • gift certificates / cards (virtual, physical) (a similar extension is available in the magento connect directory)
  • customer store credits (payment option)
  • improved data encryption and administrator security.
    –  After n failed login attempts the account is blocked
    –  After n days the admin has to create a new password
  • PA-DSS standards (PCI compliant software)

The roadmaps for community and enterprise editions will be published in the next weeks.
Remark from the audience :-): IT’S A LONG WAY UP FROM ZERO!

Case Studies – Dan Garner

  1. Furniture retailer from Ireland http://instore.ie
    Why Magento?
    – open source
    – lower cost of ownership
    – customisation
    – open framework to enable integration with legacy ERP Systems
    on tap did an integration
    – real time stock management an ordering
      – check stock in real time from ERP System
        – During Add to cart
        – on the cart page
        – during checkout
    – ability to take deposits
    – ERP System order numbers additionally to the magento id
    – staging environment
  2. Fashion retailer – http://www.pilotclothing.com/
    Why Magento
    – open source
    – lower cost of ownership
    – flecibility to change design
    – ease of
    special in this case
    – google maps storefinder
    – outfit builder
  3. http://meluba.com (not yet launched)
    design your own t-shirts, mugs, basecaps, … in a magento store with an integrated flash application for configuring the items

 

Twitterbier in PfÀffikon

Am 21.4 war ich in PfĂ€ffikon am ZĂŒrichsee zum Twitterbier. Hier die Einladung von Marcel Widmer

Twitterbier ist eine gute Einrichtung.

Man trifft Menschen, mit denen man sich ĂŒber coole Sachen unterhalten kann. GlĂŒcklicherweise selten ĂŒber Technik, eher ĂŒber Strukturen, HintergrĂŒnde, Verbindungen, … na das Leben halt.

Manchmal auch ĂŒber Twitter.

FĂŒr alle “noch nicht Twitterer”,

hier noch ein paar Tweets.

bloggingtom: Nachtrag: Danke an @marcelwidmer@hagengraf@diverix@councelorzh

@danielebneter@ganimed@fabiennes fĂŒr den gestrigen Abend. #twitterbier 

councelorZH: @retoz_ch guten morgen …. natuerlich hat man es gut ueberstanden. #twitterbier
councelorZH: Fazit #twitterbier#zuerisee: Die Reise in die Pampa *gg* hat sich mehr als nur gelohnt. Cooler Abend mit netten und interesanten Twitters.
bloggingtom: Unser Twitterbier wird gerade zum Twitterpfefferminztee…
dworni: @councelorZH danke fĂŒr die Bilder. 😉 Habe mir hier vor Ort ein Twitterbier und BierstĂ€ngeli gegönnt (ZĂŒri wĂ€r etwas weit). #twitterbier

Als ich so am Suchen nach Tweets war, habe ich entdeckt, dass man die Suche nach Datum filtern kann.

Also: alle Tweets zum Thema twitterbier in der Zeit vom 15.4 – 22.4 findet man hier:

Ich mag Twitter immer mehr 🙂

Which file format on a website and where to store?

In projects with clients and in our own environment, we have always two questions

"Where do we store files?"

and

"Which file format do we use?"

A few thoughts about both questions.
We are building websites based on open source content management software. Mostly we choose Drupal, sometimes Joomla! und sometimes WordPress. The basic ideas behind these systems are more or less the same (Here can you find a small, funny but not that far from reality decision chart which of the three you can choose).

So, concerning storing files we have to divide between our projects. As example, I can mention a typical small European project. It needs a website for the participation of people coming from different cultural backgrounds with different income, different age (18-70+) different media competence, a totally different way of using tools and of course last but not least, different languages you have to considder and plan all one year in advance.

Usually, we decide to use only file formats, where we can expect to have viewer applications for every existing platform (desktop pc, mobile, netbook). That means

All these formats are not perfect, but they have an incredible marketshare. And – they are the lowest common denominator. Bigger companies like Microsoft, Adobe or Apple were not really interested to use these formats in the past, because they don’t want to have concurrents to their software application markets. For that and other reasons, like quality, you have a number of different file formats.

With the rise of web 2.0 users started generating content and it was important to offer an easy way to create content. Since the iPhone started to make smartphones with internet connection common it is even more necessary to have an open file format, which you can use on a mobile.

On a website there are different technical possibilities to deal with files:

  1. users upload files to the server where the website is hosted via the browser http POST method.
  2. users embedd existing content on other websites via html and the type of files by using the right tags (images and object tags)
  3. users embedd existing content via copy & paste from different plattforms and different users. (youtube, flickr, vimeo, …)
  4. users connect their user  accounts fro one website to another user account on a different website via a programming interface (API). Here an example from our flickr account, which is completely embedded into our website – http://cocoate.com/flickr

If you ever had the problem to render/convert large mpg or avi video files on your own server with the help of ffmpeg you will realize very fast, that is not really possible to be as good as a professional videoplattform like youtube or vimeo. Same with Flickr or Picasa for photos.

Concerning audiofiles the last 10 years were spend to develop DRM systems and propriety file formats. But since a few weeks, the world of DRM changes. Even Apple delivers now mp3 files if you want to have them (http://www.techcrunch.com/2007/04/02/emi-apple-are-announcing-sale-of-non-drm-music/).

Today it is possible to open an account on a photo-, video-, slideshow-, or whatever sharing platform, upload and edit the fileformat you want. Usually the service convert your file to a standard webformat and generate a code that you can embedd on your website.
Another advantage of posting files to these platforms is, that you will be connected with different platforms and you have your content under your own control.

For these reasons we often decided to use Drupal as a mashup/aggregator in European projects and embedd all these ressources. The Drupal modul emfield makes it possible.

Gomorrha – Roberto Saviano

Was ist an diesem Buch besonders?

Meine Kenntnisse ĂŒber die Camorra, Mafia, ‘Ndrangheta und Ă€hnliche Organisationen orientierten sich bisher an Spielfilmen wie “Der Pate“, an dĂŒsteren Frauenverschleppungs- , Waffenverkaufs-, Drogenhandelsgeschichten und an eigenartigen Staatslenkern wie Herrn Berlusconi.

Hin und wieder habe ich von “erfolgreichen Verhaftungen” irgendwelcher Bosse gehört und das Letzte war jetzt dieser MĂŒllskandal in Neapel.

Vor ein paar Monaten habe ich den Film zum Buch gesehen und war berĂŒhrt.

Das was mich am meisten erschreckte, war die beklemmende NormalitĂ€t der Ereignisse und der handelnden Personen. Diese Clans existieren wirklich und es ist eine Welt fĂŒr sich. FĂŒr den Einzelnen ist es kaum möglich aus dem System auszuscheren. Der Film war fĂŒr mich erhellend aber trotz des Bezugs zur RealitĂ€t packte er mich nicht soooo sehr. Hier der Trailer.

Tage und Wochen spĂ€ter mußte ich aber oft an den Film denken und trĂ€umte auch von vielen Filmsequenzen, beispielsweise diesen Betonburgen und den Kindern, die die GiftmĂŒll LKW fahren. Als ich dann drei Tage in einem Vorort in Mailand war, fielen mir immer wieder diese Szenen ein.

Christine kaufte das Buch und das habe ich jetzt gerade durchgelesen. Langsam verstehe ich das Ausmaß der Handlungen der Camorra. Im Buch wird auf sehr drastische Weise geschildert, wie die Camorra funktioniert, mit welchen Waren sie handelt, welche Hierarchien und Mechanismen wie funktionieren. Es transportiert die AtmospĂ€re der Angst viel besser als der Film. Zumindest bei mir hat es gut funktioniert. Es fiel mir schwer, vorzustellen, was Saviona beschreibt und ich habe mehrere Male aufgehört mit lesen um nachzudenken und im Internet ĂŒber das Thema zu recherchieren. 

Das Erschreckende fĂŒr mich ist auch die Tatsache, das der Autor des Buches, Roberto Saviano bereits mehr oder weniger tot ist. Er lebt noch physisch aber er wird sich ein Leben lang verstecken mĂŒssen – einmal nicht aufpassen und dann … Ende. So einfach ist das.

Im Wikipedia Eintrag schreibt er

Jeden Morgen frage ich mich, warum ich das gemacht habe, und finde keine Antwort, weiß nicht, ob es das wert war.“ Ein normales Leben in der Öffentlichkeit ist ihm nicht mehr möglich, Fluglinien weigern sich, ihn zu befördern, Hotels und Restaurants lassen vor seinem Besuch erst ihre RĂ€ume auf Bomben hin durchsuchen.

DAS BUCH IST WICHTIG!

Hier ein paar Zitate aus dem Buch

In Neapel werden heute fast ausschließlich Waren aus China gelöscht, 16000000 Tonnen. Offiziell. Mindesten eine weitere Million kommt ins Land, ohne Spuren zu hinterlassen. Nach Angaben der Zollbehörde selbst werden im Hafen von Neapel sechzig Prozent der GĂŒter an der Zollkontrolle vorbeigeschleust, zwanzig Prozent der Papiere werden nicht kontrolliert, und 5000 Dokumente sind gefĂ€lscht. 99 Prozent davon stammen aus China …

Dreitausend Tote seitdem ich geboren bin (1979).

Etwas wissen ist nicht dasselbe, wie etwas mit eigenen Augen sehen.

Zement. Erdöl des SĂŒdens. Ursprung aller Dinge. In SĂŒditalien existiert kein Wirtschaftsimperium, das nicht aus der Baubranche hervorgegangen ist. Ausschreibungen, BauauftrĂ€ge, Kies- und Sandgruben, Zement, Betonzuschlag, Mörtel, Backsteine, BaugerĂŒste, Arbeiter. Das ist das RĂŒstzeug des italienischen Unternehmers. Ein italienischer Unternehmer, dessen Imperium nicht auf das GeschĂ€ft mit Zement gegrĂŒndet ist, kommt nicht weit. Mit Zement lĂ€ĂŸt sich am leichtesten und schnellsten Geld verdienen.

Nach Tarantino haben sie aufgehört, ordentlich zu schießen! Sie halten den Lauf nicht mehr gerade, sondern schrĂ€g und flach. Sie halten die Pistole genauso wie in diesen Filmen, und das hat verheerende Folgen. Sie schießen ihre Opfer in den Unterleib, die Leiste, die Beine und fĂŒgen ihnen schwere Verletzungen zu. Also sind sie gezwungen das Opfer mit einem Genickschuss zu erledigen. Dabei wird sinnlos viel Blut vergossen, eine Barbarei, die dem Zweck der Exekution ĂŒberhaupt nichts bringt.

Die LeibwÀchterinnen der weiblichen Bosse sehen alle aus wie Uma Thurmann in Kill Bill: blonder Pagenkopf und knallgelber Overall

Orhan Pamuk – Schnee

Orhan Pamuk hat den Literaturnobelpreis im Jahre 2006 bekommen. Das heisst zunĂ€chst mal noch nichts, aber meistens ist an Menschen, die diesen Preis bekommen, doch irgendetwas besonderes. Er ist tĂŒrkischer Schriftsteller und das folgende Zitat hab ich in der Wikipedia gefunden:

„Ich bin in einem Haus aufgewachsen, in dem viele Romane gelesen wurden. Mein Vater hatte eine umfangreiche Bibliothek und erzĂ€hlte von den großen Schriftstellern wie Thomas Mann, Kafka, Dostojewski oder Tolstoi so, wie andere VĂ€ter zu Hause vielleicht von GenerĂ€len oder von Heiligen sprachen. Schon als Kind waren fĂŒr mich all diese Romane und Autoren eins mit dem Begriff Europa.“

Schnee ist ein Roman und spielt in Kars, einer Stadt in Anatolien. Sie liegt im Grenzgebiet der TĂŒrkei. Hier wohnen TĂŒrken, Kurden, Armenier, Griechen, Russen und andere Bevölkerungsgruppen. Der Dichter Ka (er hat seine Initialen zu seinem Namen gemacht) wohnt in Frankfurt, Deutschland und reist nach Istanbul wegen des Todes seiner Mutter. Dort ĂŒbernimmt er den Auftrag einer Istanbuler Zeitung nach Kars zu reisen und ĂŒber die Selbstmorde der “TurbanmĂ€dchen” zu berichten, bzw. zu untersuchen, was an dem PhĂ€nomen dran ist. Die MĂ€dchen werden aus den Schulen und UniversitĂ€ten ausgeschlossen, da sie verschleiert sind.

Was dann auf 500 Seiten passiert, ist aufregend, erschreckend, gewalttĂ€tig, voller Liebe, religiös, atheistisch und wie meine Sammlung an Worten schon andeutet, niemals langweilig. Orhan erzĂ€hlt viele einzelne Geschichten von CharaktĂ€ren, die in der Stadt Kars vorkommen und verwebt alles zu einer atemberaubenden Story. Es gibt viele Dialoge ĂŒber die Religion, den Staat, Europa, MilitĂ€rregierungen, AtatĂŒrk, und vieles mehr, die sehr hilfreich fĂŒr einen Außenstehenden wie mich sind um das Verhalten der Menschen in diesem Land ansatzweise zu verstehen.

Hier ein paar Zitate:

Der junge Necip, der bei einem MilitÀtputsch erschossen wird fragt Ka:

Wenn es Allah nicht gibt, dann heißt das, das es kein Paradies gibt. Dann können die Millionen Menschen, die ein Leben in Mangel, Armut und UnterdrĂŒckung verbringen, nicht einmal ins Paradies kommen. Was ist dann der Sinn all der Qualen, die die Armen durchmachen? Wozu leben wir dann und durchleiden sinnlos all diese Qualen?
Allah existiert, auch das Paradies gibt es.
Nein, das sagst du zum Trost, weil du mit uns Mitleid hast. nach deiner RĂŒckkehr nach Deutschland wirst du wieder wie frĂŒher denken, daß es Allah nicht gibt.

Ka besucht seine Hoheit, den Kurdenscheich Saadettin Efendi, nachdem er gerade Selbstmord begehen wollte (muß man lesen, kriege ich nicht so toll zusammengefasst).

Der Scheich war ein guter Mensch. Er fragte mich, warum ich weinte. NatĂŒrlich konnte ich nicht sagen: Ich weine, weil ich unter reaktionĂ€re Scheiche und ihre JĂŒnger geraten bin … Ganz spontan kĂŒĂŸte ich die Hand dieses erhabenen Menschen, der mir wie ein Heiliger erschien. Daraufhin tat er etwas, was mich völlig ĂŒberraschte: Er kĂŒĂŸte die meine. In mir breitete sich ein GefĂŒhl der Geborgenheit aus, wie ich es seit Jahren nicht mehr gekannt hatte.

Bei einer Unterhaltung mit Muhtar, dem Kanditaten der spÀter verbotenen Wohlfahrtspartei

Ka hatte von Anfang an gewuß, daß an Gott glauben in der TĂŒrkei nicht heißt, daß der einzelne Mensch dem höchsten Gedanken und dem grĂ¶ĂŸten Schöpfer begegnet, sondern vor allem, daß er sich einer Gemeinschaft und einer sozialen Umgebung anschließt.
[Ka zu Muhtar]
Du kannst dich der Religion un der Gemeinschaft nur dann ĂŒberlassen, wenn solche sĂ€kularen Gottlosen wie ich die Staats- und Handelsangelegenheiten ĂŒbernehmen. Man kann sich in diesem Land nicht in aller Seelenruhe dem Gottesdienst ĂŒberlassen, ohne auf den Fleiß eines UnglĂ€ubigen zu vertrauen, der die nicht religiösen Aufgaben, den Handel mit dem Westen und die Politik ordentlich erledigt.
[Muhtar zu Ka]
Aber du bist nicht der Mann fĂŒr Handel und Politik.

Hande, ein “TurbanmĂ€dchen” zu Ka

Ich habe begriffen, das ich mich nicht auf etwas konzentrieren kann, an das ich nicht glaube, zum Beispiel mein Haupt zu entblĂ¶ĂŸen

Orhan

Als ich mir Jahre spĂ€ter … die Videoaufnahmen anschaute … spĂŒrte auch ich, wie die Zuschauer die individuellen Spannungen zwischen Vater und Sohn, Machthaber und Schuldigen vergaßen, jedermann in tiefer Stille in Gedanken an seine eigenen angstvollen Erinnerungen und Hoffnungen versank und jenen verzaubernde Wir-GefĂŒhl aufkam, das nur verstehen kann, wer in autoritĂ€r regierten, extrem nationalistischen LĂ€ndern lebt

Oberst Nuri Colak, der nach dem MilitÀrputsch in GefÀngnis kam und nach 6 Monaten wegen einer Amnestie entlassen wurde.

Obwohl man ihm die Folgen drastisch klargemacht hatt, die es nach sich ziehen wĂŒrde, wenn er von den Ereignissen erzĂ€hlte, erwĂ€hnte er in spĂ€teren Jahren an Abenden, an denen man sich mit alten Kameraden im Kasino getroffen und hinreichend getrunken hatte, er habe “wenigstens” gewagt, das zu tun, was der geheime Wunsch jedes kemalistischen Soldaten sei, und beschuldigte, ohne zu weit zu gehen, seine Kameraden, vor den Fundamentalisten Angst zu haben, trĂ€ge und feige zu sein.

Eine ausfĂŒhrliche Beschreibung des Romans gibt es in der Wikipedia (Schnee (Roman)).

re:publica’09, Berlin & Drupal?

Stefan Luckow
Vom 1.4-3.4 war ich in Berlin auf der re:publica’09. Am Vorabend der Konferenz war ich spĂ€t abends noch bei der pl0gbar im St Oberholz. Da trieb sich sogar um 23:30 Uhr noch ein wenig Drupal Volk herum (fl3a, der gerade ein verdammt geheimes Drupalprojekt macht und kahta, die sich ein wenig im Pokenfieber befindet). Mortens Aufkleber fanden auch sofort Absatz und wurde an Ort und Stelle auf dem Rechner angebracht (siehe Foto).

Am ersten Tag der Konferenz trug ich mein Jack Drupal T-Shirt, in der Hoffnung, anderen Drupal Fans zu begegnen. Irgendwie waren dort allerdings eher andere, auch nicht uninteressante Zielgruppen zu finden.

AusfĂŒhrlichere EindrĂŒcke ĂŒber die Konferenz.

re:publica’09, Berlin

Ich bin zum ersten Mal auf der re:publica in Berlin. Sie findet im Jahre 2009 zum dritten Mal statt, ist so eine Art Bloggerkonferenz und ich habe das GefĂŒhl, ich sollte da mal hingehen.

Tag1

Morgens um 9:30 Uhr ist strahlender Sonnenschein draußen und strahlende Menschen drinnen. Der Beginn der Veranstaltung verzögert sich und WLAN ist auch noch nicht da (Es wird leider erst am dritten Tag funktionieren). Neben mir strahlen Kathrin Steinbrenner und Sigrid HerrenbrĂŒck und wir unterhalten uns, warum wir hier sind. Kathrin und Sigrid kommen von medienboard Berlin/Brandenburg (Twitter) und haben hin und wieder mal Pierce Brosnan, Brad Pitt, Quentin Tarantino, Kevin Spacey, Susan Sarandon, Roman Polanski, Kate Winslet und viele andere ĂŒbers FilmgelĂ€nde in Babelsberg schlendern sehen. Die beiden sind das erste Mal auf der re:publica und Sponsor. Ihre Chefin Petra MĂŒller wird gleich die Zuschauer begrĂŒĂŸen und ĂŒber die Arbeit des Medienboard berichten.

Auftritt Johnny HĂ€ussler. Er betreibt das Blog Spreeblick und macht eine gute EinfĂŒhrung die im wesentlichen auf dieser Idee besteht: Das Video stammt aus dem Jahr 2006 und beschreibt eine Welt vor Twitter!

 

Vor 10 Jahren hat Johnny erlebt, das er keinen Kredit bei seiner Bank bekommen hat, weil der Sachbearbeiter fragte: “Wer weiß ob es das Internet morgen noch gibt”. Damals war er beeindruckt, heute wĂŒrde er fragen: “Wer weiß, ob es Ihre Bank morgen noch gibt”.

Buchtipp: Jeremy Rifkin (Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft: Neue Konzepte fĂŒr das 21. Jahrhundert )

Zum Thema Republica lÀsst sich sagen, dass sich die Teilnehmerzahl seit 3 Jahren verdreifacht hat (aktuell 1.600 Teilnehmer).

Mapping the blogosphere

jazzlog FlickrAls nĂ€chstes kommt die Session Mapping the global blogosphere von John Kelly (morningside-analytics.com). Er ist Blogforscher und untersucht BlogsphĂ€ren in unterschiedlichen Sprachen. Aus den Daten versucht er aufschlußreiche Visualisierungen zu erzeugen (Was ihm definitiv geling). Er zeigte beispielweise die BlogsphĂ€ren der Vereinigten Staaten (Millionen Blogs), Iran (60.000 Blogs), Afghanistan (2.500 Blogs) im Vergleich. Jaja, die Amis sind paranoid und die LĂ€nderauswahl ist auch schrĂ€ge, aber ich glaube, Kelly ist ein Guter.

Die groben Erkenntnisse aus den Daten:

  • Kulturelle ZusammenhĂ€nge sind wichtiger als nationale ZusammenhĂ€nge
  • Blogger helfen den klassischen Medien
  • Youtube hat die grĂ¶ĂŸte mehrsprachige Reichweite der Welt

Die PrÀsentation war wirklich beeindruckend, weil es schon interessant aussieht, beispielsweise die Verbindungen zwischen Pakistan, Indien und den USA mal als dreidimensionales Modell zu sehen. Hier noch ein Podcast zum Thema.

Blogging in Deutschland

_kcu FlickrDanach gab es ein Panel mit Markus Beckedahl (netzpolitik.org), Robert Basic (robertbasic.de), Stefan Niggemeier (stefan-niggemeier.de/blog), Sascha Pallenberg (netbooknews.de), Thomas KnĂŒwer (http://blog.handelsblatt.de/indiskretion) ĂŒber Blogging in Deutschland. Ich habe die Diskussion nicht so wirklich verstanden. Es kam mir sehr etabliert, sehr deutsch und nicht besonders zukunftsorientiert vor.  Im Publikum wurde fröhlich getwittert und dieser Stream war oft deutlich interessanter, als das, was ich auf der BĂŒhne gehört habe. Lichtblick war Sascha Pallenberg. Er arbeitet in den USA und startete ein Blog ĂŒber netbooks. Kurze Zeit spĂ€ter verdiente er Geld mit dem Blog, gab seine Arbeit auf und widmete sich Vollzeit diesem Blog. Dadurch verlor er seine Aufenthaltsgenehmigung in den USA. Er zieht jetzt nach Taiwan 🙂

Die Medienwelt im Wandel

_kcu FlickrDas zweite Panel an diesem Tage hatte das Thema die Medienwelt im Wandel. Teilnehmer waren: Helmut Lehnert, Johnny Haeusler, Jakob Augstein (freitag.de), jemand vom Medienboard und Peter Hogenkamp (blogwerk.de. Das Panel war irgendwie sehr theorethisch und verkopft. Helmut Lehnert grĂŒndete mal den Radiosender Fritz, scheint jetzt etabliert zu sein und nölte ein wenig vor sich hin, dass seit der GrĂŒndung von Fritz eigentlich nix Aufregendes passiert ist und er deswegen auch keine Lust mehr hat etwas zu tun (o.Ă€.). Jakob Augstein erzĂ€hle inhaltlich richtige Dinge. Ich hatte aber das GefĂŒhl, er selbst ist nicht Teil dessen, was er da beschreibt. Peter Hogenkamp war ein echtes Highlight, der hin und wieder mal ein wenig Pragmatismus in die Diskussion brachte. Ich hatte ihn vor zwei Wochen beim blogcampswitzerland4 kennengelernt.

4chan.org moot / Christoper Poole

Einflußreichster Mensch 2009 ist laut Time Christoper Poole, aka moot. Hier der Bericht des Time Magazines aus 2008: The master of memes. Er startete das imageboard 4chan.org. mit dieser Einleitung:

4chan is a simple image-based bulletin board where anyone can post comments and share images. 4chan’s collaborative-community format is copied from one of the most popular forums in Japan, Futaba Channel. Different boards are dedicated to different topics, from Japanese anime, manga, and culture to videogames, music, and photography. Users do not need to register a username before participating in the community. Feel free to click on a board that interests you, and jump right in—anyone can contribute!

Falls dem geneigten Leser die Sinnfrage nicht ganz klar ist, hier ein Beispiel: Auf 4chan.org ist es Brauch, am Samstag Bilder von Katzen zu posten, denen Worte in den Mund gelegt werden. Irgendwann wurde eine fette Katze mit dem dem Spruch “I  can has cheezburger” gepostet. Jemand reservierte die Domain, packte Katzenbilder drauf und verkaufte das Ganze an Investoren fĂŒr 2.000.000 US$ icanhascheezburger.com Hier die Beschreibung der Firma Pet Holdings, Inc.

He wouldn’t be above cashing out for the right price, which is $580 million, which is what Rupert Murdoch’s News Corp. paid for MySpace in 2005. “I try to work Murdoch into any interview I give,” he says. “Rupert Murdoch?

Ed Brill bloggt fĂŒr IBM

Ed Brill ist Corporate Blogger bei IBM und erzÀhlte sympathisch von seinen Erfahrungen. Er war per Telefonleitung verbunden, da das Internet nicht funktionierte. Ed erscheint mir als ehrlicher Arbeiter, der Lotus Notes wirklich gern mag. Das Blog war nicht so wirklich geplant, ist aber zu einem festen Bestandteil seines Lebens geworden. Hier seine Slides, die es wert sind mal durchgeblÀttert zu werden.

Panel Thema Microblogging – Marco Kaiser, Max Winde, Cem Basman

Interessant war fĂŒr mich Marco Kaiser. Marco ist der Programmierer von thwirl, einem weit verbreiteten Twitterclient. Er arbeite fĂŒr die Firma seesmic. Dieser Firma hat er wohl seinen Twitter Client verkauft und sie haben ihn im Gegenzug als Head of Engeneering engagiert. Die Einfachheit der Twitter API fĂŒhrt seiner Meinung nach dazu, dass das klassische erste Programm, das man schreibt, nicht mehr “Hello World” heißt, sondern ein beispielsweise ein einfacher Twitter Client ist. Außerdem dabei: Max Winde (mobile-macs.de) und Cem Basman (sprechblase.wordpress.com), der sehr stolz darauf war, die erste Microblogging Conference der Welt in Hamburg organisiert zu haben und die Runde moderierte. WĂŒnsche an die Twitter API hat Max Winde, der sich ĂŒber die Möglichkeit freuen wĂŒrde, Location Daten speichern und auswerten zu können. Dann könnte man Anwendungen erstellen, wie “Was ist vor zwei Wochen an dem Ort passiert, an dem ich gerade bin”. Recht ĂŒbereinstimmend am Ende des Panels war die Prognose:

Die nĂ€chsten vier, fĂŒnf Jahre sind/werden mobil! Jeder, der ĂŒber seine Zukunft nachdenkt, muß mobile Anwendungen anbieten. Die Menschen werden mobiler und die Wartesituationen nehmen zu.

Gameshow

Abends gab es eine Gameshow von Johnny Haeussler im Schottenrock und Nils Bokelberg. Irgendwie bin ich nicht die Zielgruppe fĂŒr sowas. Was ich aber wirklich interessant fand waren Literate Videos. Dabei wird ĂŒber bekannten Videos einfach ein anderer, meist lustiger, Karaoketext eingeblendet. Die Zuschauer singen dann mit und freuen sich.

Tag2

Come play with me – Markus HĂŒndgen

Come play with me von Markus HĂŒndgen. Er ist Ressortleiter fĂŒr die Video-Inhalte beim Nachrichtenportal DerWesten.de der WAZ-Mediengruppe in Essen (veröffentlicht keine GeschĂ€ftszahlen, gilt aber in der Branche als eines der renditestĂ€rksten Medienunternehmen Deutschlands). Das ist die Beschreibung seines Blogs http://www.derwesten.de/blogs/fliegendesauge

Sie sind immer auf Achse. Ganz nah dran. An den Geschichten, an den Menschen. Die Videokamera im Anschlag, den Block in der Hand, den Fotoapparat in der Tasche, das Handy griffbereit. EinzelkĂ€mpfer im multimedialen Dschungel. Multimediajournalisten – kurz MJs genannt. Berichterstattung fernab aller verstaubten Konventionen. Videopunks. Dies ist die Geschichte ĂŒber einen von ihnen.

Und irgendwie passt die Beschreibung zu diesem Mann.

Collaborative Creativity and The Test of Time

Rishab Aiyer Ghosh war richtig gut! Ich habe seine PrÀsentation nicht gefunden, hier ist eine Àltere, die Àhnlich ist und die Sache mit dem Cooking Pot (Cloud) finde ich schon ein wirklich gutes Beispiel:

Twitter & Journalism

Bicyclemark, Portuguese-American, Amsterdam-based, alternative-activist-journalist erzĂ€hlt ĂŒber seine Arbeit fĂŒr seine Website citizenreporter.org. Mir geht es so ein bißchen, wie beim dem Videopunk. Es ist sehr angenehm Menschen zuzuhören, die mit Leib und Seele bei der Sache sind. Leider gibt es immer noch kein WLAN und so kann er eigentlich nichts zeigen. Die Session ist trotzdem gut

Das Projekt OpenStreetMap

Hanno Böck zeigt das Projekt OpenStreetMap, sammelt Geodaten, um eine freie Weltkarte zu erstellen. GĂ€ngige Kartendienste (wie Google Maps) haben ĂŒblicherweise sehr restriktive Nutzungsbedingungen. Bei OpenStreetMap stehen sĂ€mtliche Daten unter einer freien Lizenz (Creative Commons by-sa), außerdem kann man selbst mitwirken und die Daten verbessern – beispielsweise indem man mit dem GPS-GerĂ€t nicht erfasste Straßen ablĂ€uft oder abfĂ€hrt. Das Projekt hat mich sehr beeindruckt. Ich habe gleich mal nachgeschaut, wie die Datenlage in Fitou ist (nicht so gut) und werde mich da ab Ende des Jahres engagieren. Hier die Slides als PDF (4,91 MB).

Tag3

Political evolution Social Media in the Middle East – Esra’a Al Shafei

Esra berichtete von ihren Erfahrungen mit der Webplattform mideastyouth.com. Im mittleren Osten ist es teilweise verboten, sich mit den Menschen im jeweils anderen Land zu unterhalten. Ihre Plattform ermöglicht genau das. Sie will die arabischen Staaten zusammenbringen (TĂŒrken, Israelis, PalistinĂ€nsern, Araber, etc). Sie macht auch Kampagnen fĂŒr Alleinerziehende, Schwule, etc. Sie zeigt ein Beispiel, in dem es darum geht, welche Mittel sie angewendet hat, um einen Freund aus dem GefĂ€ngnis zu befreien (freekareem.org). Die Tatsache, das man eingesperrt wird, wenn man den Islam kritisiert ist nicht akzeptierbar. Das Projekt wird NICHT von der CIA finanziert. Eine Aktion kam besonder gut beim Publikum an. Sie haben mit einem Beamer einen handgeschriebenen Brief an die Außenwand der Ă€gyptischen Botschaft in London projiziert.

Jimmy Wales

Ist der der GrĂŒnder der Wikipedia und stellt ein paar Zahlen unf Fakten zum Projekt vor. WĂ€hrend er seine Slides zeigt, sehe ich ein paar negative Meinungen zum Vortrag. Zu viel Selbstmarketing, wir wissen was Wikipedia ist, etc. Mit gefĂ€llt der Vortrag eigentlich ganz gut (halt massenkompatible slides). Der Saal wurde bei seinem Auftritt merklich voller und danach wieder leerer. Besonders gut kam der Satz an, dass die deutschen Wikipedia EintrĂ€ge zwar weniger sind, als die englischen, aber im Durchschnitt die QualitĂ€t höher ist.

Cory Doctorow

_kcu flickrErzĂ€hlt viele richtige Dinge ohne Slides. Über Internet, Strategien von Firmen, … Das Übliche.

Allerdings gut auf den Punkt gebracht!

Hackerspaces:

Jens Ohlig hat die GrĂŒndung und den Betrieb von hackerspaces (was ist das?) hinter sich und verfĂŒgt ĂŒber Erfahrung aus dem CCC (selbst das Chaos muß in Deutschland als Verein verwaltet werden 🙂 ). Er kann hervorragend Sachverhalte auf wenige Worte herunterbrechen. Hier meine Tweets wĂ€hrend des Vortrags.

Hackerspaces #rp09 http://programm.re-publica.... mit @johl
3:33 AM Apr 3rd from twhirl
hackerspace = selbstverwaltete, physikalische Orte an denen #hacker Sachen machen. 
#rp09 wird jetzt richtig gut
3:35 AM Apr 3rd from twhirl
Zuerst Infrastruktur (Gas, Wasser, Scheiße, wie wir in Köln sagen) 
und dann werden sich Projekte entwickeln #rp09 #hackerspaces
3:46 AM Apr 3rd from twhirl
3 Dinge braucht man: 1. #mailingliste, 2. #wiki, 
3. #instantmessaging (neumoderne machen Telefonkonferenzen -auch ok) #hackerspaces #rp09
3:48 AM Apr 3rd from twhirl
Treffen wöchentlich. Jeder Tag in der Woche ist scheiße, 
also nehmen wir den Dienstag #hackerspaces #rp09 - oh endlich Pragmatismus #freude
3:49 AM Apr 3rd from twhirl
Wir leben in interessanten Zeiten! Die Menschen machen "Sachen" 
Ein Mensch, der nicht in der Vergangenheit lebt #freude #hackerspaces #rp09
3:52 AM Apr 3rd from twhirl
Der Wert von Selbstgemachtem, Individuellem, selber in die Hand genommenem 
wird höher #hackerspaces #rp09
3:55 AM Apr 3rd from twhirl
"Mir treten TrÀnen in die Augen, wenn ich sehe, was man in 
Österreich alles als Kunst gefördert bekommt :-)" #hackerspaces #rp09
4:17 AM Apr 3rd from twhirl
Es gibt fĂŒr ein Problem immer zwei Lösungen: a) Google oder b) Menschen #hackerspaces #rp09
4:19 AM Apr 3rd from twhirl

T-mobile G1 Test am Rande

Gadget Test

Am zweiten Tag ohne WLAN bekam ich mit, dass die Leute am t-mobile Stand HTC G1 GerĂ€te gegen einen Personalausweis verliehen. Da ich kein Telefon besitze und ich langsam etwas krötig wurde ob des fehlenden WLANs, war das eine gute Gelegenheit das G1 mal auszuprobieren und wieder “am Leben teilzunehmen”. Twittern und surfen funktionierten ĂŒberraschend gut. Nach ein paar Stunden fiel mir ein, das das ja auch ein Telefon ist und ich konnte ein paar Sachen telefonisch erledigen. Das war allerdings keine gute Idee, denn die Nummer sprach sich schnell herum und plötzlich vibrierte das Ding dauernd. Nach fĂŒnf Stunden war der Akku alle und mein Interesse am Smartphone definitiv geweckt.

Zwei Tage zuvor hatte ich ein paar Telefone ausprobiert (Gadget Test), aber so ein Praxistest ist immer besser.

Meine letzten Programmiererfahrungen auf Handys stammen aus dem Jahre 2003. Da hatte ich multiple choice Anwendungen fĂŒr Fahrschulen mit j2me auf einem Nokia S60 Telefon gebaut. Das S60 System gibt es immer noch 🙂 Mal schauen, ob Java auch auf dem G1 lĂ€uft.

Was ist bei mir hĂ€ngengeblieben von der re:publi’ca?

  • Mobile Anwendungen werden fĂŒr Webagenturen in den nĂ€chsten Jahren ĂŒberlebenswichtig.
  • Die Zeit der pfauenhaften A-Blogger ist irgendwie vorbei. Jetzt gibt es die pfauenhaften Twitterer 🙂
  • Poken ist ein Tamagochi PhĂ€nomen mit Potential
  • Die großen Netzwerke (Facebook, linked in, etc) sind eben NICHT offen und es gibt eine Menge Diskussionsbedarf ĂŒber die das Recht oder eben “Nichtrecht” auf die eigenen Daten
  • Die meisten Teilnehmer der re:publica passen nach dem, was ich so gesehen und gehört habe in drei Gruppena) in möglichst kurzer Zeit, möglichst viel Geld verdienenb) das GeschĂ€ftsprinzip, das bisher ganz gut funktioniert ĂŒber die nĂ€chsten Jahre retten

    c) einfach lustige Dinge konsumieren und sich wie ein Teil des Ganzen fĂŒhlen.

  • Blogger und Journalisten verstehen sich oft nicht und reden aneinander vorbei. Schreiber aus beiden Gruppen, denen es um Inhalt geht, verstehen sich auf Anhieb.
  • Große Firmen, VerbĂ€nde haben ein internes Kontrollproblem bei der Entwicklung von Community Strukturen und iterativen Prozessen.
  • (Software) Entwicklung sollte agilen Prinzipien folgen. Der Prozess ist das Wichtige – NICHT das Produkt.
  • Semantische Hoffnungen sind mir auf der re:publica nicht wirklich begegnet (vermutlich zu abstrakt)
  • Der Weg zu allgemein verfĂŒgbaren Rohstoffen (Bilder, Videos, etc) fĂŒhrt ĂŒber APIs, die wiederum in die gĂ€ngigen Systeme (WordPress, Drupal, Joomla!) per Erweiterung eingebunden werden können
  • Websites werden immer konfigurierbarer. Die klassische Entwicklung von Software findet nur noch bei Startups, sehr großen Firmen oder eben als Contribution fĂŒr Open Source Projekte statt.
  • Mehr Ă€ltere Leute (wie ich) werden sich mit diesen Themen beschĂ€ftigen. Sie sind definitiv im Mainstream angekommen und UniversitĂ€ten, Stiftungen, europĂ€ische Projekte, etc forschen fröhlich drauflos.
  • Im deutschen Wahlkampf wird nach wie vor in Strukturen von Web 1.0 gedacht (Plakate, Flyer) und das Ganze wird unter dem Label 2.0 (Mitwirkung) verkauft.
  • Berlin ist arm (lt. Tagesspiegel 795.000 Hartz4 EmpfĂ€nger und 179.000 Kinder, die UnterstĂŒtzung erhalten)
  • Berlin ist billig/preiswert. Ein Glas Wein im Cafe Einstein 2 Euro. Es wird mittlerweile das Verb “dönern” benutzt (Döner essen).
  • Berlin ist schön (nicht sexy). Es ist das erste Mal seit langem, dass ich mich in der Stadt rundherum wohlgefĂŒhlt habe.