Ich war beim Cloudfest

Einmal im Jahr gibt es eine Veranstaltung im Europapark Rust, die wirklich bemerkenswert ist – das Cloudfest. Bemerkenswert insofern, da sich die dort vertretenen Firmen erfreulich “normal” präsentieren und die Stimmung meiner Wahrnehmung nach gut ist. Nun weiss ich natürlich, dass das Wort “normal” für jeden eine andere Bedeutung hat. Ich empfinde beispielsweise die Besucher des Chaos Communications Congress ebenfalls als normal. Verglichen mit dem Congress ist das Cloudfest natürlich irgendwie das Gegenteil. Alles, aber auch wirklich alles auf dieser Veranstaltung hat mit Geld verdienen, Wachstum, Status, Konkurrenz und der Erfindung neuer Geschäftsmodelle zu tun. Das Charmante dabei ist, dass nicht Amazon, Google, Microsoft, SAP und Oracle dort vertreten sind, sondern eher kleinere, bzw. unbekanntere Unternehmen. Das hat ein wenig mit der Geschichte der Veranstaltung zu tun, die ursprünglich World Hosting Days hiess und ein Treffen von Akteuren der Hostingbranche war, also Server, Kabel, Betriebssysteme, Festplatten, Netze, Schränke und alles, was das Hosting Herz so begehrt.

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Warum benutzt du Instagram?

Warum benutzt du Instagram? Zwei Leute, die ich persönlich kenne, haben angekündigt Instagram zu verlassen. Mit einem der beiden habe ich kurz über das Thema in WhatsApp (!) gechattet. Ich schlug als Alternative zu Instagram Pixelfed vor. Die Antwort beschäftigt mich nun seit ein paar Tagen.

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tadaa … fimidi.com läuft auf Mastodon 2.7

Heute gab es ein Upgrade bei Mastodon, von 2.6.5 auf 2.7. Nachdem die Installation vor ein paar Wochen sehr gut verlief, dachte ich mir. Google mal nach Upgrade Mastodon und mach’ das eben. Das war vor ein paar Stunden :) Die ganze Umgebung war ja im Dezember 2018 eher #neuland für mich und so startete ich erstmal todesmutig bei dem Upgrading Link in der Mastodon Dokumentation https://docs.joinmastodon.org/administration/upgrading/ .

Hinweis: Das ist keine Upgrade Anleitung sondern eine Art Erlebnisbericht. Ich verwende Ubuntu 18.04 (kein Docker).

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Sicheres Anmelden auf einer Website

Ich habe einen Blog Post über Zwei-Faktor-Authentisierung geschrieben und halte die Empfehlungen dort auch für richtig und sinnvoll. Das Thema hat mich doch auch nachdenklich gemacht.

Zwei-Faktor-Authentisierung ist das Prinzip wie bei einer Bankkarte UND einer PIN. Falls die Bankkarte gestohlen wird, kann der Dieb kein Geld abholen, weil er die PIN nicht kennt. Deswegen sollte die PIN auch nicht auf einem Zettel in der Geldbörse liegen. Für Überweisungen gibt für diesen Fall TANs, die bei jeder Überweisung hinzugefügt werden müssen. Das sind zunächst mal gute Ideen, weil sie es wirklich komplizierter machen, Bankkonten abzuräumen. Wenn man das in die digitale Welt übersetzt, verändern sich aber die Parameter ein wenig.

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Aufräumen: Ich habe Jetpack deinstalliert

Anfang des Jahres räume ich immer auf :) Diesmal auch im Blog. Seit ein paar Jahren benutze ich für mein Blog WordPress. Vorher war es Drupal und davor Joomla. Beim Umstieg auf WordPress habe ich alle möglichen Plugins ausprobiert, unter anderm auch JetPack. Jetpack ist ein Plugin, das von der Firma Automattic angeboten wird, die wordpress.com betreibt. Bei WordPress gibt es ja diese Verbindung zwischen .org und .com über Automattic und den Gründer Matt. So prinzipiell ist das Verhältnis wordpress.org vs. Automattic/Matt für mich ok.

Das JetPack Plugin ist ein ziemliches Sammelsurium von Funktionen. Es stattet selbstgehostete WordPress Blogs mit schicken Features, die es sonst nur auf wordpress.com gibt, aus. Das Plugin erinnert mich ein wenig an iTunes bei Apple. Im Guten (viele nützliche Funktionen) wie im Schlechten (Bloat Ware, langsam). Also habe ich mich mal hingesetzt und überlegt, ob ich das Plugin überhaupt brauche. Es macht die Website langsamer und grösser und ausserdem gehen mir da zu viele Daten Richtung Automattic.

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Eine Woche im Fediverse

Letzte Woche habe ich einen Mastodon Server aufgesetzt und ganz glücklich darüber gebloggt. Am Anfang verschickte er keine E-Mails, den Fehler konnte ich allerdings beheben. Mittlerweile bin ich völlig fasziniert und nutze jede freie Minute um das Fediverse zu erkunden. Hier ein paare Eindrücke und Erlebnisse von den ersten Tagen.

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fimidi.com Mastodon Server

Ich betreibe seit ein paar Tagen einen Mastodon Server unter https://fimidi.com. Ich habe lange überlegt, ob ich das mache, weil es Zeitaufwand ist und ich dann irgendetwas anderes entfallen lassen sollte muss.

Ende des Jahres werde ich die Iron Blogger Site ibcoco.net abschalten und so hatte ich meine eigene Rechtfertigung, dass das schon ok ist. Die Sache ist auch interessant für mich, weil ich bisher eher wenig Erfahrung mit der Kombination Ruby, Redis, Postgres, NodeJS, NginX und dem ActivityPub Protokoll habe.

Ursprünglich war ich am Überlegen, ob ich den Server für Novatrend, für die ich auch wöchentlich einen Blogpost schreibe, einrichten sollte, so gewissermassen als Service … dann dachte ich aber,

bevor ich das produktiv anbiete, sollte ich vielleicht ein paar Monate probieren und Erfahrungen sammeln

Novatrend stellt mir dafür dankenswerterweise einen Root Server zur Verfügung – Danke dafür!

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Vertrauen

Ja, ja, die Sache mit dem Vertrauen.

Ich frage mich in letzter Zeit zunehmend, warum ich so wenig Vertrauen in all diese abstrakten, arbeitsteiligen, hinoptimierten Vorgänge, mit denen ich so zu tun habe, habe.

Luhman sagt, Vertrauen sei ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität. Also je komplexer die soziale Umwelt ist, desto mehr müsse man quasi vertrauen. Klingt logisch.

Und dann arbeite ich wieder mit Software und deren durchaus auch sozialen Folgen und bin ernüchtert. Hier eine Illustration, was ich meine (“wear gloves” trifft es wirklich gut ;)).

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War Remnants Museum – Ho Chi-Minh-City

Ich war heute im Kriegsmuseum in Ho-Chi-Minh-City und versuche meine Gedanken zu ordnen.

Ich habe über den Vietnam Krieg gelesen, ich habe Filme wie Apocalypse Now, Good Morning Vietnam u.a. gesehen und gerade vor ein paar Wochen die Dokumentation von Ken Burns auf Netflix. Ich weiß was Napalm und Agent Orange ist.

Was ich noch nicht erlebt habe, ist das alles an einem Ort bei mehr als 30 Grad, stickiger Luft und hoher Luftfeuchtigkeit zu sehen. Das Museum zeigt Photos, Poster, Waffen, Dokumente, Landkarten, Berichte, Panzer, Hubschrauber, Flugzeuge, Gewehre, Granaten, Granatwerfer, Napalm versprühende Panzer und drei, durch Agent Orange, verkrüppelte Föten in Spiritus eingelegt.

Ich habe kaum Fotos gemacht weil ich das nicht konnte. Das Bild oben ist ein Raum mit Photos und Besuchern.

Ich beschreibe mal ein paar Fotos, die ich gesehen habe, um auch meine Gedanken besser zu ordnen:

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Eigene Wege entstehen beim Gehen

Meine erste Erinnerung an Mobilität stammt aus der Zeit als ich den Kindergarten besuchte. Ich glaube da war ich vier oder fünf Jahre alt. Der Kindergarten war etwa 700 Meter von unserem Haus entfernt. Es gab einen kurzen und einen lângeren Weg zum Kindergarten. Der kurze Weg war effektiv. Erst rechts aus dem Haus, 50 Meter bis ans Ende der Sackgasse, dann links an einer Wiese vorbei, so etwa 300 Meter. Dann kam das Haus des Bùrgermeisters und dahinter ein anderes großes Haus das später mal ein Jugendzentrum wurde, zu dieser Zeit aber unbewohnt war. Zwischen dem Bürgermeister Haus und dem zukünftigen Jugendzentrum ging es 200 Meter in einer Mischung aus Weg und Treppe bergab, dann kam der Eingang zum Kindergarten. 

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