Genfer Autosalon 2016

Ferrari

Ich war das erste Mal auf einer Automobilaustellung.

Ich war beeindruckt!

Die Location ist einfach klasse. Man befindet sich in einem riesigen Raum in dem Autos stehen. In Wirklichkeit sind es wohl drei miteinander verbundene Hallen, aber der Effekt ist schon gut. Die Stände dürfen nicht höher als 1,40m sein! Das ist eine tolle Idee, denn trotz des grossen Andrangs wirkt alles sehr übersichtlich.

Geneva Motor Show

Nun sind Autos in den letzten 25 Jahren nicht so mein Thema gewesen, aber als Jugendlicher las ich regelmässig die Zeitung “Auto Motor Sport”. Ich bin in der Nähe von Wolfsburg geboren und war im Kindesalter der festen Meinung, dass das Wort Auto gleichwertig mit dem Wort Volkswagen ist. Nach der Lektüre der Autozeitungen wurde mir klar, dass es auch andere Autohersteller gibt. Mein erstes Auto war dann auch konsequenterweise ein Citroen 2CV, mein letztes, nach Auto Fan Kriterien, gekauftes Auto, ein 7er BMW. Ich habe also durchaus Erfahrung, wie man vor 25 Jahren Autos gebaut hat.

Vor etwa 20 Jahren wurde auch das Internet populär und ich fand Autos nicht mehr so wichtig (auch teure, schicke Autos stehen im Stau).

Nun schleicht sich das Internet aber doch so langsam in die Autoindustrie ein, sagen die Medien, und ich wollte mal schauen, wie so der Stand der Dinge ist. So eine Messe hat ja viele Gesichter.

Klischee bestätigt – Es ist ein Männerding

Harte, vom Leben gezeichnete Verkäufer mit krassen Telefonen …

Sales person

…. verkaufen krasse Autos ….

Fab design

… und beschäftigen junge, leicht bekleidete Hostessen.

PirelliDie Hersteller sind stolz auf die komplexe Technik. Es gibt viele Schnittmodelle. Ich mag diese Art der Darstellung und lerne eine Menge über viele und vor allem komplizierte Bauteile. Ich finde das auch nicht beruhigend, sondern eher erschreckend wie komplex Auto mittlerweile geworden sind. Das die überhaupt noch fahren erstaunt mich am meisten. Bei meinem BMW war Anfang der neunziger Jahre oft die Batterie alle, wenn er ein paar Tage stand.

SchnittmodellDie Kunden sind irgendwie mitgealtert, aber sie werden auch auf die Zukunft vorbereitet #inspiring #new #different #edgy

VisitorAudi versteht offenbar gar nicht die unfreiwillige Komik ihrer #untaggable Aktion …

Untaggable… und stolze Väter fotografieren ihren Nachwuchs vor teuren Autos.

Vater, Kind & Porsche

Wo ist denn nun das Internet?

Elektroautos sind da, spielen aber irgendwie keine wirkliche Rolle. Der Stand von Tesla ist überlagert (was aber eher an der Vorführung der Flügeltüren des Model X liegt).

Am Nissan Stand lädt das Handy eines Austellers …

Electrify the world

Die Hersteller versuchen die neue Technik auf unterschiedliche Arten darzustellen.

… mit 3D Brillen und einem tragisch blickenden Dummy

Virtual Test Drive

… mit Simulatoren (Volvo)

Simulator

… mit selbstfahrenden Autos aus denen schöne Frauen winken

Self driving car

… mit Drohnen-Landeplatz im Kofferraum. Die Drohne kann dann eine Rose über der Dame (oder dem Herrn) des Herzen abwerfen.

Trunk with drone

Und nun?

Es war ein schöner Ausflug. Ein wenig, wie eine Reise in das Dorf in dem ich aufgewachsen bin. Auf der einen Seite vertraut, auf der anderen sehr fern.

Ich werde in 20 Jahren wieder hingehen und sehen, was passiert ist.

Mein persönlicher Favorit ist dieses Auto, ein Morgan 4/4. Es wird seit 1936 in dieser Form gebaut.

Morgan 4/4

Und so wird dieses Fahrzeug gebaut

Auf der Landstrasse von Fitou nach Genf

Ich bin heute auf der Landstrasse von Fitou nach Genf gefahren und habe Podcasts dabei gehoert. Ich bin kurz vor 6:00 Uhr los und so gegen 19:00 Uhr angekommen. Dazwischen habe ich immer mal angehalten.

Auf der Landstrasse darf man 90 km/h fahren und passiert unendlich viele kleine Doerfer.

reise

Ich habe jetzt 1000 Bilder im Kopf, sitze im Bett und ordne Gedanken.

Hier sind die drei Bilder, die mich heute am meisten beeindruckt haben.

Hinter Montpellier auf dem Weg nach Nimes waren sehr viele Flamingos, Reiher und andere Voegel.
Und dann war da dieser Baum. Erst war er fast leer, nur der graue Vogel in der Mitte sass drauf. Und dann kamen so nach und nach die Anderen 🙂

Birds

Dann ging es weiter durch endlose Reihen von Olivenbaeumen

Olive trees

So hinter Nimes aendert sich dann langsam das Licht und die Landschaft (Es wird meistens grau und regnerisch 🙁 ). So auch heute. Bis kurz vor Genf war es bewoelkt und diesig.

Nur einmal kam richtig die Sonne raus und da sah ich dann dieses Atomkraftwerk (Cruas Meysse Wikipedia). Es verschmolz irgendwie mit dem Himmel.

Nuclear Power Plant - Cruas Meysse

 

 

Sonne, Wind und viele Akkus

Am letzten Montag sollte meine Drone geliefert werden. An dem Tag gab es in unserer Gegend Windböen mit Geschwindigkeiten von bis 140 km/h. In Andorra waren es 190 km/h. Ausser Bäumen, Dachziegeln und Werbeschildern wurden auch mehrere LKW “umgepustet”.
Hier liegt einer auf der Autobahn, die an Fitou vorbeiführt.
Wind

Also denkbar schlechte Voraussetzungen zum Fliegen.

Am Dienstag war es dann endlich soweit. Die Drone wurde geliefert in zwei riesigen Kartons. Einer für den “Skycontroller” und einer für die Drone.

Nach dem Auspacken musste ich erstmal alle Akkus laden.
Die Drone benötigt einen Akku und der Skycontroller auch. Vier Akkus werden mitgeliefert.
Das Laden dauert pro Akku so eine halbe Stunde. Als alle Akkus voll waren, war es dunkel (und immer noch windig).

Also beschloss ich es mal Im Haus auszuprobieren.
Erste Lektion: Fliegen ist gar nicht so einfach. Weil ich nicht mit Skycontroller und vollem Programm fliege wollte, probierte ich es mal mit dem Telefon. Nach Installation eines Updates auf der Drone klappte das dann auch.
Die Drone flog, steuerte auf mich zu und irgendwie sind wir dann zu dritt (Droni, Telefon und ich), ohne Schaden zu nehmen, zu Boden gegangen. Sie hat sogar ein Foto gemacht 🙂
Nix wurde zerstört und die Liebste kriegte sich vor Lachen kaum ein.
Was für ein Start!

Die nächsten Tage war an Fliegen nicht zu denken, denn der Wind pustete nach wie vor kräftig. Also habe ich in der Küche geübt 🙂

Drone Pilot

Am Samstag war es dann soweit! Der Wind war nicht ganz so stark und ich konnte sie zum ersten Mal draussen fliegen lassen.

Sie bleibt etwas mehr als 8 Minuten in der Luft und braucht dann einen neuen Akku. Der Skycontroller hält länger durch. Ich konnte also die drei vollen Akkus zum Fliegen nehmen. Durch den Wind und meine Unerfahrenheit war es echt nicht einfach, hat aber Spass gemacht.

Der Wetterbericht für die nächste Woche enthält irgendwie auch nur Wind, also bleibe ich mal notgedrungen am Boden und schaue mir die Technik an.

Die Drone hat als Betriebssystem ein Android und kann 8GB Daten speichern. Man kann die aufgenommenen Videos und Fotos per USB Kabel auf den PC laden (oder per App aufs Telefon).

Nach 10 Minuten herumfliegen hatte ich dann locker 2,5 GigaByte Daten und musste erstmal einen Plan machen, was ich denn nun damit mache.

CocoDrone – The Beginning

Zunächst stand ich vor der entscheidenden Frage, wie ich denn das Verzeichnis nenne, in das ich die Filme auf dem PC kopiere und “Droni” braucht ja auch so grundsätzlich einen Namen. Ich beschloss sie “CocoDrone” zu nennen, weil Mischung aus Cocoate und Drone (… ich war neu im Geschäft und es musste schnell gehen. Bessere Vorschläge bitte als Kommentar posten 🙂 …).

Der Name war ja noch einfach, aber wie mache ich einen Film?

Glücklicherweise fand ich iMovie auf meinem Rechner und so war es dann doch recht einfach möglich, einen Trailer aus dem Material zu erstellen. Das rohe Material nennt man übrigens Footage. Mit “recht einfach” sind allerdings durchaus ein paar Stunden gemeint. Ich habe hatte so überhaupt keine Ahnung von Videos (und vom Fliegen).

Und gespeichert werden muss es ja auch irgendwo … mal sehen, wie ich das organisiere.

Hier mal das erste Ergebnis!

First Flights - cocodrone