Positives Denken

Letzte Woche hatte ich ja versprochen etwas über positives Denken zu schreiben, da die letzten Blogeinträge doch eher negative Themen hatten.

Ein kurzer Blick in die Wikipedia zum Thema “Positives Denken” sagt mir

Die Methode „Positives Denken“ zielt im Kern darauf ab, dass der Anwender durch konstante positive Beeinflussung seines bewussten Denkens in seinen Gedanken eine dauerhaft konstruktive und optimistische Grundhaltung erreicht und infolgedessen eine höhere Zufriedenheit und Lebensqualität erzielt  (Wikipedia).

Hm, mir war gar nicht klar, das es sich bei “Positivem Denken” um eine Methode handelt. Also etwas, das ich bewusst tue, um eine höhere Lebensqualität zu erreichen.
Nein, so meine ich das nicht und darum geht es mir auch gar nicht. Um mal auf die Sahne zu hauen: Ich bin sowas von konstruktiv und grundsätzlich optimistisch, das ich da so überhaupt keine Probleme habe.

Was mich eher umtreibt, ist der Weg, wie ich mich entwickle und wie sich meine Umwelt entwickelt (oder gerade eben nicht entwickelt).

Beispiel Frankreich: Die Nummer mit Macron und Le Pen war schon aufregend. Ich meine, ich lebe hier und will natürlich nicht, dass so eine rassistische Frau wie Le Pen mit echt schrägen Ansichten Präsidentin wird. Hat ja nun auch nicht geklappt (was gut ist). Nun haben wir den Macron. Der Mann ist jung, nicht doof und hat es geschafft in kurzer Zeit eine Bewegung (En Marche !) zu gründen und die Präsidentschaftswahlen zu gewinnen. Es fällt mir als Deutschem schwer, das richtig einzuordnen, aber es war doch ein mittleres Erdbeben in diesem Land dass so “ein junger Hüpfer” wie Macron nun Präsident wird. Ich wünsche ihm von ganzem Herzen viel Erfolg und stelle mir ganz positiv vor wie Frankreich und Deutschland besser zusammen arbeiten. Frankreich hat das mit dem Leben leben besser drauf, Deutschland mit dem Arbeiten. Die beiden passen gut zusammen und haben genug Schwungmasse um die EU zu verändern.

Und Veränderung ist wichtig. Wenn man sich nicht verändert, bleibt man irgendwo stehen. Ich kenne viele Menschen, die für sich beschlossen haben, stehen zu bleiben. Die haben dann im Jahr 1984, 1994 oder 1998 oder 2002, oder wann auch immer, gesagt. So, jetzt ist es gut, so bleibe ich, ich werde mich nicht mehr ändern und jetzt muss auch nichts Neues mehr erfunden werden.

Ich finde, ich verändere mich dauernd … also nicht so grundlegend … ich bleibe ja konstruktiv und optimistisch 🙂 Aber ich lerne doch täglich dazu und natürlich ändert das auch mein Verhalten.

Wenn ich die beiden We lost the War Talks sehe, werde ich sauer. Ich könnte schreien und Steine werfen … aber wohin? Und helfen würde das auch nicht. Viel wichtiger ist, dass ich dabei etwas lerne, nachdenke, nachlese, mit anderen darüber diskutiere und mein Verhalten und meine Sicht auf die Dinge verändere. In diesem Fall ganz konkret: Meine eigenen Illusionen von einer schönen Welt mit Internet und Open Source Software etwas mehr an der Realität ausrichte.

Das mag sich negativ anhören, ist aber nicht negativ gemeint. Es ist eher mein Weg mir darüber klar zu werden, dass sich meine Umgebung verändert und ich mich auch verändern muss, wenn ich nicht stehen bleiben will.

Als ich das erste Mal mit Alexa gespielt hatte, fand ich das total super. Nachdem mir langsam klar wurde, was da dranhängt, habe ich eine andere Meinung. Das gleiche gilt für Künstliche Intelligenz, Augmented Reality, Roboter, Drohnen, selbst fahrende Autos und all die Themen, die immer im Gartner Hype Cycle stehen (hier die 2016er Variante).

Emerging Technologie 2016
Emerging Technologie 2016

Natürlich ist das alles irgendwie interessant (ich sage nur … “Smart Dust”). Aber es ist echt schwer (wenn nicht unmöglich) mit technischen Entwicklungen die Welt zu einem besserem Platz zu machen. Natürlich kann/könnte ich (und du) mit all diesen Themen viel Geld verdienen und Aufmerksamkeit auf sich ziehen – aber will ich das? Macht mich das froh? Um das heraus zu bekommen, muss ich zumindest grob verstehen, worum es überhaupt geht. Dann kann ich mir auch eine Meinung darüber bilden.

Mir fällt auf, dass es vielen Menschen schwer fällt über solche (und andere) Themen zu diskutieren im Sinne von “Argumente austauschen” und eventuell sogar zu einer Verhaltensänderung zu kommen. Ich bin da sicherlich auch oft ein mühseliger Partner.

Das nächste Thema das mich gerade umtreibt ist: Soll ich nun ein paar Ether kaufen oder nicht? Taugt das was? Ist das eine gute Idee?
Alter, um diese Fragen ernsthaft beantworten zu können, brauchst du zwei Wochen Zeit zum Recherchieren und Ausprobieren (Die ich natürlich nicht habe … was mich ärgert). Du brauchst diese Zeit aber, um nicht nur oberflächlichen Mist zu erzählen und es ist natürlich auch möglich, dass du nach dieser Zeit erkennst … hmm, nee, Ether ist jetzt auch nicht die Lösung … Also beim Ether weiss ich es noch nicht. Falls ihr Tips habt, immer her damit.

Was ich damit sagen will: Es ist so wichtig, neue Dinge zu untersuchen und sich eine Meinung darüber bilden. Und wenn es mal nicht zur geistigen Erleuchtung kommt, ist es auch nicht schlimm.

Die letzten zwanzig Jahre versuche ich durch meine Arbeit Leute dazu zu bringen ihr Verhalten zu ihrem (und natürlich auch meinem) Vorteil zu verändern.
Ich bin da konstruktiv und optimistisch dass ich das auch in den nächsten 20 Jahren noch schaffe 🙂

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4 Replies to “Positives Denken”

  1. I think the best and most productive way to get involved is to build or reimagine things with blockchain technology. The technology itself, or the cryptocurrency, is not worth much if you do something with it.

    One thing I’ve been thinking about is to reimagine the Iron Blogger organization as a Smart Contract written in the Solidity programming language, on the Ethereum blockchain. The organization could be more decentralized without a single owner in the middle that controls the domain name, the PayPal account etc. I certainly love how Iron Blogger works today, but it’s a good example of something that could be enhanced with the help of the blockchain 🙂

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