Der Renault Kangoo ist verkauft

Renault Kangoo

Am Freitag Abend haben wir unseren Renault Kangoo verkauft. Es war ein wehmütiges Gefühl für mich. Wir haben das Auto vor 8 Jahren gebraucht gekauft und sind dann 230.000 Kilometer ohne Problem und Pannen damit gefahren. Nun ist er alt und weil wir doch öfter längere Strecken damit fahren, dachten wir, es sei an Zeit, uns nach etwas Neuem umzusehen. Ausser Reifen, Öl und Diesel brauchte er ihn acht Jahren nur einen neuen Zahnriemen und vor ein paar Wochen neue Glühkerzen und eine Dieselpumpe (oder Einspritzung oder so, ich weiss nicht genau wie das heisst … teuer war es jedenfalls … 600 Euro). So ein Renault Kangoo ist vermutlich der Gegenentwurf zur heutigen “Super Shiny SUV, neuer, grösser, satter, lecker” Autowelt. Das einzige, was ich immer vermisst habe, war eine Anschlussmöglichkeit für das Telefon an das Autoradio. Ein Bluetooth Lautsprecher hat das Problem aber einfach gelöst.

Weil dieses Auto mir irgendwie ans Herz gewachsen ist, habe ich ein paar Fotos gesucht. Das war gar nicht so leicht, weil der Kangoo zwar überall dabei war, aber selten das Motiv. Nach viel Sucherei habe ich dann doch noch ein paar gefunden. Die meisten sind beim “transportieren von etwas “entstanden.

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Augmented Reality bei der Deutschen Bahn

Google Glass

Einen größeren Gegensatz als Augmented Reality und Deutsche Bahn konnte ich mir vor kurzem kaum vorstellen.

Am letzten Dienstag war ich beim Webgrrls Treffen in Frankfurt. Die Verbindung ist ganz einfach. Ich wohne ja momentan (heute letzter Tag) bei der @android_oma. Die ist Mitglied bei den Webgrrls im Rhein Main Gebiet (http://webgrrls-rheinmain.de) und dieses Mal tagten sie im Skydeck der Deutschen Bahn. Das Skydeck befindet sich im 30. Stock des Deutsche Bahn Gebäudes in Frankfurt und der Blick ist eindrucksvoll!

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Ein Morgan 4/4 kostet neu 50000 Euro!

Morgan

Auf dem Genfer Autosalon in diesem Jahr habe ich das erste Mal den Autohersteller Morgan bewusst wahrgenommen. Die Firma ist in Familienbesitz und produziert seit 1910 Autos und Dreiraeder (Morgan Motor Company). In Genf praesentierten sie ein Sondermodell des Modells 4/4 zum 80 jaehrigen Geburtstag der Baureihe. Als ich die 80 las, stutzte ich schon ein wenig. Das Modell 4/4 ist tatsaechlich das weltweit am laengsten in Serie gebaute Auto. Die erste 4 steht fuer vier Raeder, die zweite 4 steht fuer vier Zylinder. Ich stand ein wenig wirr vor dem kleinen, blauen Auto das da zwischen aktuellen SUV, Super Sportwagen und anderen modernen Karossen stand und war begeistert.

Morgan 4/4

Wieder zuhause schrieb ich einen Blogeintrag ueber besagten Autosalon (Genfer Autosalon 2016) und der Morgan ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Schliesslich fragte ich auf deren Website (Morgan Motor) nach einer Moeglichkeit fuer eine Probefahrt. Ich hatte die Sache schon fast vergessen, da meldete sich Robert Kasten per E-Mail

Dear  Mr. Hagen,
you have contacted the Morgan Motor Company via the internet. How can we help you? Do need information about a special car?

Herr Kasten arbeitet bei Morgan Park in der der Naehe von Hamburg und ich war ein wenig erstaunt, wieso die Antwort von ihm kam. Sein Autohaus ist immerhin 2000 km von Fitou entfernt.

Nun trug es sich allerdings zu, dass wir ein paar Wochen spaeter einen beruflichen Termin in Hamburg hatten. Ich erinnerte mich an Herrn Kasten und machte einen Termin fuer eine Probefahrt aus. Ich wollte dieses Auto fahren.

Heute war es dann soweit. Das Wetter spielte auch mit und ich fuhr einen Morgan Plus 4 da kein 4/4 zur Verfuegung stand.

So sieht er aus:

Morgan
Morgan Plus 4
Morgan Plus 4 - Innen
Morgan Plus 4 – Innen
Das war vor zwei Stunden und nun sitze ich hier und muss das erstmal aufschreiben verarbeiten.

Das Erlebnis ist schwer mit Worten zu beschreiben. Es ist ein Auto, in dem ich mich auf Anhieb wohlgefuehlt habe. Ich fuhr, schaltete, hoerte Voegelgezwitscher und war gluecklich. Am liebsten haette ich noch die Traumfrau abgeholt und waere die 2000km von Hamburg nach Fitou auf Landstrassen gefahren, haette unterwegs immer mal angehalten um ein paar Schritte zu laufen, etwas anzusehen und danach wieder mit der Traumfrau ueber diese bunte Welt zu diskutieren. Abends dann etwas leckeres zu Essen und zu Trinken kaufen und …

plop … kurzer Realitaetscheck

Das Auto, das ich gefahren bin, ist 10 Jahre alt, hat viele Extras und kostet 43500 Euro (Morgan Plus 4 – Angebot). Neu kostet ein 4/4 ab 50000 Euro. Ich weiss nicht, ob der Gebrauchtwagenpreis angemessen ist, ich weiss aber

Haette ich das Geld ‘ueber’, haette ich das Auto, so wie es dort stand, vermutlich gekauft

Ich war zwei Stunden bei Morgan Park, durfte mich auch in der Werkstatt umschauen und kam mir vor wie ein kleiner Junge im Spielzeugladen. Im Gegensatz zu meinem letzten Erlebnis in einem Autohaus in Narbonne (Die wollen keine Autos verkaufen) fuehlte ich mich auf Anhieb wohl und moechte mich auch noch einmal ganz herzlich fuer den freundlichen Empfang in der “Morgan Community” bei Robert Kasten bedanken.

Mir ist so etwas aehnliches mal mit einem Motorrad passiert. Es war 1998 und es war eine Kawasaki 1500 VN. Sie stand laenger als ein Jahr beim unserem damaligen Autohaendler und immer, wenn ich unser Auto zur Inspektion brachte, bin ich drumherum geschlichen. Eines Tages fragte mich der Verkaeufer, was ich dafuer bezahlen wuerde. Ich sagte meinen Preis, er ging drauf ein und ich hatte ein Motorrad 🙂 Ich fuhr die Kawasaki ein paar Jahre und bin mehr als gluecklich damit gewesen. Ich musste an dieses Erlebnis denken, als ich mit meinem eigenen Auto (Fiat) wieder vom Hof fuhr.

Und nun sitze ich hier und ueberlege, ob ich mir ein cooles Projekt ausdenke, realisiere und 50000 Euro verdiene … beispielsweise etwas mit einem Bezug zu Morgan Fahrzeugen 🙂

Porsche Museum & Werksführung

Ich wollte schon immer mal ins Porsche Museum. Vor ein paar Wochen hat es dann geklappt, sogar mit einer Werksführung.

Das Stammwerk der Firma Porsche ist in Stuttgart/Zuffenhausen. Es besteht aus dem Karosseriebau, dem eigentlichen Montagewerk, der Motorenfertigung, einer grossen Verkaufsniederlassung und dem Museum. Zwischen den Bereichen befindet sich ein Kreisverkehr in dessen mittlerem Bereich drei Porsche Modelle an Stahlträgern aufgehängt sind.

Porsche Museum

Das Museum ist eine sehr komplizierte Betonkonstruktion, hier eine Entwurfsskizze.

Porsche Museum

Das Museum hat einen oberen und einen unteren Bereich. Der Empfang, ein Shop, ein Restaurant und eine Oldtimer Werkstatt sind im unteren Bereich. Über eine lange Rolltreppe gelangt man in die Austellungsräume.

Porsche Museum

Auf dem Rundgang gibt es viele schöne Autos zu sehen  – hier ein paar Beispiele:

Ein Austro Daimler “Bergmeister” (1932)

Porsche Museum

Der erste 356 Porsche (1948)

Porsche

Der 356 America Spider

Porsche

911er in allen Facetten

Porsche 911

Gut hat mir der Porsche Carrera GT aus dem Jahr 2004 gefallen.

Porsche Carrera GT

Wenn man am Ende der Austellung angekommen ist, sieht man ein Schild “Die 2010er Jahre”.

Die Firma Porsche gehört seit dem Jahr 2010 zum Volkswagen Konzern. Das Schild markiert das Ende einer Ära. Links von diesem Schild sind die aktuellen Modelle in roter Lackierung hintereinander aufgereiht und die SUV passen so gar nicht in diese Austellung …

Aktuelle Modelle

… ein 918 Spider steht etwas verloren in einer Ecke …

918 Spyder

… mit mattschwarzer Lackierung sieht er sehr aggressiv aus und stellt für mich den grösstmöglichen Gegensatz zu den eleganten, älteren Autos dar. Dazu noch zwei Tweets

Auf drei Drehscheiben stehen dann als Abschluss der Austellung aktuelle 911 Sondermodelle und ich verstehe langsam, dass Porsche zu einer Modefirma, mit mehreren Kollektionen pro Jahr, geworden ist. Die Sondermodelle sind limitiert, kosten oft das Doppelte eines Serien 911ers und werde den Bestandskunden zuerst angeboten. Die Kunden interessieren sich für scheinbar für Details wie Scheinwerfer und Bremsen. Die verschieden farbigen Bremssättel stellen auch eine nach aussen sichtbare Statushierarchie dar (Aufpreis für eine Porsche Ceramic Composite Brake (PCCB) – 8508,50 Euro).

Porsche, Rim, Brake

Porsche

Die giftgrünen Teile scheinen noch teurer zu sein und sehen  meiner Meinung nach nicht wirklich schön aus. Hier ein Aussenspiegel.

Porsche Aussenspiegel

Werksbesichtigung

Fotografieren verboten – Handies müssen abgegeben werden! Ich versuche mal eine Beschreibung.

Mit einer kleinen Gruppe anderer Besucher wurde ich durch die Produktion geführt und war tief beeindruckt. Das Werk ist sehr eng, überall auf dem Aussengelände stehen fertige Fahrzeuge. Es hat keinen Gleisanschluss, jedes x-te (ich glaube 10te) Fahrzeug macht eine Probefahrt auf öffentlichen Strassen und als Krönung ist der innere Teil des Werkes (eine alte Backsteinhalle) denkmalgeschützt und kann nur mit Einschränkungen genutzt werden.
Das grösste Problem hier ist fehlender Raum!

Die Besichtigung beginnt im dritten Stock eines relativ neuen Gebäudes. Die fertigen Karosserien werden über eine Brücke aus dem Karosseriewerk, welches sich auf der anderen Strassenseite befindet, transportiert und das Fliessband beginnt. Es ist absolut faszinierend mit welcher Perfektion gefertigt wird. Kleine Roboterkarren bringen die benötigten Teile ans Band. Die Fahrzeuge werden “unsortiert” montiert. Also beispielsweise ein 911 Cabrio, dann ein Coupe, dann irgendein anderer Typ. Die Montage erfolgt weitgehend per Hand. Das ist insofern interessant, weil beispielsweise die Scheiben aus Genauigkeitsgründen von Robotern eingesetzt werden. Beim 911 Targa ist es  dem Roboter aus Platzgründen unmöglich die Heckscheibe einzubauen ohne durchs Hallendach zu stossen und so wird diese Scheibe per Hand montiert.

Die Armaturenbretter werden komplett zusammengebaut (Rechts- und Linkslenker gemischt) und dann in das Fahrzeug gebaut. Bei manchen Fahrzeugen geht das konstruktionstechnisch nicht, da müssen die Arbeiter die Armaturenbretter dann im Auto montieren.

Die Felgen und Reifen sind riesig, wenn man sie so für acht Autos neben dem Band liegen sieht 🙂

Im Motorenwerk werden derweil die Motoren gebaut und passend angeliefert.

Irgendwann ist das Auto komplett, ein Arbeiter fährt es vom Band. Die Fahrzeuge sind elektronisch auf maximal 35 km/h gedrosselt und sehen sehr schick aus 🙂

Hier in Zuffenhausen werden nur 2türige Fahrzeuge gebaut (911, Cayman, Boxter, 918 Spyder), die SUV und der Panamera werden in Leipzig, Hannover und Bratislava gebaut.

Beim Rundgang wurde mir klar, welche Logistik hinter so einer Fertigung steckt und dass die Montage eigentlich “nur” das Zusammenbauen perfekt passender, zum richtigen Zeitpunkt angelieferter Teile, bedeutet. Das machte mich neugierig, wer das eigentlich alles plant und erfindet.

Porsche Dienstleistungen

Porsche besitzt weitere Firmen wie Porsche Consulting, Porsche EngineeringMHP, CAx-Portal und natürlich Porsche Financial Services, die offenbar gut zusammenarbeiten und auch Projekte für Kunden realisieren.
Die Firma Porsche ist ja als Ingenieurbüro gestartet (Mann und Maus). Die 0-Serie des Kampfpanzers Leopard wurde übrigens auch von Porsche – Typ 814 – entwickelt. Ausserdem entwickelte Porsche Motoren für Harley Davidson, Gabelstapler für Linde, Flugzeug Cockpits für Airbus, Traktoren, Skilifte, Feuerwehrsysteme, und vieles andere mehr – und sprechen wollen sie darüber auch nicht so wirklich 😉

All Porsche Engineering customer projects are subject to the strictest discretion and confidentiality. Absolute secrecy is and always has been a matter of principle with us. (Website)

Das Firmenvideo zeigt ein wenig von der Atmosphäre, die auch in der Montage herrscht. Ich kann mich nicht so recht entscheiden, ob ich diese  “Männerwelt” gut oder bedrohlich finde. Beeindruckend ist es auf jeden Fall.

Leider kann man diesen Teil der Firma nicht besichtigen 😉

Genfer Autosalon 2016

Ferrari

Ich war das erste Mal auf einer Automobilaustellung.

Ich war beeindruckt!

Die Location ist einfach klasse. Man befindet sich in einem riesigen Raum in dem Autos stehen. In Wirklichkeit sind es wohl drei miteinander verbundene Hallen, aber der Effekt ist schon gut. Die Stände dürfen nicht höher als 1,40m sein! Das ist eine tolle Idee, denn trotz des grossen Andrangs wirkt alles sehr übersichtlich.

Geneva Motor Show

Nun sind Autos in den letzten 25 Jahren nicht so mein Thema gewesen, aber als Jugendlicher las ich regelmässig die Zeitung “Auto Motor Sport”. Ich bin in der Nähe von Wolfsburg geboren und war im Kindesalter der festen Meinung, dass das Wort Auto gleichwertig mit dem Wort Volkswagen ist. Nach der Lektüre der Autozeitungen wurde mir klar, dass es auch andere Autohersteller gibt. Mein erstes Auto war dann auch konsequenterweise ein Citroen 2CV, mein letztes, nach Auto Fan Kriterien, gekauftes Auto, ein 7er BMW. Ich habe also durchaus Erfahrung, wie man vor 25 Jahren Autos gebaut hat.

Vor etwa 20 Jahren wurde auch das Internet populär und ich fand Autos nicht mehr so wichtig (auch teure, schicke Autos stehen im Stau).

Nun schleicht sich das Internet aber doch so langsam in die Autoindustrie ein, sagen die Medien, und ich wollte mal schauen, wie so der Stand der Dinge ist. So eine Messe hat ja viele Gesichter.

Klischee bestätigt – Es ist ein Männerding

Harte, vom Leben gezeichnete Verkäufer mit krassen Telefonen …

Sales person

…. verkaufen krasse Autos ….

Fab design

… und beschäftigen junge, leicht bekleidete Hostessen.

PirelliDie Hersteller sind stolz auf die komplexe Technik. Es gibt viele Schnittmodelle. Ich mag diese Art der Darstellung und lerne eine Menge über viele und vor allem komplizierte Bauteile. Ich finde das auch nicht beruhigend, sondern eher erschreckend wie komplex Auto mittlerweile geworden sind. Das die überhaupt noch fahren erstaunt mich am meisten. Bei meinem BMW war Anfang der neunziger Jahre oft die Batterie alle, wenn er ein paar Tage stand.

SchnittmodellDie Kunden sind irgendwie mitgealtert, aber sie werden auch auf die Zukunft vorbereitet #inspiring #new #different #edgy

VisitorAudi versteht offenbar gar nicht die unfreiwillige Komik ihrer #untaggable Aktion …

Untaggable… und stolze Väter fotografieren ihren Nachwuchs vor teuren Autos.

Vater, Kind & Porsche

Wo ist denn nun das Internet?

Elektroautos sind da, spielen aber irgendwie keine wirkliche Rolle. Der Stand von Tesla ist überlagert (was aber eher an der Vorführung der Flügeltüren des Model X liegt).

Am Nissan Stand lädt das Handy eines Austellers …

Electrify the world

Die Hersteller versuchen die neue Technik auf unterschiedliche Arten darzustellen.

… mit 3D Brillen und einem tragisch blickenden Dummy

Virtual Test Drive

… mit Simulatoren (Volvo)

Simulator

… mit selbstfahrenden Autos aus denen schöne Frauen winken

Self driving car

… mit Drohnen-Landeplatz im Kofferraum. Die Drohne kann dann eine Rose über der Dame (oder dem Herrn) des Herzen abwerfen.

Trunk with drone

Und nun?

Es war ein schöner Ausflug. Ein wenig, wie eine Reise in das Dorf in dem ich aufgewachsen bin. Auf der einen Seite vertraut, auf der anderen sehr fern.

Ich werde in 20 Jahren wieder hingehen und sehen, was passiert ist.

Mein persönlicher Favorit ist dieses Auto, ein Morgan 4/4. Es wird seit 1936 in dieser Form gebaut.

Morgan 4/4

Und so wird dieses Fahrzeug gebaut

Tesla Model X

Bisher mochte ich keine SUV und ich stehe diesem ganzen Protzertum auch sehr kritisch gegenüber.
Heute morgen habe ich die Vorstellung des neuen SUV von Tesla gesehen und muss sagen:

Jau, so macht man das richtig 🙂

Versteht mich nicht falsch. Ich mag immer noch keine SUV und würde mir vermutlich auch keinen kaufen, wenn ich das Geld hätte aber die ganze Tesla Nummer geht einfach in die richtige Richtung. Wenn du schon so viel Geld für ein Auto raushaust, dann kauf ein Cooles.
Mit Flügeltüren, 3.23.8 sec von 0 auf 60 mph, 2 Kofferräumen, Platz für die ganze Familie und … tadaa … Elektromotor.

Gegen diese Präsentation von Elon Musk, gegen dieses Auto wirken die anderen SUV dermassen unsympathisch, unpraktisch, aufgeblasen, vorzeitlich und schlicht überflüssig noch überflüssiger.

2 CV – Eigene Wege

Meine erste Ente

Meine erste Ente hatte ich mit 18 Jahren. 23 PS und einen roten Knopf zum Starten des Anlasser 🙂

Im August habe ich sie gekauft und in meinem ersten Winter bei Glätte gleich in den Strassengraben befördert und auf die Seite gelegt.

Glücklicherweise war aber alles reparierbar und so befasste ich mich damals das erste Mal mit den Innereien des Autos. Ich war fasziniert über die absolut simple Bauweise wie die Falze zum Einhängen von Kofferraumklappe und Motorhaube und vielen anderen Kleinigkeiten.

In Heise Autos erschien neulich eine Artikelserie über die Technik der Ente, die wirklich lesenswert ist. Daher sammle ich hier mal die Links zu den bisher vier teilen.

Eigene Wege – Land- und Renntechnik im Citroën 2CV

Die Artikelserie gefällt mir gut und sie erzeugt bei mir wieder Lust auf einen 2CV.

Aber diesmal mit Elektromotor und Batterie, so wie diese norwegische Ente 🙂

Die wollen keine Autos verkaufen!

Smart 404

Unser Smart muss einmal im Jahr zur Inspektion. Das kostet bei Mercedes so ab 240 Euro aufwärts. Er ist Baujahr 2002 und hat mittlerweile 140.000 km auf dem Tacho. Wir haben überlegt, ob wir ihn verkaufen und uns einen “neueren” kaufen. Im September letzten Jahres war Termin für die contrôle technique (sowas wie TÜV in Frankreich). Der Prüfer war völlig hin und weg vom Zustand des Autos und riet uns, den ja nicht zu verkaufen, so ein gutes Auto bekommen wir nicht wieder. Es ist ein Typ 450 Cabrio mit Dieselmotor, Verbrauch etwas über 3 Liter.

Da ich Angst hatte, das grössere Reparaturen auf uns zukommen, habe ich überlegt, dass ich die Wartung auch vielleicht selbst machen könnte und habe mir entsprechende Lektüre gekauft.

Wie so oft kommen dann tausend Sachen dazwischen und wir beschlossen, ihn noch einmal zur Inspektion zu fahren und dann mal sehen, ob wir ihn verkaufen oder behalten.

Gestern war nur der Inspektionstermin. Normalerweise gebe ich das Auto morgens ab und hole es abends wieder ab. Gestern aber musste ich warten, weil mich keiner bringen konnte. Ich war also morgens um 8:30 bei Mercedes in Narbonne und ein Angestellter füllte das Auftragsformular für die Inspektion/Revision aus (Papier, mehrfache Ausfertigung, Probleme mit Drucker, …).
Es gibt offenbar drei Servicepakete, die man buchen kann und ich sollte mich entscheiden, welches ich will. Ich habe den Inhalt der drei Pakete nicht wirklich verstanden (lag nicht an Sprachkenntnissen). Ich fragte, was denn sinnvoll wäre, bei einem so alten Auto und ob es denn möglich wäre, dass die Werkstatt mal nachsehen kann, was so an grösseren Reparaturen auf uns zukommen würde. Ausser den drei Paketen war allerdings nichts möglich und ich entschied mich salomonisch für das mittlere Paket.

Ich wartete zweieinhalb Stunden auf unser Auto. Sie hatten eine gemütliche Sitzecke und ich konnte mal in Ruhe mein Handy aufräumen, News lesen, etc. Es war das erste Mal seit Jahren, dass ich in einem Autohaus so lange auf etwas wartete. Um mich herum standen Mercedes Neuwagen und in ihren Glascontainern sassen 3 VerkäuferInnen und tippten etwas an Ihren Computern. Jemand bot mir einen Kaffee an, jemand anders ein frisches Croissant, ein dritter kam mit der aktuellen Tageszeitung. Eine Steckdose gab es nicht. Mein Handyakku war so um 10:30 leer und ich spazierte dann durch das Autohaus, guckte mal bei den Neuwagen, beim neuen Smart und bei den Gebrauchtwagen.

Als das Auto fertig war, sah ich noch ein Feedback Formular, in dem man die Freundlichkeit des Personals mit Sternchen bewerten konnte. Alle waren freundlich! Ich bezahlte 240 Euro. Während des Bezahlvorgang unterhielten sich die Mitarbeiter freundlich miteinander.

NIEMAND, wirklich keiner hat mich in dieser Zeit auf mein Auto, wie es mir gefällt, was besser sein könnte, einen eventuellen Neukauf, Inzahlungsnahme oder was auch immer angesprochen.

Es mag ja sein, dass ich da etwas altmodisch bin, aber … hey … die Firma lebt doch irgendwie davon Autos zu verkaufen und sie beschäftigen ja offenbar auch Mitarbeiter für diesen Zweck.

Einer gab mir einen Kaffee, einer ein Croissant und einer eine Tageszeitung!

Autos wollen sie scheinbar nicht verkaufen!

PS: Ich habe vor 20 Jahren Busse verkauft. Kunden wie mir hätte ich an diesem Morgen etwas verkauft und viel Spass dabei gehabt.
Der 404 Fehler im Screenshot oben erschien übrigens, als ich auf den Link im offiziellen Twitter Account klickte (@smart_worldwide).
@smart_worldwide

 

Museo Enzo Ferrari

Museo Enzo Ferrari Modena

Why Ferrari?
I know the name Ferrari since I was a child. Ferrari meant for me red painted racing cars. On the road (in Lower Saxony, Germany in the 70ties) I have never seen such a car. The first Ferrari I saw live was a Testarossa. I was in the red light district of Braunschweig while I was working as a taxi driver 🙂
I’ve heard sometimes of Enzo Ferrari, but was not really interested in his story and the history of the cars.

It was the first time that I went to a “real” car museum and the visit wasn’t planned. We came for the Balsamico and I just rembered that Modena was the hometown of Enzo Ferrari.

The company Ferrari runs two museums in Italy, the “Museo Enzo Ferrari” in Modena and the “Museo Ferrari” in Maranello. The Museum in Modena consists of the workshop of Alfredo Ferrari and a new futuristic hall with changing exhibitions. Enzo sold this workshop to have enough money to start the Ferrari company in Maranello.

The Workshop

There is a space in which Enzo Ferrari’s story is told as an animated comic strip, another room with his office and a hall full of unique Ferrari cars and engines. The most impressive piece for me was the first Ferrari (125 S). It was produced in 1947 and only two examples were built!
The car and of course the engine (V12) are pieces of art!

Ferrari S 125
Ferrari S 125
Ferrari 125S

The newest model in the room is the Ferrari Enzo. It was build 399 times between 2002 and 2004.

Ferrari Enzo
Ferrari Enzo

The engines in the background are made by hand and they really look like sculptures.

The futuristic Hall

I didn’t know, that Ferrari built wooden(!) speed boats too.
Ferrari Speed Boat
Ferrari Speed Boat

In the futuristic yellow exhibition area was a Maserati exhibition and I was blown away by the elegance of these cars!

Maserati
1957 Maserati A6G 2000 Gran Sport

Maserati
Maserati 300S race car

Maserati
Maserati
Maserati A6 Zagato

Maserati 150 GT Spider Fantuzzi
1957 Maserati 150 GT Spider Fantuzi

More photos (Flickr set)

megaupload, Kim Schmitz, Apple and SOPA

IMG_0064Ok, to understand my thoughts you have to spend a bit time, follow the links and watch the videos and sources I linked to (or may be not, if you know them all).

I know it’s complicate and it takes time, but the world isn’t that easy 🙂

Step by step

SOPA/PIPA

The blackout/strike against SOPA/PIPA seems to be successful

Apples education thingie

As you may know, I am author/writer and I offer my books for free here on that website in different languages (publications). I was curoius and downloaded the iBook Author app for playing around with it. It’s wonderful, perfect … I like it … and I will for sure use it to create a book. I already work with Pages. Pages is old, it is slow, but I like it. Unfortunately the files you produce with iBook Author are tied to the Apple platform. It is not allowed to offer them for free download on my website. I am only allowed to offer them in Apples iBookstore. In Cory Doctorows video I learned, that this idea of appliances is a bad idea. Hm … in general I agree with him … but if you are in a situation like me … why not trying it out?

May be later on an open source project will offer a similar authoring tool.

Nearly the same content that appears as in my printed books is already available in a much better shape here on the website in a free HTML version, with slideshare presentations and videos included and dowanloadable as PDF … ok, I have to think about that.

Kim Schmitz

In the middle of the nineties he was known quite well in Germany, he founded a company called Data Protect and sold it to a serious institution (TÜV Rheinland).

It was the time where the internet was “new” and people started to build “homepages”. There was a huge discussion between him and the CCC.

in German:

In 2001, he had problems with other companies he founded, with inside trading and got in legal trouble. The wikipedia article about him is growing and growing over the day … read it.

2011 Auckland New Year Fireworks

  • he seems to be a poser, a cheater and he likes luxury cars, parties and girls

… ok … sounds like someone who needs a therapy treatment … as many others …

He achieved early notoriety by being the subject of an advanced-for-its-time flash animation video called Kimble Special Agent (right mouse click on the blue box and click play)

Seems to me that the flash animations partly came true …

He’s a meme’s dream 🙂

The Best Worst Photos of Megaupload’s Kim Dotcom

The Indictment

*** PROPERTY SUBJECT TO FORFEITURE ***

  • 1. $175,000,000 in United States dollars;
  • … 64 more bank accounts …
  • … 15 more cars …
  • 68. 2005 Mercedes-Benz CLK DTM, VIN WDB2093422F165517, License Plate No. “GOOD”;
  • 69. 2004 Mercedes-Benz CLK DTM AMG 5.5L Kompressor, VIN WDB2093422F166073, License Plate No. “EVIL”;
  • 70. 2010 Mercedes-Benz S65 AMG L, VIN WDD2211792A324354, License Plate No. “CEO”;
  • 71. 2008 Rolls-Royce Phantom Drop Head Coupe, VIN SCA2D68096UH07049; License Plate No. “GOD”;
  • 72. 2010 Mercedes-Benz E63 AMG, VIN WDD2120772A103834, License Plate No. “STONED”;
  • 75. 2007 Mercedes-Benz CL65 AMG, VIN WDD2163792A025130, License Plate No. “KIMCOM”;
  • 76. 2009 Mercedes-Benz ML63 AMG, VIN WDC1641772A542449, License Plate No. “MAFIA”;
  • 81. 2010 Mercedes-Benz CL63 AMG, VIN WDD2163742A026653, License Plate No. “HACKER”;
  • 82. 2005 Mercedes-Benz A170, VIN WDD1690322J184595, License Plate No. “FUR252”;

The A-Class (A170) was may be a typo or the neighbours car 🙂

I love the license plates 🙂 (GOOD, EVIL, CEO, GOD, STONED, KIMCOM, POLICE, MAFIA, HACKER)

In the morning Elliot Kembers took photos at “dotcom mansion” (Kim Schmitz gets his cars seized!)

https://www.flickr.com/photos/elliottkember/sets/72157628949521545

Megaupload

Megaupload, the file-sharing service of the company, allowed all users to upload files to the service. After a successful file upload, the user was given a unique URL which allowed others to download the file.

The service was available in two flavors: basic and premium. The basic service was available for free and allowed users to upload files of up to two gigabytes. Free users could not download files larger than one gigabyte, however. Registered free users were offered 200 gigabytes of total file storage. Premium users had unlimited file storage – more on Wikipedia ¨

There are more of these kind of companies.

Today in the morning, when I was out for buying croissants and the baker told me, that the site isn’t fully down. He tried multiupload.com and it was possible for him to reach his files.

The baker told me that – in Fitou!

Seems that the service was quite popular 🙂

According to the FBI:

180,000,000 users, 13th mostfrequently visited website on the entire Internet, an average of 50 million daily visits, and to account for approximately four percent of the total traffic onthe Internet

MegaUpload Accounted for a Quarter of All Corporate Traffic—More than Dropbox

According Alexas 100 topsites: No. 72 website of the world and No 22 in France.

Alexa

Megaupload wasn’t just for pirates: angry users out of luck for now

The Video

First watch it!

The fat guy in the middle (1:50) is Kim Schmitz. The other people are more or less simply stars (Will.i.am, P Diddy, Kanye West, Chris Brown, Jamie Foxx, Kim Kardashian, Lil John, The Game, Floyd Mayweather, Serena Williams, Ciara) .

There are two insteresting stories around this video:

While I am writing this blog post, the video was watched 50,000 times!

The Data – Where is it now?

megaupload.com stored nearly 25 PetaByte client data. Who has access to that data now?

Is is possible to do the same with Microsoft Azure Data, Amazon Cloud Data, Dropbox Data and other cloud stored data?

Anonymous

During the night and in the morning Anonymous supporters attacked the websites of the Department of Justice, the FBI and Universal Music Group, among others. The hacktivists used a technique called a Distributed Denial of Service to overload their targets with web traffic and effectively force them offline.

Grupo hacker afirma que tirou site do FBI do ar

Difference The Pirate Bay and Megaupload

Megaupload charges it’s users, The Pirate Bay asks for donations. Big difference.

Questions to me

  • What was good and what was wrong with the business model of megaupload?
  • What is good and what is wrong with the business model of Universal?
  • What is good and what is wrong with the business model of Apple concerning iBook Author and iBookstore?
  • What could be a better business model for all of them?
  • Is there a way for Authors, Writer, Journalists to get paid for their work beside the old model?

WHAT A DAY/NIGHT 🙂