Ich finde, das ist eine gute Lösung, die ihr da gefunden habt. Ich würde auch niemanden verwehren wollen, auf eine Beerdigung zu gehen…
Und ja – dieses politische Konstrukt bei uns war schon nicht einfach. Ich komme ja auch aus diesem System, habe aber das Glück, dass ich es nur als Kind “erlebt” habe – da sind die Prioritäten ja noch anders gesetzt. Aber als Erwachsener begreift man dann schon, dass die eigenen Eltern ein Problem hatten (die waren kirchlich recht engagiert – entsprechend gab es “Überwachung”, mein Vater durfte nicht mehr alles unterrichten, wurde quasi als Lehrer “strafversetzt”) – wobei innerhalb unserer (kleinen) Familie zum Glück nix in diese Richtung lief. Aber da ist schon viel zerstört wurden in anderen Familien. ich glaube, man kann sowas nur im Ansatz nachvollziehen – wenn man es nicht selber erlebt hat. Und irgendwie ist es ja auch grotesk gewesen, was die alles überwacht haben :-/. Naja – zum Glück vorbei, wobei ich mich manchmal frage, was jetzt so alles überwacht wird…
Ach ja – nur am Rande: Ich war 89 auf dem Kirchentag in Leipzig zu einem Konzert in einer alten Kohlengrube. Das war damals ein super Zusammenhalt und eine geile Stimmung (Aufbruch) und ZUM GLÜCK friedlich – oben am Rande der Gruppe standen die Kampfgruppen schwer bewaffnet – einmal komplett eingekreist. Wir fanden das damals weder bedrohlich, noch gefährlich – wenn ich da heute zurück denke, läuft mir eine Gänsehaut über den Rücken (wenn ich dran denke, dass meine Kinder an meiner Stelle wären) – aber mit 19 überreißt man das nicht…

Alles Gute für euch die nächste Zeit, viel Kraft – besonders für Christine. Kommt gut wieder heim nach Fitou – dort wartet das Meer zum “auftanken”