BarCamp Stuttgart #BCS11

Am Wochenende wollte ich eigentlich ausruhen und ein paar Dinge “in Ruhe” machen. Aber wie so oft hat das nicht geklappt. Ich hatte noch einen wichtigen Termin um 11 Uhr (demnächst mehr im Blog) in der Nähe von Stuttgart. Da ich dummerweise am Freitag in Ratingen war, musste ich morgens um 5 losfahren. Naja, ich wo ich schon mal in der nähe war, könnte ich ja auch zum BarCamp gehen … Gesagt, getan.

Dummerweise hatte ich kein Ticket aber sowas löst sich in BarCamp Kreisen immer schnell.

Am Samstag um 14 Uhr war ich da und sah zugegebenermaßen ein wenig “verwohnt” aus.

Da ich so spät kam, hatte ich natürlich die Vorstellungsrunde und die Sessionplanung verpasst.

Mastodon

Immer wenn Twitter irgendwelche Dummheiten macht, suchen die Benutzer von Twitter nach alternativen Lösungen. Mastodon gibt es schon etwas länger, ich habe mal im Novatrend Blog darüber geschrieben (Dezentrale Mastodonten). Mittlerweile ist die Software besser geworden und Bianca stellte Mastodon sehr gut vor.

Da ich das eigentlich alles schon wusste, legte ich mir in der Zeit bei mastodon.social einen User an und installierte mir Amarok und Tootdon auf dem iPhone/iPad. Mein Handle ist @hagengraf@mastodon.social. Folgt mir 🙂

https://mastodon.social/@hagengraf
https://mastodon.social/@hagengraf

Wenn ich doch nur mehr Zeit hätte mir Zeit nehme, würde ich gern eine eigene Mastodon Instanz aufsetzen und pflegen … es ist ein gutes Projekt. Bianca (@bkastl@mastodon.social) zeigte mir noch, wie man Twitter und Mastodon synchronisiert.
Hier noch drei Tips von ihr:

  1. Guter Startpunkt: joinmastodon.org
  2. Möglichkeit, in verschiedene Instanzen zu gucken: unmung.com/mastoview
  3. Möglichkeit, Twitter und Mastodon zu synchronisieren: moa.party

BarCamps in Unternehmen

Ich hatte schon überlegt, dass BarCamps in Unternehmen sicherlich super seien und wollte das mal ein paar Menschen, die ich in Unternehmen kenne, vorschlagen. Daher war die Session von Thomas Christinck (@_teecee) ganz interessant für mich.

Der Stargast war übrigens Jan Theofel. Sein Job ist genau das! Er macht Barcamps in Unternehmen. Ausserdem hat er (und ein paar Andere, denen natürlich auch die Ehre gebührt) das BarCamp hier in Stuttgart organisiert.

Ein paar Brocken, die ich mir gemerkt haben:

  • Bei einem BarCamp finden mindestens so viel Sessions wie Räume statt.
  • Es lohnt sich ab 20-40 Teilnehmer
  • die Offenheit, die bei so einer Veranstaltung entsteht kann eine Firma sehr positiv verändern (beispielsweise deren Fehlerkultur)
  • Ein BarCamp darf keine Alibiveranstaltung sein.
  • Die Parallelität von Sessions ist wichtig
  • Keine Themen dürfen abgelehnt werden
  • Wenn so ein BarCamp innerhalb der Firma stattfindet sind Büros der Geschäftsführung natürlich auch “Räume” in denen Sessions stattfinden können. Wenn es aber irgendwie geht, sollte das BarCamp nicht am Firmenstandort stattfinden (besseres mindset)
  • “Wenn die Leute verstehen, das es um sie geht, kriegst du sie alle” 🙂
  • Die normale Dauer ist 8 Stunden (evtl. mehrtägig)
  • Ein Unternehmen braucht etwa 4 Monate Vorlauf

Anzahl der empfohlenen Räume

  • 20-40 Teilnehmer – 3 Räume
  • 40-60 Teilnehmer – 4 Räume
  • 60-80 Teilnehmer – 5 Räume
  • 80-100 Teilnehmer – 6 Räume
  • 100-150 Teilnehmer – 8 Räume

Jan hat mal ein BarCamp bei der Lufthansa gemacht. die haben etwas 130000 Angestellte. Wenn man mal darüber nachdenkt, sind das echt eine Menge Leute. Ich habe mir zwei Sachen dieser Story gemerkt:

  1. Die Veranstalter befürchteten, dass nur wenigeTeilnehmer Sessions halten würden und fragten vorher dezent per E-Mail bei den Leuten nach, unter dem Vorwand, die Räume besser planen zu können. Als das BarCamp dann schliesslich begann, waren 200 Leuten dabei. Von diesen 200 standen 70 auf und wollten eine Session halten. Der Tag wurde gut 🙂
  2. Man sollte den transparenten und demokratischen Prozess des Zettel schreibens und ans Board pinnen niemals automatisieren oder durch ein Software Tool ersetzen. Es ist wichtig für den Einzelnen das zu erleben.

https://www.theofel.com/files/downloads/10-Regeln-fuer-Barcamps.pdf

Session: Wie finde ich ein WordPress Theme?

Als Divi, PressRoom und anderweitig Geschädigter war diese Session von Barbara Hoisl und Hartmut Amelung Balsam für meine geschundene Seele.

Ich habe mit religiöser Inbrunst versucht, den Menschen zu vermitteln, dass sie doch den WordPress Core nutzen, CSS lernen, die Core Themes nutzen (mit Child Theme) sollten und das der Gutenberg Editor vielleicht ein toller Layoutbuilder werden wird.

Sinnvolle Links:

Dann gab es Abendessen und viele nette Gespräche

Die Nibelungenstory von Tara

Tara wollte anonym bleiben und hat keinen Twitter Account (sehr mysteriöse Story). Sie erstellte mit uns eine Art Landkarte durch die handelnden Personen und Orte in der Nibelungen Sage. Ich heisse ja Hagen und habe diese Story nie so richtig ernst genommen, weil ich immer der Böse in dem Stück bin und das fand ich doof. Ich habe keine Ahnung, warum meine Eltern so einen fiesen Kerl als Namensgeber für mich ausgesucht haben.

Die Story ist aber zugegebenermassen der Hammer und ich finde sie sollte mal verfilmt werden.

Camping

Irgendwo musste ich ja übernachten und so baute ich mein Zelt auf dem Campingplatz Stuttgart auf. Der ist direkt hinter dem Platz mit den Jahrmarkts Attraktionen (Wasen). Als ich dort ankam, grillten ein paar Polen und Rumänen, die in den Fahrgeschäften beschäftigt sind Bratwürste und luden mich zum Essen ein. Satt und ein wenig betrunken schlief ich erstmal aus.

Tag 2

Der zweite BarCamp wird “Qualitätssonntag” genannt, weil die Menschen, die sich sowas am Sonntag antun irgendwie schon “hardcore” sein müssen 🙂 Daraufhin beschloss ich auch eine Session zu halten. Nach einem wirklich guten Frühstück ging es zur Sessionplanung.

New Work Karten

Jakob Chromy von der Firma Quäntchen und Glück stellte die New Work Quartettkarten vor, die sie im Rahmen ihrer Arbeit entwickelt haben. Ich will es mal kurz machen:

Die Digitalisierung rüttelt in Organisationen an altbewährten Strukturen. Was manche begrüßen, klingt für andere wie der große Horror. Die Mischung ergibt Ihre Unternehmenskultur. Wir helfen Ihnen, Ihre Mischung zu verstehen und in Ihrem Unternehmen ein innovationsfreundliches Klima zu schaffen. Manche nennen es New Work, wir nennen es Erfahrung.

GEHET HIN ZU DIESER FIRMA UND ÜBERHÄUFT SIE MIT AUFTRÄGEN – SIE GEHÖREN ZU DEN GUTEN!

Brexit

Michael Schommer, Marc-Oliver Schaake  und Andreas Lohrum erzählten die interessante Story wie es zum Brexit kam und was das wohl alles bedeuten wird für die Zukunft. War gut und es kamen immer mehr Zuhörer!

Meer vom Leben

Ich erzählte über Fitou, das Meer, die Lagune, die Austern, die Flamingos, den Strand und wie wir ein Haus renovierten. Inwiefern sich sowas lohnt und tausend andere Sachen …

5% Erlöse! …pro Monat!

Bereits in Zürich gab es ja die Kryptoecke und auch auf der Drupal Europe gab es so etwas aber hier in Stuttgart waren die richtigen Pull, Call, Short und Balancing Strategen. Ich bin wirklich immer ernsthaft fasziniert. Ich muss jetzt vermutlich dazu sagen, dass das keine Finanzberatung ist und das ich all dem auch eher distanziert gegenüberstehe aber wenn ihr eine Vorstellung bekommen wollt, worum es in der Session ging, hier ein paar Links

Und eine Buchempfehlung Warren Buffet – Das Leben ist wie ein Schneeball (kein Affiliate Link).

Und dann kam noch Erik!

Unter dem Hashtag #bcs11 und #yourstory fotografierte er Leute – Gute Idee! Hier sind sie alle: https://twitter.com/search?q=%23bcs11%20%23yourstory&src=typd

Und schwups, war der Tag wieder vorbei.

Nach viel Stau auf 400 Autobahnkilometern lag ich dann Sonntag abend gegen 23:30 in meinem Bettchen und schlief glücklich und fertig ein …

Die nächsten BarCamps findet ihr auf der Barcamp Liste

Geht da mal hin! Es lohnt sich!

Mehr lesen über das BarCamp Stuttgart:


SPONSOREN

Diese Menschen/Firmen/Entitäten haben das Barcamp ermöglicht.
Ohne Sponsoren gäbe es kein Barcamp Stuttgart – Danke dafür!

https://www.barcamp-stuttgart.de/sponsoren/danken.html

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