Unser kleiner Garten

Katze

Ich habe diese Woche zuhause am Computer gearbeitet (9to6 Job) und kann dabei in unseren Garten gucken. Tine ist eine Woche unterwegs und so gehe ich nach der Arbeit in den Garten und baue an der Gabionen Mauer weiter bis es dunkel wird. Der Garten ist so etwas aus unserer Planung gefallen. Immer wenn wir Zeit haben, machen wir etwas – Seit 8 Jahren mittlerweile.

Der Garten ist einfach nur ein “Hang”. Mittlerweile haben wir zwei Ebenen gebaut und einen Platz mit einem Gründach, wo wir unser Feuerholz lagern. Die Abtrennungen bauen wir mit Gabionen. Continue reading “Unser kleiner Garten”

Die Matratze und die Europäische Union

Die Matratze

Seit etwa zwei Jahren wollten wir eine neue Matratze für unser Bett kaufen (160*200cm). Tine hatte regelmässig morgens “Rücken” und wir schoben es auf die Matratze. Die war schon ein paar Jahre alt und sah auch ein wenig “verbraucht” aus. Die alte Matratze war eine Federkernmatratze und wurde durch die Fensteröffnung in das Schlafzimmer transportiert, als noch kein Fenster drin war! Ich war mir nicht sicher, ob wir erneut eine Federkernmatratze in dieser Grösse in unser Schlafzimmer bekommen. Immerhin liegt der Raum im ersten Stock.

Wir sprachen immer mal wieder über das Thema “Matratzenkauf”. Wenn wir mal bei Ikea waren (120km entfernt, in Montpellier), legten wir uns kurz auf die ausgestellten Matratzen, hatten aber nicht wirklich einen Plan, worauf man achten muss. Ich tendierte zu einer “Nicht Federkernmatratze” wegen des Fensterproblems, Tine tendierte zu einer “festen” Federkernmatratze wegen ihres Rückens.

Zeit verging … Continue reading “Die Matratze und die Europäische Union”

Mauern, Pflanzen, Katzenscheisse, Frühling und Wochenende

So romantisch ...

Die ganze Woche, einschliesslich Samstag, habe ich vor dem Bildschirm gesessen und gearbeitet. Das ist nicht gut für meine Gesundheit (sagt meine Frau).
In Fitou scheint die Sonne aus allen Knopflöchern und so schickte mich die Liebste zur Mauer um Efeu/Hecke/Baum/Grünzeug zu schneiden. Es geht um eine vier Meter hohe und 5 6 m lange Mauer, die von beiden Seiten völlig zugewachsen ist.
Hach wie romantisch.
Diese Mauer ist ein Teil der noch zu bauenden “Garage” (wäre übrigens ein toller Platz für den Morgan 😉 ) und wenn wir die Pflanzen nicht entfernen, stürzt die Mauer vermutlich ein. In den letzten Wochen hatte Tine schon drei Hänger voll Äste geschnitten – jetzt war ich dran … Continue reading “Mauern, Pflanzen, Katzenscheisse, Frühling und Wochenende”

Neues aus Fitou!

Illumination

Seite einer Woche bin ich wieder in Fitou.

Die News aus der grossen, weiten Welt erscheinen noch immer im Minutentakt als Push Nachrichten auf meinem Telefon. Hier im Dorf ist es eher ruhig. In der letzten Woche war es sehr windig (Tramontana). Wenn der Wind weht, sind die Dorfstrassen leer.  Es ist nicht kalt, die Temperaturen liegen mittags so zwischen 10 und 15 Grad, und wenn die Sonne scheint, dann prickelt es schon wieder schön auf der Haut. Die ersten Mandelbäume blühen und das Unkraut wächst leider auch sehr gut.

Recyclinghof

Fitou wechselte vor ein paar Jahren von einer “Samtgemeinde” in eine andere. Das Interessante an diesem Schritt ist die Tatsache, dass die neue “Samtgemeinde” in einem anderen Department liegt (Pyrénées- Orientales), Fitou aber weiterhin zum Department Aude gehört. Bisher änderte sich nichts Wesentliches für uns. Letzte Woche zeigte uns der Diensthabende auf der Déchèterie (Recyclinghof) allerdings ein offizielles Schreiben. Continue reading “Neues aus Fitou!”

I traveled and caught a cold

Journey (car, plane)

As you know, I’m one of these famous Iron Bloggers and I try to write at least one blog entry per week.

The last week was a bit packed and now I have time to think about.

  • Monday was my last day in Frankfurt. I had a wonderful time at Artus and I want to say thank you. Artus is an amazing company with a special culture (in a positive sense). Just one example: Each Wednesday they come together for a one hour breakfast and during that time, one is doing a short presentation about a topic that matters. Have a look at their Facebook page, each presentation gets a post.

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Krasser Bischofssitz – Albi

Bell Tower Albi

1209 – 1129 führte die katholische Kirche in unserer Gegend einen Kreuzzug gegen die Kartharer (Albigenserkreuzzug). Es war der einzige Kreuzzug in Europa. Die Kirche tötete alle Kartharer, die sich weigerten zur katholischen Kirche zu konvertieren. Als die Kirche merkte, dass sie die Auseinandersetzung nicht gewinnen wird, fragte sie beim französischen König (Ludwig VIII) an, ob er den Kreuzzug mit seinen Soldaten zu Ende bringen könne. Der nutzte die Gelegenheit, trieb Steuern ein und sein Sohn (Ludwig IX) gliederte das damalige Okzitanien in den französischen Staat ein. Der Kreuzzug wurde offiziell 1229 mit dem Vertrag von Paris beendet.

In Albi gab es zu dieser Zeit bereits seit 700 Jahren einen Bischofssitz (Erzbistum Albi).

Das Ansehen der katholischen Kirche war 1229 in unserer Gegend … nunja … am Ende …

Wohl auch aus Imagegründen hatte ein Bischof die Idee auf der Basis von Vorgängerbauten in Albi eine Kathedrale zu bauen. Sie sollte eine “andere”, nicht so reiche, nicht so verschwenderische Kirche, symbolisieren. Er entschied sich daher für Backstein als Material und der Kirchenbau begann im Jahr 1282. Hundert Jahre später war die Kathedrale weitgehend fertig und damit die grösste Backsteinkirche weltweit (der Eingang auf der linken Seite wurde später angebaut).

Kathedrale von Albi

Besonders eindrucksvoll ist der Glockenturm. Von unten sieht es aus als schaue man auf ein Raumschiff.

Glockenturm Albi

Auf dem Foto wird es vielleicht nicht so deutlich, aber das Design ist schon anders, verglichen mit den üblichen Kirchen hier. Der Bischofssitz selbst wurde in ähnlichem Stil umgebaut.

Bishops Palace Albi

Das Ensemble muss damals unglaublich modern gewirkt haben.

So einfach wie Kirche und Palast von aussen aussehen, so prunkvoll sind die Innenräume eingerichtet. Eigentlich ein Widerspruch zu der ursprünglichen Idee des Bischofs … aber … naja.

Ausser den “üblichen Verdächtigen” wie dem Gemälde des Jüngsten Gerichts

Last Judgement

… einer schicken Kanzel

Albi Cathedral

… imposanten “Schnitzereien”

Albi Cathedral

gibt es auch interessante Muster und Details

Pattern

Pattern

Pattern

Gargoyle Albi

… und eine schöne Sonne

Sun

1817 wurde die Diözese von Albi mit Lavaur und Castres verschmolzen.

Henri Toulouse-Lautrec

1864 wurde in Albi der Maler Henri de Toulouse-Lautrec geboren. Er starb 1901 und seine Eltern suchten einen Ort für seine Bilder.  1905 wurden in Frankreich Kirche und Staat offiziell getrennt (Gesetz zur Trennung von Kirche und Staat). Die Verantwortlichkeit für den Palast ging auf die Stadtverwaltung über, die Kathedrale gehört weiterhin der Kirche. 15 Jahre lang versuchte die Mutter Toulouse-Lautrecs, die Comtesse Adèle de Toulouse-Lautrec, die Stadtverwaltung von Albi davon zu überzeugen, den Bischofspalast zu einem Museum zu machen und 1922 wurden tatsächlich die ersten Ausstellungsräume eröffnet. Das Toulouse-Lautrec Museum wurde seitdem mehrfach renoviert und 2012 neueröffnet.

Museum - Toulouse-Lautrec

Bei vielen Lithografien sind auch die passenden Entwürfe ausgestellt.Museum - Toulouse-Lautrec

Museum - Toulouse-Lautrec

Mit seinen ungeschminkten Szenen des Pariser Nachtlebens rund um den Montmartre spiegelte Lautrec das Bild einer legendären Zeit, der sogenannten Belle Époque, wider. Dabei war Toulouse-Lautrec in erster Linie Porträtist: Der einzelne Mensch, nicht die Menge, war sein Thema.

Es ist schön, gerade diese Bilder in einem ehemaligen Bischofspalast zu sehen 🙂

… übrigens Bischofspalast … die Lage ist der Hammer …

… das ist der Garten

Garden

… das ist der Blick von der Mauer

Albi

Bishops Palace

Und es gibt noch ein paar unrestaurierte Terassen, nicht erschlossene Gebäudeteile und der ganze Hang zum Fluss inclusive Ufer ist weitgehend naturbelassen.

Das ganze Ensemble ist übrigens auch auf der Unesco Heritage Liste (Episcopal City of Albi).

 

Auf der Landstrasse von Fitou nach Genf

Ich bin heute auf der Landstrasse von Fitou nach Genf gefahren und habe Podcasts dabei gehoert. Ich bin kurz vor 6:00 Uhr los und so gegen 19:00 Uhr angekommen. Dazwischen habe ich immer mal angehalten.

Auf der Landstrasse darf man 90 km/h fahren und passiert unendlich viele kleine Doerfer.

reise

Ich habe jetzt 1000 Bilder im Kopf, sitze im Bett und ordne Gedanken.

Hier sind die drei Bilder, die mich heute am meisten beeindruckt haben.

Hinter Montpellier auf dem Weg nach Nimes waren sehr viele Flamingos, Reiher und andere Voegel.
Und dann war da dieser Baum. Erst war er fast leer, nur der graue Vogel in der Mitte sass drauf. Und dann kamen so nach und nach die Anderen 🙂

Birds

Dann ging es weiter durch endlose Reihen von Olivenbaeumen

Olive trees

So hinter Nimes aendert sich dann langsam das Licht und die Landschaft (Es wird meistens grau und regnerisch 🙁 ). So auch heute. Bis kurz vor Genf war es bewoelkt und diesig.

Nur einmal kam richtig die Sonne raus und da sah ich dann dieses Atomkraftwerk (Cruas Meysse Wikipedia). Es verschmolz irgendwie mit dem Himmel.

Nuclear Power Plant - Cruas Meysse

 

 

Winter in Fitou

Januar und Februar sind die kälteste Zeit in Fitou. Die Temperaturen sinken in der Nacht schon mal auf unter 5°C. Wenn die Sonne scheint, sind es um die Mittagszeit knapp 20°C und die Sonne prickelt auf der Haut. Normalerweise ist es recht windig im Winter (Tramontana). In diesem Jahr war es bislang allerdings sehr mild und kaum windig.

Warum rede ich übers Wetter?

Ich sass ein paar Wochen lang sehr, sehr lange vor dem Computer und habe gearbeitet (Websites & Serverkram). Seit einer Woche arbeite ich wieder im Haus und baue an Elektrik und Wasserversorgung. Ich falle dann immer schnell in so einen Rhythmus, bei dem ich gern viel schaffe und viel erledige. Das klappt auch ganz gut. Letzten Freitag wollten wir nachmittags zu Ikea fahren (120km nach Montpellier) um Teile für die Küche zu kaufen.

… und jetzt kommt die Stelle mit dem Wetter …

Manchmal macht es so “schnipps” – und dann realisiere ich, wo ich wohne. Es war so schön draussen, das wir beschlossen einfach spazieren zu gehen und den Einkauf zu verschieben.

Almond tree

Die Mandelbäume fangen an zu blühen, die Vögel zwitschern, es duftet nach Thymian, Rosmarin und all diesen Kräuter, deren Namen ich mir nicht merken kann, deren Gerüche ich aber mittlerweile kenne. Die Wege in der Garrique sind sehr alt und ausgetreten. Es ist eine eine Gegend, in der seit tausenden Jahren Menschen gewohnt haben.

Garrique
Überall stehen alte Steinmauern als Begrenzungen früherer Siedlungen, Felder, Schafweiden und verlassenen Weinfeldern. Es ist eine steinige Landschaft ohne grössere Bäume und es regnet nicht oft. Die Pflanzen die hier überleben, sind meist sehr alt und robust.
Hier passiert nichts schnell und manchmal tut mir diese Erkenntnis gut.

Ausser “hach” fällt mir meistens dazu nichts ein. Diesmal habe ich es (dank meines wunderbaren Telefons) allerdings geschafft zwei drei Bilder zu machen und so kam es zu diesem bräsigen Blogeintrag 🙂

Scheinbar geht es nicht nur mir so, daher hier noch ein paar Instagram Fotos aus der Gegend von letzter Woche. 

A photo posted by Arnaud Cornel (@arnaudcornel) on

A photo posted by Olivier Gillot (@ogillot) on

A photo posted by jadounettte (@jadeizia_mua) on

A photo posted by @carlottapaolieri on

Île des Sidrières

Nicht weit von Fitou liegt im Etang de Leucate die kleine Halbinsel Île des Sidrières. Auf der dem Wind abgewandten Seite der Insel ist es immer schön warm und natürlich windstill. Ein perfekter Platz zum Pläne schmieden und in der Sonne dösen.

Die Insel ist über eine kleine Brücke erreichbar. Es gibt einen verlassenen Bootsverleih, ein paar unbewohnte und ein paar bewohnte Häuser, zwei (von fünfzehn) Quellen die den Etang mit Süsswasser speisen, viele alte Steinmauern und wunderschöne Blumen und Schmetterlinge. Die Nachbarinsel gehört mehr oder weniger den Vögeln, im Etang stehen Flamingos und Fischreiher. Von der gegenüberliegenden Seite des Ufers starten viele Windsurfer in Richting Insel, kehren aber meist vorher wieder um.

Als ich das erste Mal vor etwa 9 Jahren hier war, sah es  genauso aus wie heute. Es ist so ein Platz, an dem die Zeit stehen geblieben ist.

Heute befindet sich Frankreich im Krieg gegen den Islamischen Staat. Französische Staatsbürger haben in Paris Attentate verübt. In Frankreich herrscht Ausnahmezustand.

Die Polizei führt ohne richterliche Beschlüsse Hausdurchsuchungen durch, die Behörden können Vereine und Gruppen, die sie für Gefährdungen halten, auflösen. Jede Person, deren Verhalten zu Bedenken hinsichtlich der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit führt, kann unter Hausarrest gestellt werden. Das Lichterfest in Lyon fällt aus, vor dem Carrefour Supermarkt stehen bewaffnete Sicherheitskräfte und kontrollieren die Taschen … natürlich auch meine …

Diesen Krieg kann Frankreich mit solchen Mitteln nicht gewinnen.

Mal sehen, wie es hier in 10 Jahren aussieht.

Wood, Bois, Holz, Îles des Sidrières

Îles des Sidrières

Îles des Sidrières

Mehr Bilder

 

Collioure

Es gibt so Orte, die sind einfach schön. Collioure ist so ein Ort. Er hat eine bewegte Vergangenheit (sogar Pablo Picasso malte hier) und ist im Sommer von Touristen völlig überlaufen.

Gestern waren wir dort und es war wirklich schön!

Die Sonne schien, kein Wind wehte und es sieht so aus:

Harbour, Collioure

Im alten Schloss war eine Antiquitätenaustellung. Das Schloss (eine umgebaute Festung) wird endlich renoviert und ist sehr sehenswert.
(Leider hatte ich nur das Handy dabei zum fotografieren)

Chateau Royal, Collioure

366/146

Rock, Plants, Wall

Von oben hat man dann einen solchen Blick auf den Hafen:

Harbour, Collioure

Man kann noch immer baden gehen oder einfach nur in der Sonne sitzen, lesen oder spazierengehen.

Viele Häuser sind Secondary homes, ein paar Häuser stehen leer oder sind zu verkaufen (also, hier würde ich vielleicht auch mal eins renovieren …)

Es gibt ein kleines Museum für moderne Kunst (ist interessant). Hinter dem Museum sind Terassen mit Olivenbäumen und eine alte Windmühle.

Und in diesem Haus wurden schon etwas länger die Fensterläden nicht geöffnet 🙂

Seems, these windows are closed since long time

Wie gesagt, es gibt so Orte … hach …

https://de.wikipedia.org/wiki/Collioure