Um mich herum gibt es immer mehr Vegetarier und Veganer. Im Bekanntenkreis und in der Familie, Vorläufiger Höhepunkt war im Vorfeld meines Klassentreffens im August eine ideologisch geführte Diskussion, die zu Absagen und Auseinandersetzungen führte. Ich halte diese Entwicklung weg vom Fleisch für richtig, gerade in Bezug auf die Industrialisierung der Fleischproduktion. Nichtsdestotrotz mag ich manchmal gern Fleisch essen. Da mir nicht so recht klar war, wieviel Fleisch ich überhaupt esse, führten wir (die Liebste und ich), einen “Zettel” und haben von Januar 2019 – August 2019 aufgeschrieben, wieviel Fleisch wir so essen.

Fleischkonsum – Zwei Personen Haushalt

So prinzipiell essen wir Mortadella, Salami, Ente, Foie Gras und Schinken in der Pasta. Bereits im Januar ist etwas Interessantes passiert. Wir sind zweimal zum Essen eingeladen worden und es gab zweinmal ein Fleischgericht. Einmal haben wir im Januar von einem Nachbarn 930 Gramm Fleisch geschenkt bekommen. Lebensmittel verschenken passiert hier durchaus öfter, weil manche Nachbarn nur ihren Zweitwohnsitz hier haben und dann bei der Abreise feststellen, dass sie zuviel eingekauft haben. Die Werte sind ziemlich stabil über die Monate.

  • Januar – 2328 gr / 2 = 1164 gr
  • Februar – 2900 gr / 2 = 1450 gr
  • März – 2460 gr / 2 = 1230 gr
  • April – 2216 gr / 2 = 1108 gr
  • Mai – 2100 gr /2 = 1050 gr
  • Juni, Juli, August haben wir nicht mehr alles aufgeschrieben, der Verbrauch war aber etwa gleich, so zweieinhalb Kilogram

Aufs Jahr hochgerechnet, kommt jeder von uns auf 14,4 kg Fleisch. Wir achten darauf, dass das Fleisch aus lokaler Produktion kommt und wenn möglich “Bio” ist. Vermutlich esse ich etwas mehr als die Liebste, also ich so eher 16 kg und sie vermutlich eher 12 kg.

In der Wikipedia ist der durchschnittliche Fleischkonsum pro Land, Person und Jahr dokumentiert (https://de.wikipedia.org/wiki/Fleischkonsum).

  • USA (2003):  123 kg
  • Deutschland (2013): 87,3 kg
  • Japan: 59 kg
  • Schweiz (2013): 50,98 kg

Weltweit stieg der Fleischverbrauch zwischen 1961 und 2009 von 23 kg auf 42 kg pro Kopf und Jahr.

Parallel dazu gibt ja nun auch Kunstfleisch, dass vielleicht eine Reduzierung der konventionellen Fleischproduktion bedeuten kann. Hier ein schöner Vortrag zum Thema. 20 Minuten, die sich lohnen.

Ich beobachte das also mal weiter und fühle mich noch ok bei den Fleischmengen, die ich esse.

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