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begehbare Datenbank Deutsch Events Germany Life Social Media

Eine Zeitreise ins Jahr 1984 und zurück

Ich liege in meinem Auto auf dem Campingplatz am Stadtbad in Wolfenbüttel. Mein Zelt konnte ich nicht aufstellen, weil jetzt nur nur noch Wohnmobile erlaubt sind, also schlafe ich im Auto. Ich habe Kopfweh und sehe auf dem Telefon 45 neue Nachrichten in der WhatsApp Gruppe mit dem Namen ABI 1984. Ich schreibe mit verquollenen Augen … 

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Muss man programmieren können?

Seit meiner Schulzeit in den Siebziger Jahren höre ich Leute darüber diskutieren, ob jeder programmieren können sollte weil es ja nun Computer gäbe. Das ist nun immerhin mehr als 40 Jahre her. Damals hielten Grossrechner in Firmen Einzug. Personal Computer waren noch nicht erfunden. Taschenrechner, Quartzuhren mit Digitalanzeige und Funkgeräte waren der „heisseste Scheiss“, den man kaufen konnte. Ich hatte keinen Taschenrechner (zu teuer), aber eine Quartzuhr mit roter LED Anzeige. Die Ziffern leuchteten auf, wenn ich auf einen der kleinen Knöpfe an der Seite drückte. Wenn man auf die Uhr schaute, sah man keine Zeit, sondern musste erst drücken. Zu oft durfte man aber nicht drücken, weil ansonsten die Batterie schnell alle war. Als ich 13 war (1977), kaufte mein Vater einen TRS80 Computer für sich. Damit auf dem Bildschirm etwas angezeigt wurde, musste man etwas programmieren. Die Programmiersprache war Basic. 

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begehbare Datenbank Deutsch e-commerce Hardware Mercedes Software

Augmented Reality bei der Deutschen Bahn

Einen größeren Gegensatz als Augmented Reality und Deutsche Bahn konnte ich mir vor kurzem kaum vorstellen.

Am letzten Dienstag war ich beim Webgrrls Treffen in Frankfurt. Die Verbindung ist ganz einfach. Ich wohne ja momentan (heute letzter Tag) bei der @android_oma. Die ist Mitglied bei den Webgrrls im Rhein Main Gebiet (http://webgrrls-rheinmain.de) und dieses Mal tagten sie im Skydeck der Deutschen Bahn. Das Skydeck befindet sich im 30. Stock des Deutsche Bahn Gebäudes in Frankfurt und der Blick ist eindrucksvoll!

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Art ART Fabrik seafolly.ch

ART Fabrik, seafolly.ch & Blogging

Nachdem der eine oder andere sicherlich schon mitbekommen hat, das wir jetzt auch irgendwas mit Kunst machen, hier mal ein wenig mehr Übersicht über laufende Projekte :)

ART Fabrik

In unserem cocoate Büro (32, Rue du Pla, 11510 Fitou) haben wir vom 1.7. – 31.8 eine Kunstgalerie eröffnet. Wir, das sind Christine Graf, Susan + Christian Cantau sowie Harry + Miranda Tilley und natürlich ich. Miranda und ich sind keine Künstler, helfen aber mit, wo wir können. Harry und seine Schwestern machen Schmuck, Susan malt, Christian erstellt Lampen und Gegenstände aus Metall. Hier ein Foto vom Abend als die Idee entstanden ist (13. Juni 2016).

ART Fabrik - Idea

Wir haben dann noch in einer Blitzaktion das Büro renoviert.

ART Fabrik

Die Eröffnung verlief sehr “authentisch”, die Künstler waren doch etwas nervös :)

The official opening speech done by four very excited artists

Auf der Vernissage hatten wir jedenfalls “full house”, eine Künstler Association aus Toulouse möchte bei uns austellen, am 21.7. gibt es eine Sonderschau von Skulpturen aus dem “Atelier” in La Palme und Mr. Stanley spielte während der Eröffnung auf seiner Mandoline.

Inauguration/Opening

ART Fabrik

Wir wollen die ART Fabrik zunächst zwei Monate ausprobieren und daher haben wir noch keine Website erstellt, sondern zunächst “nur” eine Facebook Page (bitte bei der Gelegenheit gleich mal liken :) ).  Alle Links und Kontaktdaten der Künstler gibt es auf cocoate.com/artfabrik.

Was mir besonders gut gefällt: Tine hat ein Bild gemalt, wie ich die Zahlen von 0-9 sehe. Die Geschichte dazu gibt es in ihrem Blog (Numbers in Colours). Vom Bild gibt es noch kein Foto (ich gehe gleich mal runter und mache eins).

Mehr Bilder von den Vorbereitungen und der Eröffnung gibt es auf Flickr https://www.flickr.com/photos/hagengraf/albums/72157669860474896

Hinweis: Falls du Künstler bist und in Südfrankreich etwas ausstellen (und verkaufen) willst, nur zu :). Wir könnten uns den Raum auch als Mischung aus Galerie und tempörärem Atelier ab September vorstellen. Sprich’ uns einfach an.

Link: https://cocoate.com/artfabrik
Hashtag: #artfabrik

seafolly.ch

Die Website seafolly.ch ist im Laufe meiner Tätigkeit als Blogger für die Firma Novatrend entstanden (blog.novatrend.ch). Sie ist in Drupal 8 erstellt und ich beschreibe alle Schritte, wie ich sie erstellt habe im Novatrend Blog. Thematisch ist die Seite ein Art Kunstarchiv. Jürgen hatte die Idee dazu.

Idee: Viele Leute erstellen etwas und oft wird es vergessen. Auf seafolly.ch kann sich jeder ein Konto anlegen und seine Werke dokumentieren.

In den letzten Monaten lag seafolly.ch etwas brach, da ich über andere Themen geschrieben habe, aber in Kombination mit der ART Fabrik will ich mal sehen, wie sich das weiterentwickelt.

Hinweis: Falls du da mitmachen willst, nur zu. Wir sind natürlich offen für alle Ideen und Weiterentwicklungen

Link: https://seafolly.ch
Hashtag:

Blogging

Auch wenn es für viele Menschen bereits “altmodisch” ist, bloggen ist wichtig. Hierzu habe ich einen Artikel im Novatrend Blog geschrieben.
Den werde ich noch auf English übersetzen und hier posten

Link: Starte (d)ein Blog – heute!

Ironblogger

Weil bloggen wichtig ist, habe ich ein IronBlogger Projekt ins Leben gerufen. Auch hierzu gibt es einen Artikel im Novatrend Blog Viel Zeit, viele Themen und Iron Blogging.

Aufruf: Blogge einmal die Woche mit uns. Momentan kommen die Blogger aus Kenya, Uganda, Nigeria, Frankreich und Deutschland. Die meisten bloggen auf Englisch, die Deutschen meist auf deutsch :) Ich mache so eine Mischung. Das ganze ist übrigens für einen guten Zweck.

Link: https://ironblogger.cocoate.com
Hashtag:

Und meine Kunst?

Ich mache mir ja seit Anfang 2015 auch Gedanken über die Kunst und es sind sogar schon ein paar Sachen dabei herausgekommen (MaxiLamps, Hello Art und die Moulage dazu). MaxiLamps habe ich in der ART Fabrik in einer kleinen Nische untergebracht und es blinkt fröhlich vor sich hin.

ART Fabrik MaxiLamps
ART Fabrik MaxiLamps

 

 

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Art Events Light Lumiere London UK

Lumiere London

Der Plan war im Dezember 2015 nach Lyon zur La Fête des Lumières zu fahren. Wegen der Attentate in Paris fiel das Event allerdings leider aus.

Am Mittwoch sah ich dann ein Foto von den Vorbereitungen zu Lumiere London, einem aehnlichen Event in London.

#FFF; border: 0; border-radius: 3px; box-shadow: 0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width: 658px; padding: 0; width: calc(100% - 2px);" data-instgrm-captioned="" data-instgrm-version="6">
#F8F8F8; line-height: 0; margin-top: 40px; padding: 51.9444444444% 0; text-align: center; width: 100%;">

Preparations are underway for #lumierelondon #lumiere #oxfordstreet

#c9c8cd; font-family: Arial,sans-serif; font-size: 14px; line-height: 17px; margin-bottom: 0; margin-top: 8px; overflow: hidden; padding: 8px 0 7px; text-align: center; text-overflow: ellipsis; white-space: nowrap;">A photo posted by isapisa (@murgeys) on

Es gibt so Situationen, da denke ich

Das muss ich sehen!

Und nach etwas Organisation und Umplanerei im Kalender hat es tatsaechlich geklappt.

Es gab 31 Lichtinstallationen und die Strassen wurden jeweils von 18:00 – 22:30 Uhr gesperrt. London ohne Autos mit Lichtinstallationen ist einfach schoen.

Lumieres London

Lumieres London

Lumieres London

Lumieres London

Lumieres London

Lumieres London

Ein Aquarium in einer Telefonzelle

Lumieres London

Mehr Bilder

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32C3 Art Fun Internet maker Music server

#32c3

Between christmas cookies, marzipan , house renovation and usual life, I managed to watch #32c3 video streams from the chaos communication congress in Hamburg.

Here are a few talks I watched:

  • EN – Keynote: Fatuma Musa Afra
    Einfach mal gucken (hier meine Gedanken dazu)
  • DE – Netzpolitik in der Schweiz 2015/16NDG, BÜPF und wie wir uns dagegen wehren
    2015 und 2016 sind wichtige Jahre für die Netzpolitik in der Schweiz, denn die Parlamente entscheiden sowohl die Revision des BÜPF (Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs) als auch das NDG (Nachrichtendienstgesetz).
  • DE – NSA-Untersuchungsausschuss: Zwischen Aufklärungswillen und Mauern aus Schweigen Im März 2014 wurde der NSA-Untersuchungsausschuss im Bundestag eingesetzt, der die Verwicklungen um die deutschen Geheimdienste aufklären soll. Ein Rück- und Ausblick: Was wissen wir heute, was erwartet uns noch?
  • EN – Shopshifting – The potential for payment system abuse
    Payment systems are old and have – unlike card protocols – seen little scrutiny so far. This talk enumerates design and implementation flaws in payment processing systems, which can defraud consumers and merchants.
  • EN – The exhaust emissions scandal („Dieselgate“)
    Take a deep breath into pollution trickery.
    Analysis of the emission scandal shaking the German automotive industry from a procedural, organizational and technical level. Includes insight into cheating for advanced managers and code extraction from ECUs from Ebay. And from Volkswagen. Initially.
  • EN – My Robot Will Crush You With Its Soft Delicate Hands!
    How to design and fabricate soft robots using everyday materials. In this talk Matthew Borgatti, Lead Scientist at Super-Releaser, will take you through the process of turning a puddle of goo into a working soft robot. He will take you through the different mechanisms that can be created, simple processes for fabricating soft robots, and methods for joining elements together into sophisticated assemblies.
  • DE – Netzpolitik in der Schweiz 2015/16
    2015 und 2016 sind wichtige Jahre für die Netzpolitik in der Schweiz, denn die Parlamente entscheiden sowohl die Revision des BÜPF (Bundesgesetz betreffend die Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs) als auch das NDG (Nachrichtendienstgesetz).
  • EN – Mahsa: Mobile Censorship in Iran
    As Internet users increasingly connect to the Internet through smartphones, this has transformed Iran’s Internet ecology towards an increasing reliance and production in apps. In Iran, a country that practises some of the most stringent censorship and surveillance techniques in the world has seen this transformation reshape the way the government implements information controls online. While applications with popular usage on browsers such as Facebook and Twitter remain blocked through their mobile applications, platforms that predominantly exist in app form such as WhatsApp, Viber, and Instagram remain unblocked in the country. This talk will look at how the government is counteracting these policies through various means, including local imitation apps, and new programs such as ‘intelligent filtering’, and the Revolutionary Guards’ “Spider” program. Additionally, a discussion of how Iranian Internet users use these platforms, especially in reference to digital security awareness and practices will be included.
  • EN – taziden, Adrienne Charmet: One year of securitarian drift in France
    Earlier this year, following the tragic events of early January in Paris, the French governement pushed a bill to put a legal framework around Intelligence Services activities. Far from protecting civil liberties, this bill seem to be the translation of Snowden’s revelations into law.
  • EN – Roland Bracewell Shoemaker: Let’s Encrypt — What launching a free CA looks like
    Let’s Encrypt is a new free and automated certificate authority, that entered closed beta in October and has already issued a large number of valid certificates. This talk will provide a short overview of  how the Let’s Encrypt client and server software work, and explore
    statistics gathered during our closed beta and launch period.
  • DE – Netanel Rubin: The Perl Jam 2
    tl;dr EXPLOIT ALL THE PERL. AGAIN.
    After last year’s Perl crackdown, I decided I have to take the Perl abuse to the next level. This time I focused on Perl’s core, or more specifically, the referencing mechanism, and shattered the security of most Perl CGI projects in the world.
  • DE – Steini: Quantenphysik und Kosmologie
    Unsere Welt ist nach allem was wir heute wissen im kleinsten Massstab völlig bizarr aufgebaut und im grössten also im kosmologischen Massstab besteht sie ziemlich genau aus nichts. Wie hängt das zusammen und was hat das mit dunkler Materie und dunkler Energie zu tun und was zum Geier ist eigentlich die “spukhafte Fernwirkung” von der Einstein damals sprach und warum hat bis heute keiner so recht verstanden wie das alles zusammenpasst?
    Hast du schon mal davon gehört, dass die Quantenphysik irgendwie schräg ist, hast dich da aber noch nicht ran getraut, obwohl du das gerne besser verstehen wollen würdest? Denkst du manchmal drüber nach, wie zum Geier das komplette Universum mit allen Sternen und Planeten ganz früher mal in einen Tischtennisball oder sogar noch was kleineres gepasst haben soll? Hast du schon mal davon gehört, dass ein Proton angeblich aus drei Quarks besteht und denkst, “jaja, ihr könnt mir viel erzählen”. Und klinkt sich dein Vorstellungsvermögen aus, wenn du versuchst dir so was wie ein “schwarzes Loch” vorzustellen, das unendlich klein sein soll und dabei unendlich schwer? Dann bist du hier genau richtig. Ich will dir ohne wesentliche Vorkenntnisse vorauszusetzen im Grossen und Ganzen den Zusammenhang näher bringen, deine Faszination für das Thema wecken oder füttern und dir Mut machen, dich weiter damit zu beschäftigen. Du darfst hier Fragen stellen, dich wundern, zweifeln und irritiert sein.
    Wenn du an Quantenheilung, Vortex Atome und holistische Quanten-Kinesiologie glaubst, dann bist du herzlich willkommen um zu lernen, dass das mit Quantenphysik nichts, aber auch wirklich gar nichts zu tun hat, aber sei bitte nicht enttäuscht, wenn ich auf diese Themen nicht eingehe. Eine Stunde ist viel zu Kurz um zusätzlich eine Einführung in die Prinzipien der Wissenschaft zu halten.
    Wenn du aber schon mal die Schrödingergleichung hergeleitet hast oder gerne über die Vorteile der M-Theorie gegenüber der Super-Stringtheorie schwadronieren möchtest oder wenn du diskutieren möchtest, ob es vielleicht auch noch ein Typ 3 Weyl Fermion geben kann, dann langweilst du dich hier vermutlich, das können wir dann ja gerne ein anderes mal machen ;-)
  • DE – Fefe, frank: Fnord-Jahresrückblick
    Wir helfen euch, die Fnords zu sehen, wenn nach einem klaren Fall von Selbstmord der Zensor pinkeln war und die Stahlbälle den maximalen Realitätsabstand eingenommen haben.
  • DE – Martin Haase/maha, Kai Biermann: „Nach bestem Wissen und Gewissen“ – Floskeln in der Politik
    In der politischen Rede sind immer wieder Floskeln zu beobachten, zum Teil gibt es Moden, wie im Zusammenhang mit dem so genannten No-Spy-Abkommen, wo Handlungen wiederholt mit „bestem Wissen und Gewissen“ gerechtfertigt wurden. Auch das „volle/vollste Vertrauen“ der Kanzlerin ist auffällig. Der Vortrag vertritt die Hypothese, dass solche Phrasen nicht zufällig sind, dass sie eine Funktion besitzen. Es wird erläutert, was mit ihnen erreicht werden soll. Es wird außerdem der Frage nachgegangen, wie Floskeln sich durch häufigen Gebrauch in ihrer Bedeutung verändern bzw. verselbständigen und gegen den Sprecher wenden können.
  • EN – rop, frank: Ten years after ‚We Lost The War‘
    The talk „We Lost The War“ was presented at Congress ten years ago, causing quite a stir. It was a prediction of a dark future that did not sit well with many people, but unfortunately many predictions have come true meanwhile. This talk will try to address what comes next, as well as what the hacker community can do to make things better.
  • EN – CAGE, Cerie Bullivant: The Price Of Dissent
    CAGE exists to highlight abuses of the War on Terror. It has uncovered many secrets of governments that they would like to remain secret, and is now one of the most targeted organisations in the UK. Hear how the state attempts to suppress dissent, and yet we manage to speak out.
  • DE – Grundrechte gelten nicht im Weltall!
    In den nunmehr Hunderte A4-Seiten füllenden Live-Protokollen des NSA-BND-Untersuchungsausschusses, die bei netzpolitik.org nachzulesen sind, verbergen sich interessante Antworten auf Fragen, die niemand gestellt hat, vorher unbekannte juristische „Theorien“ des BND und Perlen verlogener Rabulistik.

 

Something to read – media

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German

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Art begehbare Datenbank coding Deutsch moulage

Hello, art und die begehbare Datenbank

Letzte Woche war ich bei einem Stage de Moulage.
Nachdem ich verstanden hatte, was eine Moulage überhaupt ist, stellte sich die Frage:

Hm, was baue ich denn nur?

und ich musste unwillkürlich an meine Erlebnisse im Kunstunterricht Ende der siebziger Jahre denken.
Damals arbeitete ich oft an irgendeiner fixen Idee stundenlang herum und kaum einer meiner Mitschüler (und schon gar nicht mein Lehrer) verstand so recht, was ich da tue.
Ich habe dann meist in der letzten Stunde noch schnell das gemalt, was ich sollte und alles war gut.
Das Verhalten sehe ich auch heute noch sehr oft bei Programmierern :)

Was soll ich bauen?

Wenn ich etwas anfange, soll hinterher irgendwas herauskommen. Es fällt mir schwer, einfach zu “probieren”. Ich fange meist mit etwas Einfachem an und verfeinere es dann. Mittlerweile scheint das auch total in und akzeptiert zu sein :)

Nun baut man ja heute keine einfachen Produkte mehr, sondern User Experiences, und so sass ich ein wenig planlos vor meinem Klumpen Lehm und hatte exakt zwei Stunden Zeit etwas daraus zu basteln.

Ich überlege schon lange, so etwas wie eine begehbare Datenbank zu bauen. Ich stelle mir dabei oft etwas wie im Foto oben vor, aber mit mehr Mustern, Mengen, Relationen und Farben. Wie ich so gedanklich durch meine wüstenhafte Datenbank streifte, erinnerte ich mich an mein kleines Assembler Beipiel und dachte

Ok, ich schreibe Hello, art mit dem Lehm

Wenn man die Buchstaben anders repräsentiert, kann man auch mit Lehm etwas machen. Ha, nun packte es mich :)

Wenn man Hello, art in Buchstaben schreibt, dann benutzt man natürlich einen Zahlencode. Hinter jeder Taste auf einer Tastatur steckt eine Zahl, die an den Computer übermittelt wird. Der zeichnet dann etwas auf den Bildschirm. Der ASCII-Code ist eine Variante, Text darzustellen. Das grosse H hat den Dezimalwert 72, das kleine e den Dezimalwert 101, usw.
Leider versteht der Computer keine dezimalen Werte mit denen die Menschen ganz gut klarkommen.
Der Computer benötigt binäre– (2), oktale- (8) oder hexadezimale- (16) Werte um rechnen zu können.

  • ASCII Text: Hello, art
  • Dezimale Repräsentation: 72 101 108 108 111 44 32 97 114 116
  • Binäre Repräsentation: 1001000 1100101 1101100 1101100 1101111 101100 100000 1100001 1110010 1110100
  • Hexadezimale Repräsentation: 48 65 6c 6c 6f 2c 20 61 72 74
  • Oktale Repräsentation: 110 145 154 154 157 54 40 141 162 164

In Farben

Was mit Buchstaben geht, geht natürlich auch mit Farben. Farben werden auf Bildschirmen als RGB Wert (Rot, Grün, Blau) dargestellt. 100 Teile Rot, 100 Teile Grün und 100 Teile Blau ergeben beispielsweise eine Art Grau mit dem Hexadezimalcode #646464

Wenn ich mir mein Hello, art in Farben ansehe, sieht es so aus:

                   
nur Rot
                    
nur Grün
                    
nur Blau
                    

QR-Code

So, sieht Hello, art als QR-Code aus
hello, art

Balkendiagramm

Das hier sind Balken, die den Dezimalwert eines jeden Buchstaben anzeigen

hello_art-diagram

Schrift

Hier sind die Buchstaben in der relativen Farbe (Grüntöne) und die Grösse der Buchstaben wie im Dezimalwert.

hello_art_green_characters

Audio

So hört sich das als Morse Code an.

und hier die Variante als Midi Töne, gespielt von einem Piano.

Oktave 5 – C
Oktave 7 – F
Oktave 8 – C
Oktave 8 – C
Oktave 8 – D#
Oktave 2 – G#
Oktave 1 – G#
Oktave 7 – C#
Oktave 8 – F#
Oktave 8 – G#

Hello, art in Lehm

Nunja, und so beschloss ich mit Lehm zu schreiben.

Hello, art – Version 0.9

And ... painted with primer

Die 1.0 Version wird noch gepinselt.

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Art Deutsch moulage

Was baue ich im “Stage de moulage”?

Heute geht es um “Moulage”. In La Palme gibt es die Association L’Atelier,  die regelmässig Kurse für alle möglichen künstlerischen Techniken anbietet. Im Sommer haben sie unser ehemaliges Büro für eine Ausstellung genutzt. Ich war war echt beeindruckt von den ausgestellten Dingen und wollte auch mal etwas “machen”.

Letzte Woche erhielt ich dann eine Einladung zu einem “Stage de moulage”.
Ein erster Blick auf Wikipedia erklärte mir den Begriff folgendermassen

Moulagen (franz. mouler: etwas formen) sind Abformungen erkrankter Körperteile. Sie stammen aus der Zeit, in der die Farbfotografie noch nicht die heutige Qualität hatte. (Wikipedia)

Naja, dachte ich mir … warum nicht. Du musst ja mal mit irgendwas anfangen :)

In der Einladung stand, ich solle ein Brett mit vier Nägeln mitbringen.

Meine Befürchtung, dass wir uns mit dem Brett die Wunden beibringen, die wir dann abformen, wurde glücklicherweise nicht erfüllt :)

Das Prinzip einer Moulage ist eigentlich ganz einfach. Es ist wie töpfern, nur ohne brennen.

  1. Mit Ton eine Figur erstellen
  2. Gips über diese Figur giessen
  3. Den Ton aus dem trockenen Gips kratzen
  4. Mit Leinöl und Terpentin die Innenseite pinseln
  5. Mit Gips und Pferdeschwanzhaaren auffüllen und aushärten lassen
  6. Die umgebende Gipshülle ablösen
  7. Pinseln
  8. Ratespiel … Was habe ich gebaut?

1. Mit Ton eine Figur erstellen

Dazu nimmt man das Brett mit den Nägeln und legt etwas Plastikfolie über das Brett. Dann formt man nicht so sehr eine komplette Figur, sondern eine etwa 2,5 cm dicke Schicht Ton, die man auf der Oberseite zu irgendwas formen kann. Zum Formen gibt es kleine Holzstücke (Mirettes)

Mirettes

Ich habe so etwas gebaut:

hello, art

Das Brett mit den Nägeln dient dazu, das die Figur nicht verrutscht und das Plastik macht es einfach, den Ton später vom Holz abzulösen. Diese gebastelte Tonfigur wird später das Ergebnis sein. Sie besteht dann allerdings aus Gips.

2. Gips über diese Figur giessen

Über diese Figur wird dann Gips in zwei Schichten gegossen. Der umgebende Gips ist die “Moule”.

Erste Schicht

Premier couche

Zweite Schicht

Die zweite Schicht muss etwas dicker sein, als die erste Schicht. Sie heisst “Gangue”.

Gangue

 

3. Den Ton aus dem trockenen Gips kratzen

Nachdem die beiden Schichten getrocknet sind (am besten über Nacht), löst man die Figure vom Nagelbrett und dreht sie um.  Dann wird der Ton mit geeigneten Werkzeugen herausgekratzt. Im günstigstes Fall geht das ganz leicht.

Preparation du moule

Preparation du moule

4. Mit Leinöl und Terpentin die Innenseite pinseln

Die nun entstandene Moule dient als Form für das eigentliche Objekt, das aus Gips bestehen wird. Da die Moule auch aus Gips ist, muss die Innenseite mit Leinöl und Terpentin (Verhältnis 4:1) gepinselt werden, damit sich man die beiden Teile später wieder trennen kann.

Preparation du moule

5. Mit Gips und Pferdeschwanzhaaren auffüllen und aushärten lassen

Nachdem die Leinöl/Terpentin Mischung getrocknet ist, kann man flüssigen Gips einfüllen. Erst eine kleine Schicht, dann vollständig. Zur Stäbilität werden an den Ränder Haare (vom Pferdeschwanz) eingelegt.

Erste Schicht

Premier couche de platre

Pferdeschwanz

Queue de cheval

Zweite Schicht

ach, ein Haken muss auch noch rein, wenn man seine Figur später an die Wand hängen will.

Secondaire couche de platre

6. Die umgebende Gipshülle ablösen

Nun muss alles gut trocknen (über Nacht) und dann kann die Moule mit Hilfe von Holzbeitel und Hammer entfernt werden. Dazu legt man das ganze Ding auf ein Kissen und hämmert ganz vorsichtig. Die Moule löst sich durch die Vibrationen, nicht durch grosse Kraft … also vorsichtig sein!

Removing the plaster

Nach endlosem pickern hat man dann die Figur, die vorher in Ton war, in Gips  … tadaaa!

IMG_20151018_104934

7. Pinseln

Nun kann die Figur noch angemalt werden. Dazu habe ich sie erstmal grundiert.
Der finale Anstrich erfolgt in den nächsten Tagen/Wochen :)

And ... painted with primer

8. Ratespiel – Was habe ich gebaut?

Ja und nun die grosse Frage.

Was soll das sein?

Tine sagte sofort, es müsse sich im Short Bread handeln :)

Weitere Ideen?

 

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Assembler – “hello, art”

Ich will herausfinden, was “meine” Kunst ist. Ich habe vor mehr als 30 Jahren mal Assembler gelernt und sogar ein paar Programme geschrieben (Was ist Assembler?).
Also los … stellen wir doch mal die Uhr ein wenig zurück.

Ich nutze heutzutage Mac OS X auf einem MacBookAir und möchte ein Assembler Programm erstellen.
Installation des Compilers
Erstmal benötige ich Homebrew als Paket Manager um mir den Assembler Compiler nasm zu installieren. Ich öffne das Terminalfenster und los:
ruby -e "$(curl -fsSL https://raw.githubusercontent.com/Homebrew/install/master/install)"
brew install nasm
Danach erzeugt der Befehl nasm -v die folgende
Ausgabe
$ nasm -v
NASM version 2.11.08 compiled on Sep 22 2015
Der Compiler ist installiert!
Programm schreiben
Ich erzeuge mir eine Datei mit dem Editor nano und füge dort den Code für das hello, art Programm ein. Keine Bange, den Code habe ich auch nur kopiert – Link siehe unten.:
nano hello_art.asm

; hello_art.asm - a "hello, art" program using NASM

section .text

global mystart                ; make the main function externally visible

mystart:

; 1 print "hello, art"

    ; 1a prepare the arguments for the system call to write
    push dword mylen          ; message length                           
    push dword mymsg          ; message to write
    push dword 1              ; file descriptor value

    ; 1b make the system call to write
    mov eax, 0x4              ; system call number for write
    sub esp, 4                ; OS X (and BSD) system calls needs "extra space" on stack
    int 0x80                  ; make the actual system call

    ; 1c clean up the stack
    add esp, 16               ; 3 args * 4 bytes/arg + 4 bytes extra space = 16 bytes
    
; 2 exit the program

    ; 2a prepare the argument for the sys call to exit
    push dword 0              ; exit status returned to the operating system

    ; 2b make the call to sys call to exit
    mov eax, 0x1              ; system call number for exit
    sub esp, 4                ; OS X (and BSD) system calls needs "extra space" on stack
    int 0x80                  ; make the system call

    ; 2c no need to clean up the stack because no code here would executed: already exited
    
section .data

  mymsg db "hello, art", 0xa  ; string with a carriage-return
  mylen equ $-mymsg             ; string length in bytes

Nun muss die Datei compiliert, gelinkt und ausgeführt werden
Kompilierung
nasm -f macho -o hello_art.asm
Linken
ld -o hello_art -e mystart hello_art.o
Ausführen
$ ./hello_art
hello, art

tadaa :)

Und den Rest der Nacht werde ich damit verbringen zu verstehen, was der Code wirklich tut :)

Link:
http://peter.michaux.ca/articles/assembly-hello-world-for-os-x

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Followerfest auf dem Rinckenhof

Nach einer langen Tour über die Nationalstrassen in Frankreich kam ich am Samstag Abend etwas verspätet beim Followerfest von Irgendlinks Radreise zum Nordkap an.

Ja ja, ihr habt richtig gehört. Er ist mit dem Fahrrad von Zweibrücken in Deutschland ein paar tausend Kilometer zum Nordkap gefahren. Er hat darüber gebloggt und iDogma Postkarten verschickt. Die ganze Story lässt sich hier nachlesen. Es wird auch noch ein Buch darüber geben.

Eine illustre Runde versammelte sich auf dem Rinckenhof zur Mischung aus Vernissage, Party, Tweetup und Kunst.

Unter anderem waren da

@frau_rebis@publicscan@S_tef_unny@maxilamps
@hmoorlander@_auchich@schriftgutch@hirseweb
@RecumbentTravel@fugenpoet@hagengraf@irgendlink
@der_emil

und noch ein paar mehr ohne Twitter User.
Abends gab es eine Lesung ausgewählter Blogeinträge der Reise von Silvia und Marc. Ihr müsst euch das mal anhören.


… und der_emil und frau_rebis sangen Russische Lieder und ein #anskap Lied für irgendlink (haben wir das auch auf Soundcloud?Ja, haben wir :) Danke Emil)

Die Live Version mit Gitarre war allerdings noch viel fetziger :)
Danach lecker Barbecue und ein Feuerchen


Ich habe MaxiLamps und PublicScan aufgebaut und die Gäste fanden das richtig gut.

Es gibt jetzt sogar ein Video von MaxiLamps :)


PublicScan hat auch funktioniert (Twitter, Flickr). Ich muss das mal in einem gesonderten Beitrag beschreiben und ich muss es auch noch vereinfachen und verbessern.

Nachts um vier Uhr bin ich dann auf meiner Luftmatratze im Atelier eingeschlafen und erst am Sonntag gegen 11:00 wieder aufgewacht. Es war ein wunderschöner Herbsttag und wir spazierten über Äcker und den hofeigenen Wald um uns Kunstwerke von Heiko Moorlander anzusehen.


Hier noch ein Facebook Link vom Fliegerhorst: Kunst im Rinckenwald
Der Wald war wirklich gross, tief, dunkel und sehr beeindruckend
Wald
Auf einer Lichtung machten wir Pause.


Sonntag abend bin ich dann durch die Nacht nach Hause gefahren und konnte in voller Pracht den “Blutmond” beobachten.
Lune eclipse

Das war ein kurzes aber sehr schönes Wochenende und ein paar Leute wollen bei seafolly.ch mitmachen.

Mehr zum Lesen hier: