Ich räume meinen Kalender frei und werde Burgenblogger

Gestern morgen bin ich über diesen Tweet gestolpert

Gesucht wird 

ein Burgenblogger, der von einer Burg zwischen Bingen und Bacharach der Seele und dem Pulsschlag des Mittelrheintals nachspüren will und sechs Monate eintaucht in das Leben im Mittelrheintal – und darüber mit Herz und offenen Augen bloggt.  Wir suchen einen Menschen, der sich nicht über das Mittelrheintal erhebt, sondern sich auf diese Gegend einlässt – realistisch, aber auch mit einem Faible für die Thematik und einer Grundsympathie für die Mittelrheiner, die in dieser ebenso schönen wie strapazierten Region beheimatet sind.

Da antworte ich  spontan

Kalender ist frei geräumt, nun der Blogeintrag:

Mittelrheintal? Nie gehört.

Das Mittelrheintal ist seit 2002 Unesco-Welterbe.  Im State of Conservation wird der Ist-Zustand dieser Region beschrieben. Im Jahr 2013 beeinflussen Lärm, sowie zunehmendes Verkehrsaufkommen, ein Brückenprojekt über den Rhein und das Fehlen eines übergeordneten Plans für die nachhaltige Entwicklung der Gegend den Welterbe Status. Das  World Heritage Centre erwartet am 1. Februar 2015 einen aktualisierten Report.

Oha, da muss der Burgenblogger ja wirklich mal ran 🙂

8 Gründe warum ich der Burgenblogger bin

  1. Seit acht Jahren wohne ich in Fitou, Frankreich und bin selten in Deutschland. Ich kenne mich noch gut aus in der Deutschen Mentalität, bin aber lange genug weg um mit unverstelltem Blick über das Mittelrheintal schreiben zu können.
    366/264
    Blick über Fitou auf die Lagune von Leucate und das Mittelmeer

    Als Burgenblogger werde ich über die Vielfalt des  Mittelrheintals und seiner Menschen berichten.

  2. Vom Mittelrheintal habe ich  heute das erste Mal gehört und bin   neugierig auf mehr. Wie riecht es, wie schmeckt es, wie fühlt es sich an?
    Jan-Rotterdam
    Bild Hendryk SchäferCC-BY 2.0

    Der Nebel wird sich lichten, wenn ich erst Burgenblogger bin.

  3. Ich schreibe gern. In den letzten Jahren habe ich viele Computerbücher geschrieben, verkauft und auch kostenlos verteilt. Bisher sind über eine Million Exemplare heruntergeladen worden. Das mit dem Erklären komplexer Zusammenhänge in verschiedenen Sprachen funktioniert also. Seit den neunziger Jahren habe ich auch immer mal wieder gebloggt (Beispiel) aber meistens hinter den Kulissen für ganz grosse und ganz kleine Firmen die Content Management Systeme zusammengeschraubt.
    Foto Dries Buytaert  CC BY-NC-SA 3.0

    Als Burgenblogger werde ich endlich mal Zeit zum Bloggen haben.

  4. In den letzten Jahren habe ich mit meiner Traumfrau mehrere alte Haeuser im Bereich der Schlossruine von Fitou von Grund auf selbst restauriert. Ich habe mittlerweile einen sehr engen Bezug zur Geschichte dieses Ortes, zu dicken Mauern, Hanglagen, Wein, alten Baumaterialien und traditionellen Handwerkstechniken.
    On the roof
    Der Mensch im roten Overall bin ich, die Dame mit dem Kärcher an der Dachrinne ist meine Traumfrau. Das Haus unter uns ist mittlerweile fertig (22grandrue.com).

    Als Burgenblogger werde ich die Geschichten, Wünsche und Liebenswürdigkeiten der Mittelrheiner erkunden und beschreiben.

  5. Bevor ich nach Frankreich ging, war ich unter anderem bei MAN Sales Manager für den weltweiten Verkauf gebrauchter Omnibusse. Ich kenne mich daher im Bereich Verkehrsaufkommen, öffentlicher Nahverkehr und dessen Organisation und Finanzierung recht gut aus.
    MAN Bus

    Als Burgenblogger werden mir diese Erfahrungen im Umgang mit Menschen, Behörden und Unternehmen helfen.

  6. Seit vielen Jahren ist unsere Firma cocoate Initiator, Projekt-Manager und Projekt-Partner in zahlreichen multinationalen europäischen Projekten und ich bin meist in irgendeiner Form in darin involviert.
    Basics of communication workshop
    Developing a Communication Strategy (Principles of Communication)

    Als Burgenblogger wird es mir daher leicht fallen, mich zwischen den Kulturen im Mittelrheintal zu bewegen.

     

  7. Ich bin in der Welt herumgekommen, Deutschland ist jedoch bisher etwas zu kurz gekommen.
    366/149
    Joomla Fans in Shanghai, China

    Als Burgenblogger werde ich  einen Teil Deutschlands wieder neu entdecken 🙂

  8. Ich bin bekannt für pragmatische Lösungen komplexer Probleme. Es macht mir Spass, mich an den Schnittstellen zwischen verschiedenen Welten, Generationen und Interessen zu bewegen.
    About Hagen Graf
    About Hagen Graf

    Das Burgenblogger-Blog wird gut!

So, liebe Generaldirektion Kulturelles Erbe (GDKE, Hüterin aller Burgen am Mittelrhein),  Rhein-Zeitung Koblenz (das Leitmedium am Mittelrhein) und Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz (ein „Think Tank“ für die Zukunft von Regionen in Rheinland-Pfalz).

Schickt einfach den Schlüssel für die Burg und die Zugangsdaten für das Blog an

Hagen Graf
36 Rue du Pla
11510 Fitou
France

Und das meine ich ebenso ernst wie optimistisch 😉


 

 1. UPDATE

Damit alle in diesem Projekt den Überblick behalten,  habe ich Planet Burgenblogger gestartet.

2. UPDATE

Ich habe gerade gelernt, was eine Blogparade ist und nehme daran mit diesem Post teil 🙂

3. UPDATE
Einen Monat später: #Burgenblogger – mein Plan

4 thoughts on “Ich räume meinen Kalender frei und werde Burgenblogger”

  1. 12’000 EUR Brutto sind zwar weniger als EUR 69.415,52 Netto; wenn einem die Arbeit aber gefällt…? ja, dann hau mal rein xD^^lg

      1. Weil Blogger mit bis zu diesen Beritrag für ein halbes Jahr gelockt wurden (Sagen wir mal “80.000 Euro Job” damit du auch in Google was findest; 2.Seite). Krass wie billig sie einen mittlerweile abspeisen wollen. Nun hast du deine Agenda ja wieder frei^^lg

  2. Die E-Mail ist angekommen, ich habe gerade eine Antwort erhalten:

    Liebe Burgenblogger in spe,

    vielen Dank für die E-Mail und das Interesse am Burgenblogger-Projekt! Wir freuen uns und sind begeistert! Bereits jetzt ist eine dreistellige Zahl an Bewerbungen eingegangen, viele interessante Menschen haben sich zum Teil schon sehr viele Gedanken gemacht, wie sie an die Aufgabe herangehen würden, und es ragen im Netz erste Burgenblogs auf. Ganz herzliches Dankeschön!

    Wir lesen alle Bewerbungen mit viel Interesse, Freude und dem ein oder anderen Schmunzeln. Wir hoffen auf Verständnis, dass wir auf die Bewerbungen vorerst nicht individuell antworten. Nach Ende der Bewerbungsfrist am 14. September werdet Ihr in jedem Fall wieder von uns hören.

    Wir haben aber schon einige Fragen aus den bisherigen Bewerbungen zusammengetragen und beantworten Sie unter http://ku-rz.de/burgenfaq. Wenn Sie diesen Text oder den ursprünglichen Aufruf weiter im Auge behalten, werden Ihnen in nächster Zeit auch weitere Artikel zu dem Thema begegnen, die dann unter den bestehenden Texten hängen.

    Ganz liebe Grüße vom Mittelrhein,

    Ihr Burgenblogger-Team der Rhein-Zeitung, der GDKE und der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz

Leave a Reply