BarCamp Schweiz

Session Plan Barcamp Schweiz 2018

Ein BarCamp ist ein Event, bei dem Menschen zusammenkommen, die sich sonst nicht unbedingt begegnen würden. Jeder Teilnehmer kann, wenn sie oder er das will, eine Session präsentieren. Der Name ist eine Anspielung auf eine von Tim O’Reilly initiierte Veranstaltungsreihe namens FooCamp, bei der ausgewählte Personen (Friends of O’Reilly) sich zum Austausch und zur Übernachtung (Camping) trafen (hat also nichts mit Bars, saufen und hemmungslosem Sex zu tun). Während man zur Teilnahme am FooCamp eine Einladung von O’Reilly benötigt, kann an Barcamps ohne Einladung teilgenommen werden. Mit Foo und Bar werden in der Informatik Platzhalter bezeichnet.

Ich habe stilecht auf dem Campingplatz in Zürich übernachtet und bin morgens in die Stadt gelaufen. Continue reading “BarCamp Schweiz”

Die Matratze und die Europäische Union

Die Matratze

Seit etwa zwei Jahren wollten wir eine neue Matratze für unser Bett kaufen (160*200cm). Tine hatte regelmässig morgens “Rücken” und wir schoben es auf die Matratze. Die war schon ein paar Jahre alt und sah auch ein wenig “verbraucht” aus. Die alte Matratze war eine Federkernmatratze und wurde durch die Fensteröffnung in das Schlafzimmer transportiert, als noch kein Fenster drin war! Ich war mir nicht sicher, ob wir erneut eine Federkernmatratze in dieser Grösse in unser Schlafzimmer bekommen. Immerhin liegt der Raum im ersten Stock.

Wir sprachen immer mal wieder über das Thema “Matratzenkauf”. Wenn wir mal bei Ikea waren (120km entfernt, in Montpellier), legten wir uns kurz auf die ausgestellten Matratzen, hatten aber nicht wirklich einen Plan, worauf man achten muss. Ich tendierte zu einer “Nicht Federkernmatratze” wegen des Fensterproblems, Tine tendierte zu einer “festen” Federkernmatratze wegen ihres Rückens.

Zeit verging … Continue reading “Die Matratze und die Europäische Union”

Bahn, Blitze und Staatsgeheimnisse

Bahnhof in Narbonne

Letzte Woche stand ich vor der Entscheidung, wie ich denn nun diese kalte Welt im Norden bereise. Ich entschied mich gegen das Auto und für den Zug. Am Mittwoch morgen um 6 Uhr brachte mich Tine mit dem Auto nach Narbonne. Der Plan war, mit dem TGV nach Dijon zu fahren, dort in einen anderen TGV umzusteigen und in Richtung Zürich weiterzufahren. Als Bahnhofsfoto Projekt Fan, fotografierte ich das zunächst mal das Bahnhofsgebaeude. Continue reading “Bahn, Blitze und Staatsgeheimnisse”

Ich fahre vom Grünen ins Blaue – aber wie?

Wetter im Januar

Ich fahre gern Auto, Motorrad oder Fahrrad. Vermutlich kommt das daher, weil ich auf einem Dorf aufgewachsen bin. Öffentlicher Nahverkehr existierte in meinem Dorf damals passend zu den Arbeitszeiten. Morgens fuhren drei Busse (6, 7, 8 Uhr) in die Stadt und am Nachmittag/Abend wieder zurück (16, 17, 18 Uhr). Dazwischen gab es noch einen um 10 für die, die verschlafen hatten und einen Bus für Schulkinder wie mich, der um 14 Uhr aus der Stadt kam. Nach 18 Uhr fuhr nichts. Wer dagegen einen fahrbaren Untersatz hatte, war “frei”. Bei mir begann diese “Freiheit” mit einem Fahrrad, das es mir erlaubte, schnell an die angesagten Stellen in der Nähe des Dorfes zu kommen. Continue reading “Ich fahre vom Grünen ins Blaue – aber wie?”

Tourismus, Social Media und Kunst in Chur

Lichtinstallation in Chur

Als ich durch Chur ging, fiel mir in einem Fenster ein flackerndes Licht auf. Es war eine animierte Figur, die irgendwie auf das Fenster projiziert wurde. Ich tweetete diese Frage …

… und erhielt nach 50 Minuten (!) eine Antwort vom Twitter User @Churtourismus.

Auf ortung.gr ist das Projekt beschrieben. Es geht um

Die professionelle Förderung und die nachhaltige Vermittlung von Kunst im öffentlichen Raum Chur: Das sind die Anliegen der Vereins ART-PUBLIC Chur, der im Jahr 2011 gegründet wurde und 2012 mit dem Kunstprojekt «Säen, ernten, glücklich sein» den Churer Fontanapark zu einer Begegnungs- und Erfahrungsstätte von Mensch, Raum, Natur und Kunst machte.

Das mehrmonatige Kunstprojekt «Ortung.» bringt von Mai bis Dezember 2014 fortlaufend neue Positionen der Gegenwartskunst in den öffentlichen Raum von Chur ein. Der Kalender … zeigt, wann welche Ausstellungen und Interventionen in (Schau)Fenstern, Vitrinen, auf Plakatstellen/Billboards und in der Tageszeitung «Die Südostschweiz» stattfinden. Wo die Interventionen im öffentlichen Raum zu finden sind, zeigt [eine] Karte.

Die Website ortung.gr ist ein wenig unübersichtlich, aber ich habe dann doch die Animation gefunden. Sie ist ein Werk von Gabriela Gerber & Lukas Bardill (http://www.bardillgerber.ch/) und heisst BOHRLOCH

… GABRIELA GERBER & LUKAS BARDILL, «BOHRLOCH», 2014
Videoinstallation (50mm Stahlrohr, Rundprofi l, Monitor, Zuspieler Video, Zeichentrickfi lm, HD, Loop, s/w, ohne Ton)
4. Oktober bis 30. November 2014, Passerelle Arcas 25
Unaufhörlich bohrt die Zeichentrickfi gur. Sie dreht und dreht an der Querstange, schaut ab und zu ins Bohrloch, als wolle sie die Tiefe ergründen, – und bohrt anschliessend unermüdlich weiter. Die Intervention «Bohrloch» stammt vom Künstlerduo Gabriela Gerber und Lukas Bardill. Im Rahmen des Projekts Ortung setzten sich die beiden mit der Frage nach dem idealen Ort im öffentlichen Raum auseinander. Müssten sie diesen Ort als geometrische Grösse definieren, so wäre für sie der
Punkt die Antwort. Auf der Suche nach genau diesem idealen Punkt im verdichteten Zentrum von Chur wurden sie am westlichen Ende des Arcas-Platzes fündig . Der Platz verengt sich dort zu einem schmalen Durchgang , über welchem sich eine gedeckte Passerelle beugt. Bei dieser Passerelle defi nieren Gerber und Bardill den idealen geometrischen Ort: Ein Punkt mit der kleinsten Ausdehnung im Platz, aber mit der grössten Konzentration …

Ich bin tief beeindruckt vom Werk als solchen, der öffentlichen Präsentation, sowie der Interaktivität des Ganzen!

cocoate ubercart demo shop

ubercart_logo_185x106Gestern habe ich unter dem URL http://ubercart.cocoate.com eine Website auf der Basis von Acquia Drupal und Ubercart eingerichtet. Das Ziel der Website ist es, beide Produkte mal in Aktion zu sehen.

Auslöser der Aktion ist eine Ubercart Live Präsentation auf dem DrupalMediaCamp in Aarau am 8.5.2009, die beim Publikum recht gut angekommen ist.

Es gibt

zu verkaufen.

Gestern habe ich die PayPal Anbindung eingebaut und die Produkte grob eingestellt.

Heute habe ich im Downloadbereich den Download eines Originalbildes konfiguriert (Originalbild zweimal downloaden).

Außerdem habe ich ein paar Google Anzeigen mit dem AdSense Modul von Drupal eingeblendet.

Ich freue mich über Kommentare und Ideen!

Tweakfest 2009 in Zürich

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Das Tweakfest wurde zum dritten Mal von der Digital Culture Association veranstaltet (tweakfest.ch).

Es dauert zwei Tage und bestand aus einer Konferenz im Technopark und einem Tag in der alten Börse mit Kunstinstallationen, Vorträgen und Live Performances. Am Konferenztag hatte ich leider keine Zeit, konnte aber die Session con Nam Do, in der mit Gedankenkraft ein Computer bedient wurde, per livestream ansehen. Das notwendige Headset zum “Gedanken lesen” kostet etwa 300 US$ (Video beim Tagesanzeiger).

Am nächsten Tag konnte ich noch für ein paar Stunden in die Alte Börse gehen und ich habe wirklich tolle Sachen gesehen.

Thema Serious Games

Ein Project das mir besonders gefallen hat, war ein ‘serious game’ von Rosario Azzarello (gamedesigner.ch). Ich mußte mir zwei Bänder, ähnlich wie beim Blutdruck messen, nur viel schmaler, um die Oberarme binden. Die beiden Bändern waren mit einem iMac verbunden. In die Hand gedrückt bekam ich einen kleinen Schaumgummiball, der ebenfalls mit derm Computer verbunden war.

Was ist der Sinn?

In verschiedenen Therapien müssen Kinder beispielsweise Ihre Arme in einem bestimmten Winkel hochheben um spezielle Muskeln zu entwickeln. Meistens ist das sehr langweilig und die Übungen werden nicht richtig ausgeführt.

In dem Spiel werden die Arme als Steuerungsgerät benutzt und man muß sie im genau definerten Winkel heben und senken, damit das Spiel funktioniert.

Die Spielidee ist einfach.

Man muß eine Zirkuskanone mit Munition laden und auf eine Zielscheibe schießen. Geschossen wird durch Druck auf den Schaumgummiball. Danach muß man neu laden und kann Munition holen, indem man mit den Rechten Arm hebt und senkt und nach rechts läuft oder die gleiche Bewegung nach links vollzieht.

Das Ganze ist in Python programmiert und macht schon einen sehr runden Eindruck.

Würfel

pic 011Ein absolut cooles Projekt besteht aus einem Würfel, der an alle Seiten mit Codes beklebt ist. Auf den Würfel ist eine Kamera gerichtet, deren Bild auf einen Beamer projiziert wird. Dort wo der Code auf dem Würfel ist, wird eine mit Blender generierte Umgebung eingeblendet in der ein Männchen steht. Wenn man den Würfel jetzt kippt so “fällt” das Männchen gewissemaßen nach vorn, hinten, links oder rechts und fängt an zu laufen. In dem Raum sind Treppen, die das Männchen benutzen kann. Wenn es am Ende einer Treppe angekommen ist, verschwindet es zu einer anderen Seite des Würfels. Man muß den Würfel dann drehen, um das Männchen wiederzufinden.

Mehr Info: [todo Link finden]

ABSOLUT KLASSE Reactable

reactableDas Projekt ist schon etwas älter (2005). Die Kernidee stammt aus Barcelona. Es ist ein Glastisch, in dem unten ein Beamer drin ist, der ein Bild unter die Glasplatte projiziert. Eine ebenfalls vorhandene Kamera erkennt Gegenstände, die auf dem Tisch liegen (über Fiucials) oder Finger, die etwas tun. Es gab drei Anwendungsbeispiele: Als Musikinstrument Als Oberfläche um sich ein Versicherungspaket zusammenzustellen. Als Archiv von Bildern, Texten und Videos in einer Baumstruktur. So kompliziert ist scheint die Programmierung gar nicht zu sein. Man benötigt die reactable Library und kann wohl dort über Flash/Actionscript draufzugreifen. In einem Vortrag von [todo Name] Geier stellte er eine kommerzielle Version des Tisches vor, die wohl im Sommer für etwa 12.000 Euro auf den Markt kommen wird.

Open Source Movie

pic 017 Ein weiterer Vortrag war von [todo Name] stellte ein Projekt vor, das Open Source Filme dreht. So unglaublich das klingt, es scheint zu funktionieren. 2005 haben sie den ersten Film fertg bekommen und alles vorhandene Material freigegeben. Der Name des Films ist: Route 66. Man kann sich den Film kostenlos downloaden und ansehen, man kann auch auf der Website spenden.Der zweite Film wird im Laufe des Jahres fertig werden und heißt The last drug.

Interface Culture

Die Universität Linz bietet einen Studiengang Interface Cultur an. Die Professorin Christa Sommerer stellte den Studiengang und ihre eigene Geschichte vor. Seit 1992 macht sie Video Installationskunst und es ist einfach beeindruckend zu sehen. Mehr von ihr findet man auf der Website (http://www.interface.ufg.ac.at/christa-laurent/).

Live Performance

pic 024Den Abschluß bildete eine Live Performance der Société Suisse d’Art Méchatronique. Ja, was soll ich dazu sagen. Es war irgendwie cool, superlustig und in meinem Augen eine bessere Werbung für die Schule als jeder Flyer oder jede Anzeige.

Die paar Stunden Tweakfest, die ich erleben durfte waren absolut klasse und ich hoffe, das ich nächsten Jahr beide Tage dabeisein kann.

reactable

Twitterbier in Pfäffikon

Am 21.4 war ich in Pfäffikon am Zürichsee zum Twitterbier. Hier die Einladung von Marcel Widmer

Twitterbier ist eine gute Einrichtung.

Man trifft Menschen, mit denen man sich über coole Sachen unterhalten kann. Glücklicherweise selten über Technik, eher über Strukturen, Hintergründe, Verbindungen, … na das Leben halt.

Manchmal auch über Twitter.

Für alle “noch nicht Twitterer”,

hier noch ein paar Tweets.

bloggingtom: Nachtrag: Danke an @marcelwidmer@hagengraf@diverix@councelorzh

@danielebneter@ganimed@fabiennes für den gestrigen Abend. #twitterbier 

councelorZH: @retoz_ch guten morgen …. natuerlich hat man es gut ueberstanden. #twitterbier
councelorZH: Fazit #twitterbier#zuerisee: Die Reise in die Pampa *gg* hat sich mehr als nur gelohnt. Cooler Abend mit netten und interesanten Twitters.
bloggingtom: Unser Twitterbier wird gerade zum Twitterpfefferminztee…
dworni: @councelorZH danke für die Bilder. 😉 Habe mir hier vor Ort ein Twitterbier und Bierstängeli gegönnt (Züri wär etwas weit). #twitterbier

Als ich so am Suchen nach Tweets war, habe ich entdeckt, dass man die Suche nach Datum filtern kann.

Also: alle Tweets zum Thema twitterbier in der Zeit vom 15.4 – 22.4 findet man hier:

Ich mag Twitter immer mehr 🙂

BlogCampSwitzerland4

Am 21.3 war BlogCamp in Zürich. Es waren etwa 100 Teilnehmer in der ETH Zürich. Jeder Teilnehmer bekam einen Zettel mit einer fortlaufenden Nummer. Ich hatte die Nummer Neun. Peter Hogenkamp eröffnete das Camp mit einer Erklärung was ein BarCamp ist. Jeder Teilnehmer sagte drei Tags über sich. Meine Tags waren Drupal, Joomla und Sonne. Das BlogCampSwitzerland findet zum vierten Mal statt und auf dem Hype Zyklus liegt es wie auf der Grafik beschrieben:

Blogcampswitzerland4 Hype Cycle Continue reading “BlogCampSwitzerland4”

Alfred Escher 1819-1882, Aufstieg, Macht, Tragik

Das Buch ist geschrieben worden von Joseph Jung. Jung ist Historiker bei der Credit Suisse. Hier ein Zitat von ihm über Escher:

Die Wertschätzung setzte erst nach seinem Tod ein, als er nicht mehr gefährlich war. Ohne ihn wäre die Schweiz ein Bauernstaat geblieben

Escher gilt als der “Architekt” oder “Begründer” der modernen Schweiz. Er startete den im Gegensatz zu anderen Ländern etwas verspäteten Eisenbahnbau in der Schweiz mit der Nordostbahn, zur Finanzierung der Unternehmung gründete er die Schweizer Kreditanstalt (heute Crédit Suisse), er gründete außerdem die Schweizerische Rentenanstalt (heutige Swiss Life) und das Polytechnikum (heutige ETH), um genügend Ingieneure zur Verfügung zu haben. Als letzte und eindrucksvollste Tat setzte er alles daran einen Tunnel durch die Alpen zu bauen. Die Gotthardbahn wurde von der Schweiz, Italien und Deutschland finanziert und führte durch einen 15 km langen Tunnel durch das Gotthard Massiv.

Escher machte durch seine Geschäfte Zürich zu einer internationalen Großstadt. Escher war Nationalrat, Bundesrat und hatte an Ämtern so ziemlich alles inne, was man damals in der Schweiz erreichen konnte. Durch seinen großen Erfolg, war er sehr umstritten. Er hatte ein Talent, die großen Zusammenhänge zu sehen und seine Ziele strategisch zu verfolgen und durchzusetzen. In seinen letzten Jahre litt er unter seiner schwachen Gesundheit und wurde von seinen “Feinden” (u.a. Bundesrat Emil Welti) dazu gedrängt, erst den Posten bei der Schweiter Kreditanstalt (nach 25 Jahren Vorsitz) und dann den Posten bei der Gotthardbahn zu Verfügung zu stellen. Zur Eröffnung der Gotthardbahn wurde er nicht eingeladen.

Auf dem Bahnhofsplatz in Zürich hat man ihm ein Denkmal gesetzt.

Das Buch ist sehr “schwurbelig” geschrieben und mühselig zu lesen. Der Autor hält sich oft an Kleinigkeiten auf. Die Story um Escher ist allerdings dermaßen interessant, das ich mich in sechs Wochen durch die 500 Seiten gekämpf habe. Hollywood würde vermutlich sofort einen Film aus diesem Stoff machen!

Sein Denkmal vor dem Züricher Hauptbahnhof (bei -10°Celsius)

Alfred Escher