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China – Teil 7 – Long Jing Tee

Wir sind in Hangzhou. Hangzhou liegt in der Provinz Zhejiang und ist wieder so eine chinesische Millionenstadt, von der ich vorher mal gehört hatte, sie aber nicht wirklich einordnen konnte. Die Stadt liegt knapp 200 km südwestlich von Shanghai, und hat gut 9 Millionen Einwohner. Die dokumentierte Geschichte reicht bis ins Jahr 221 v. Chr. zurück. Hangzhou war im 13. Jahrhundert die grösste Stadt der Welt mit etwa einer Million Einwohner. In Hangzhou gibt es, neben zahlreichen anderen Sehenswürdigkeiten, den West Lake. Er ist seit 2011 zum UNESCO Weltkulturerbe erklärt und eine der grössten Sehenswürdigkeiten in China. Er wurde im 8. Jahrhundert künstlich angelegt und ist umgeben von Sehenswürdigkeiten. Der West Lake wurde in vielen chinesischen Städten kopiert. Insgesamt gibt es 36 West Lakes in China und ein paar in Japan. Aber eigentlich geht es ja heute um Tee …

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China – Teil 6 – Hongkong

Ich habe diesen Teil der Reise mal vorgezogen, weil ich dauernd daran denken muss, wie es in Hongkong war. Auf der letzten Etappe sind wir von Shenzhen Bei aus mit der Bahn nach Hongkong West Kowloon gereist. Es sind 26 Kilometer und die Fahrt dauert knapp 20 Minuten. Shenzhen hat heute knapp doppelt soviel Einwohner (12,5 Mio) wie Hongkong (7 Mio). Vor 30 Jahren wohnten in Shenzhen 59.000!, in Hongkong 5,1 Millionen Menschen. Es muss also eine Menge passiert sein in den letzten 40 Jahren.

Bei der Ankunft in Hongkong am Bahnhof West Kowloon passierten wir die Grenzkontrollen zwischen China Mainland und der Sonderverwaltungszone Hongkong. Da wir nur ein einfaches China Visa hatten, konnten wir nun nicht mehr so einfach zurück nach China, was auch so von uns geplant war. Nach drei Wochen China fiel uns nach der Grenze die massive Werbung für Finanz- und andere Dienstleistungen in Hongkong auf. In Chinas Bahnhöfen gibt es auch Werbung aber eher “dezent”. In Hongkong gibt es eine andere Währung (Hongkong-Dollar) und ein anderes Telefonnetz. In China hatten wir kostenloses Roaming, in Hongkong leider nicht mehr. SIM Karten sind aber preisgünstig – etwa 8 Euro für 5GB Daten. Wenn man aus dem klimatisierten Bahnhof kommt, schlägt einem die Hitze entgegen (so um die 30 Grad) und ein durchaus beeindruckendes Panorama.

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China Teil 5 – Shanghai

Nächste Station in China ist Shanghai. Von Xi’an aus ist das eine Strecke von gut 1.300 km. Mit dem Zug dauert die Reise knapp sieben Stunden. Shanghai ist eine der grössten Städte der Welt, nach Tokyo und Delhi. Es hat etwa 24 Millionen Einwohner und eine Ausdehnung von 50km mal 50 km. Die Ausdehnung ist nur unwesentlich grösser wie Berlin. Wenn man mit dem Zug aus Westen kommt, sind die letzten 300km hinter Nanjing ein einziges Siedlungsgebiet (Changzhou, Wuxi, Suzhou). Der Zug fährt dort mit einer Geschwindigkeit von 300 km/h etwa eine Stunde durch ein “Häusermeer” bis er dann in Shanghai hält. Auf diesem letzten Teil der Strecke gibt es wirklich alle Bauformen von Häusern, die man sich so vorstellen kann. Hin und wieder sieht man auch Statuen wie diese:

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China Teil 4 – Xi’an

Nächste Station in China ist Xi’an. Von hier stammt die Pasta, die Marco Polo nach Italien brachte (Biang Nudeln), es gibt viel Kalligraphie, eine sehr alte Pagode und in der Nähe der Stadt befindet sich das Mausoleum Qin Shihuangdis und dessen Terracotta Armee. Wir fahren von Peking aus mit dem Zug. Die Reise ist 1.100 km lang und dauert etwa 6 Stunden. Zum ersten Mal fahre ich in China mit dem Zug und ich bin mal wieder “beeindruckt”. Wir hatten die Zugtickets online gebucht und bezahlt und sollten sie uns nun an einem Bahnhof ausdrucken lassen.

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China Teil 3 – Die Mauer

Vermutlich hat jeder von euch schon mal von der chinesischen Mauer gehört. Sie ist viel grösser und viel älter als ich dachte. Mit dem Bau wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. begonnen. Die Mauer erstreckt sich über mehr als 21.000 Kilometer und umfasst 43.721 Einzelobjekte und Standorte. Auch hier spielt die Zahl 10.000, beziehungsweise das Zeichen wàn – 萬 / 万, wie schon in der verbotenen Stadt, eine Rolle. Es steht ausser für 10.000 auch für Unendlichkeit und im Falle der Mauer für eine unvorstellbar oder unendlich grosse Mauer. Hinsichtlich Volumen und Masse ist sie tatsächlich bis heute das grösste Bauwerk der Welt.

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China – Teil 2 – Verbotene Stadt

Die verbotene Stadt ist “eine” Palastanlage in Peking. Sie wurde ab dem Jahr 1406 gebaut und zeitweise haben eine Million Sklaven und 100.000 Kunsthandwerker gleichzeitig daran gearbeitet. Bis ins Jahr 1911 wurde sie von den Kaisern der Ming und Qing Dynastie bewohnt. Die einfache Bevölkerung hatte keinen Zutritt, daher der Name.

Die Anlage ist wirklich GROSS und irgendwie perfekt. Auf einer Grundfläche von 720.000 m² befinden sich 890 Paläste mit 8.886 Räumen. Der Legende nach waren es früher 9,999.5 Räume. Symbolisch gesehen war die verbotene Stadt unendlich gross, denn nur der Himmel durfte etwas haben, das grösser als 10.000 ist.

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China – Teil 1 – Ankunft

Ich war im September/Oktober 2019 vier Wochen in China. Ich war in Peking, Xi’an, Shanghai, Hangzhou und in den Yandang Bergen bei Yueking. Anschliessend weiter nach Hongkong und dann wieder nach Hause.

Ich bin sehr beeindruckt von diesem Land und den Menschen, die mir begegnet sind. Ich habe schon lange nicht mehr so viele neue Eindrücke Und Ideen erhalten, wie auf dieser Reise. Mein Kopf ist voller Bilder, Gerüche, Geschichten, Fragen, dem Surren von Elektrorollern, -autos und -bussen und teilweise auch widersprüchlichen Ereignissen. Es reicht vermutlich für ein paar Blogposts :) Ich starte mal mit Teil 1 – Ankunft

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Eine Zeitreise ins Jahr 1984 und zurück

Ich liege in meinem Auto auf dem Campingplatz am Stadtbad in Wolfenbüttel. Mein Zelt konnte ich nicht aufstellen, weil jetzt nur nur noch Wohnmobile erlaubt sind, also schlafe ich im Auto. Ich habe Kopfweh und sehe auf dem Telefon 45 neue Nachrichten in der WhatsApp Gruppe mit dem Namen ABI 1984. Ich schreibe mit verquollenen Augen … 

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Digitalisierung in Deutschland

Auf dem Chaos Computer Camp führte ich ein langes Gespräch mit einer Person, die sieht, wie ihre Mutter Probleme mit ihrem PC hat. Sie möchte ihr gern helfen, weiß aber nicht so richtig wie. Am liebsten würde sie einen neuen PC kaufen, den “schön” einrichten und ihr schenken. Die Mutter will das nicht, sie hat Angst, dass die Icons auf dem Desktop auf dem neuen PC anders angeordnet sind.

Jetzt sitze ich in einem ICE und lese ein Buch. Eine Schaffnerin (heißt das so?) kontrolliert Fahrkarten. Etwa die Hälfte der Fahrgäste hat die Tickets auf einen elektronischen Gerät. Die Schaffnerin hat ein Lesegerät für QR Codes in der Größe eines kleinen Laptops, also recht klobig und schwer. Sie ist sichtlich genervt über die virtuellen Tickets weil viele Fahrgäste ihr Gerät nicht bedienen können.

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Chaos Communication Camp 2019

Ein Camping Event, das alle vier Jahre von ehrenamtlichen Helfern organisiert wird. Sie heissen Engel und bewohnen den Himmel. In den Himmel kommt man durch die “Heavens door”. Im Himmel werden die Engel nach ihrer harten Arbeit belohnt. Wer wissen will wie, sollte Engel werden. Jeder kann das :)
Soweit ich weiss, waren es diesmal etwa 5000 Camper, davon mehr als 1000 Engel. Um mit dem bestehenden Platz auszukommen (mehr als 5000 geht nicht), gab es die Tickets nur “mit Beziehungen” in der Community. Mehr Personen wären nicht möglich gewesen. Fotografieren ist nur erlaubt, wenn man die Menschen, die auf dem Bild zu sehen sind, um Erlaubnis fragt. Daher gibt es auch recht wenig Bilder.
Ich versuche mal zu beschreiben, wie ich das Camp erlebte: