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Deutsch France

Pigmente aus Roussillon

Wenn wir Wände verputzen, dann machen wir das fast immer mit verschiedenen. selbst  angerührten Kalkputzen, die mit Pigmenten eingefärbt werden. Das geht auch auf Fermacell Platten. Tine hat mal darüber geschrieben (Restoring stone walls, plastering walls (If you struggle, you can hire me ;-) )).

Für die Pigmente fahren wir hin und wieder nach Roussillon. Dort gibt es einen Berg, der … wie soll ich sagen … aus Pigmenten zu bestehen scheint :)

Abhängig vom Anteil an Eisen im Gestein entstehen die unterschiedlichen Farben.
Auf diesem Bild kann man das ganz gut sehen.

Ochre rocks in Roussillon

Es gibt einen Wanderweg durch den Berg, der etwa eine Stunde dauert und sehr eindrucksvoll ist.

Ochre rocks in RoussillonOchre rocks in RoussillonOchre rocks in RoussillonOchre rocks in RoussillonOchre rocksOchre rocksOchre Rocks

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Coopérative ôkhra – Usine Mathieu

Der “Baumarkt” wo wir Pigmente und allerlei Werkzeug kaufen ist eine alte Pigmentmühle und heute eine Kooperative (okhra.com).

Coopérative ôkhra - Usine Mathieu

Usine MathieuUsine MathieuUsine MathieuUsine Mathieu

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Jetzt sind wir wieder gut ausgerüstet mit Pigmenten, Savon Noir, speziellen Putzkellen, ein paar Fachbüchern und bauen weiter :)

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Deutsch Garden

Eine krasse Betontreppe im Garten

Hinter unserem Haus ist ein “Garten”. Das Wort Garten ist ein wenig übertrieben, da es eigentlich nur ein Berg ist. Der Bereich war mehr als 15 Jahre sich selbst überlassen und seit 2011 versuchen wir da ein wenig Struktur hinein zu bekommen.

Wir haben mit Gabionen eine erste Ebene abgetrennt und mit einer Gabione auf der zweiten Ebene angefangen. Der Höhenunterschied von der ersten zur zweiten Ebene sind 1,50 Meter. Auf der zweiten Ebene liegt das Holz für den Winter. Um auf die zweite Ebene zu kommen, muss man ziemlich “geländegängig” sein und mit einem vollen Holzkorb wird das nichts.
So sieht es momentan aus … – wir brauchen wir eine Treppe!

next project ... stairs

Die Öffnung zwischen den Gabionen ist ebenfalls 1,50 breit. Als Material wollten wir irgendetwas Stabiles als Basis. Die Treppenstufen wollen wir dann mit irgendetwas “schönem” verkleiden. Eine gute Gelegenheit um mal diese hässlichen Betonsteine auszuprobieren aus denen hier die meisten neueren Häuser bestehen. Die Steine haben eine clevere Struktur, sind innen hohl und können für so ziemlich alles verwendet werden (Nur für bewohnte Bauten sind sie so eine Sache weil … Beton und Raumklima …).

Parpaing

Nach zwei Hängerladungen voller Steine, Sand und Kies und ein paar Tagen Arbeit haben wir nun eine Art Showtreppe im Garten :) Man schwebt gewissermassen nach unten.

more structured and with stairs now

Nun müssen “nur” noch die Stufen verkleidet werden … aber der Weg zum Holz (rechts im Blid unter der blauen Plane) ist schon viel sicherer.

Wo wir gerade dabei waren, haben wir vor dem Holzstapel noch ein Fundament gebaut. Dort sollen die Stützen für ein Dach (ein weiteres Projekt) befestigt werden.

Et voila … die zweite Ebene kann “erschlossen” werden :)

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Deutsch

Es funktioniert! – Vanilleeis selbst machen :)

Auf dem Weg zum Strand kaufen wir uns manchmal eine Packung Eis und löffeln die dann auf.
Aus Neugier habe ich mal nachgeschaut, wie eigentlich Milchspeiseeis gemacht wird und ob man das selbst machen kann.

Die gute Nachricht – man kann!

Aber …

Die Eismasse muss in einem kalten Behälter angerührt werden (Minimum -10° C).
(Fabrikeis wird teilweise bei -40 Grad hergestellt mit Bindemittel, Emulgatoren, Stabilisatoren und so Zeug.)

Den kalten Behälter kann man

  • über einen Kompressor realisieren (im Prinzip ein kleiner Tiefkühlschrank, der selbst kühlt)
  • über einem Behälter, der in einem Tiefkühlschrank gefroren wird und für die Zeit des Eis machens dann kalt ist.

Die erste Variante ist natürlich luxuriöser und man kann jederzeit Eis machen, ist aber auch recht teuer (> 200 €)

Die zweite Variante ist viel simpler und auch billiger (so umme 70 € Krups G VS2 41 Eismaschine Venise) und braucht auch nur 6 Watt Strom für den Drehmechanismus.

Wir haben uns für die zweite Variante entschieden.

Eis machen

Der Behälter der Eismaschine muss 24 Stunden in einen Tiefkühlschrank.

Die Eismasse besteht aus 250 ml Milch, 100 gr Zucker, 2 Eiern, 425 ml Sahne und Vanille Aromaextrakt und muss 12 Stunden in den Kühlschrank.

Photo

Heute nach dem Frühstück haben wir dann die Masse ins Gerät gerührt und völlig fasziniert zugesehen, wie daraus nach etwa 30 Minuten Vanilleeis wird.

Vanilla ice cream

Dann piept das Ding und das Eis ist fertig.

Und es schmeckt echt klasse!

Vanilla ice cream

 

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Art Deutsch

l’Atelier Expo

Unser ehemaliges Büro ist für ein paar Wochen in eine Kunstgalerie verwandelt worden.

Der Verein Atelier aus dem Nachbarort La Palme stellt eine Auswahl von Werken seiner Künstler während des Sommers hier in Fitou aus.

Der Verein hat das Ziel, Leute zusammen zu bringen um Ihre Kreativität zu entdecken und zu entfalten.
Im Atelier kann jeder Kurse zu vielen künstlerischen Themen machen.
Es gibt Kurse zu verschiedenen Maltechniken, Skulpturen, Mosaiken und Arbeiten mit Holz und Metall. Die Kurse werden von professionellen Künstlern und Leuten, die sich in dem Metier gut auskennen, angeboten.

Im Herbst werde ich das auch mal versuchen.

Links:

 

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Books Deutsch

Berlin Bank Skandal

Benedict Ugarte Chacon hat im Jahr 2012 ein Buch über den Berliner Banken Skandal geschrieben.

Das Buch ist die gekürzte und aktualisierte Version seiner Dissertation vom Dezember 2010.

Wer etwas mehr über postdemokratische Vorgänge im Allgemeinen und die wirklich interessante Story von der Bankgesellschaft Berlin, der Berliner Sparkasse, der Berliner Immobilien-Holding GmbH, der Investitionsbank Berlin, der Landesbank Berlin, dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung und Anwaltskanzleien wie Freshfield Bruckhaus Deringer erfahren möchte, dem möchte ich das Buch sehr empfehlen.

Affiliate Link zum Buch auf Amazon.de: Berlin Bank Skandal

Im aktuellen Zusammenhang mit der Griechenland Krise fand ich diesen Tweet des Autors wirklich gut!

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Deutsch France Real Estate

Leben in Südfrankreich – warum nicht? Wir verkaufen unser Haus!

2006 sind wir nach Südfrankreich gezogen und haben uns ein Haus gekauft und dann nach und nach renoviert. Es enthält drei Wohnungen und das ehemalige Büro von cocoate.com.

Das Tolle an dem Haus ist, dass es Geld verdient!

Bei der Renovierung haben wir darauf geachtet, behutsam und flexibel vorzugehen. Die Wohnungen können bei Bedarf verbunden werden und aus dem Büro liesse sich auch eine grosse Werkstatt mit Garage machen.
Das Haus steht in Fitou, einem altem Winzerdorf in Südfrankreich, im alten Dorfkern. Die Aussenmauern sind 50-70 cm dick und aus Natursteinen.

Ausser Fitou Rotwein gibt es natürlich auch frische Croissants in der Bäckerei, einen Place de la Republique mit einem Café und es ist nicht weit zum Strand. Einen relativ schnellen Internetzugang gibt es auch!
Die perfekte Kombination für Menschen, die hin- und wieder, oder sogar immer, online arbeiten.

Schönes Haus im Zentrum des alten Dorfes, mit 3 Wohnungen und einem Geschäftsraum auf insgesamt 186 m²:

  • ein Studio, vermietet
  • ein Studio mit Terrasse (ideal für Feriengäste),
  • ein Appartment mit drei Zimmern und einer Terrasse, vermietet
  • ein Geschäftslokal.

Es sind keine Bauarbeiten nötig. Das Haus wurde in den Jahren 2007-2009 komplett renoviert, es hat ein neues Dach bekommen, eine neue Sanitär – und Elektroinstallation, die Fenster haben Doppelverglasung und die Wände sind isoliert.

Das Haus bietet viele Möglichkeiten. Entweder Sie verwenden es als zweiten Wohnsitz oder Sie betrachten es als eine Investition mit hoher Profitabilität (4.8% – 7.25%). Die Mieteinnahmen betragen momentan jährlich 13.240 €, das Geschäftslokal könnte für 450 € pro Monat vermietet werden. Die Kosten (Steuern, Elektrizität, Wasser) betragen 2.322 € p.a.

Mit geringem Aufwand können Sie das Haus auch in ein Einfamilienhaus mit Garage und Werkstatt umbauen, siehe Grafik.

Kaufpreis: 189.000 €

Warum verkaufen wir es?

Wir werden älter und bevor wir nicht mehr können, wollen wir die Welt bereisen.
Da wir dazu Geld brauchen, haben wir schweren Herzens beschlossen, das Haus zu verkaufen.
Glücklicherweise gehört uns auch die Nummer 36, das Nachbarhaus. Das bedeutet, wir werden Nachbarn :).
Aus diesem Grunde versuchen wir, das Haus ehrlich und transparent anzubieten, schliesslich werden wir mit dem Käufer/der Käuferin ja doch recht nah zusammenleben.

Wie kommt der Preis zustande?

Es ist in etwa das, was wir für Haus und Renovierung bezahlt haben, unsere Arbeit nicht eingeschlossen. Die Mieten, die wir momentan erzielen, sind fair, um nicht zu sagen, vergleichweise günstig für Region und Austattung. In der momentanen Finanz- und Anlagesituation ist das Haus eine gute, langfristige, sichere und nachhaltige Investition. Es ist eine gute Gelegenheit für einen Start in Südfrankreich oder einfach für ein paar Jahre in der Sonne.

Zu wann ist das Haus zu kaufen?

Na, wir würden schon gern bald aufbrechen :)
Im Ernst, es eilt nicht, das Haus ist bezahlt und verdient, wie gesagt, Geld.

Wo kann ich mehr über das Haus erfahren?

  • Im Internet:
    – Wir haben eine Website erstellt mit vielen Fotos: http://forsale.fimidi.com.
    – Wir haben mal ein Jahr in Fotos dokumentiert. Sie geben einen guten Eindruck von der Umgebung.
  • Vor Ort:
    Besuchen Sie uns doch einfach. Sehen Sie sich das Haus in Ruhe an und wohnen Sie ein paar Tage darin.
    Buchen Sie über die fimidi.com Site das rote Appartment. Das Wetter hier ist über das ganze Jahr schön, im Winter fällt die Temperatur selten unter 5-10 °C und Schneefall haben wir in den letzten 9 Jahren ein einziges Mal für ein paar Stunden erlebt. Wir haben hin- und wieder Wind aus den Pyrenäen oder vom Meer, daher ist die Gegend auch ein Kite-Surfer Paradies.

Bis bald :)

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Deutsch Iron Blogger Rhein Neckar

Ich erzähle etwas über mich

Letzte Woche habe ich beschlossen Iron Blogger zu werden und jede Woche mindestens einmal zu bloggen. Da mich die meisten anderen Iron Blogger im Rhein-Neckar Gebiet gar nicht kennen, möchte ich mich vorstellen und etwas über mich erzählen.

Ich wohne seit 2006 in Fitou, Frankreich. Das liegt am Meer und entspricht so ziemlich jeder nordeuropäischen Klischeevorstellung von Südfrankreich.
Es ist auch wirklich schön hier.

Ich habe seit 2006 keinen Wohnsitz mehr in Deutschland und bin auch nicht oft in Deutschland. Wenn ich mal nach Deutschland reise, besuche ich meist Veranstaltungen über Open Source Software oder meine Familie oder ich kaufe so etwas wie Fenster, Werkzeuge, Farben und andere Dinge, die man zum Renovieren von Häusern benötigt und hier manchmal nur schwer bekommt.

Ich bin mittlerweile 50 Jahre alt. Ich habe 1994 meine Traumfrau gefunden und ich habe 4 Töchter und einen Enkel.

In meiner Twitter Bio steht

consultant, author, trainer, solution finder, web architect, developer, open source specialist, visionary, orator, the good old webmaster.
Able to simplify!

Das ist alles richtig, spiegelt aber nur einen Teil meines Lebens wieder.

Seit fast 20 Jahren (seit 1997) renovieren wir beispielsweise “nebenbei” alte Häuser. Das steht nicht in meiner Twitter Bio, wird aber zunehmend wichtiger in meinem Leben. Ein altes Haus in seiner Grundstruktur zu erkennen, zu verstehen und zu renovieren bedarf viel Ausdauer.
Ich habe dabei soviel gelernt, dass ich etwas darüber erzählen will.

Aber vielleicht hat ja auch jemand von euch eine Frage ?

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Deutsch English Français France Freifunk Internet Software Structure

Free/Libre/Freies WiFi in/à Fitou? EN, DE, FR

English: Freifunk (German for: “free radio/free wifi”) is a non-commercial open Grassroots initiative to support free radio networks. Freifunk is part of that international movement for open wireless radio networks. The initiative is based on the Picopeering Agreement. In this agreement participants agree upon a network that is free from discrimination, in the sense of net neutrality. The network can be used by anyone, without logging in. There is short video that explains how it works.

Français: Freifunk (de l’allemand: “onde radio libre/wifi libre“) est une initiative à but non lucratif visant à soutenir les réseaux sans fil libres et gratuits. Freifunk fait partie du mouvement international pour les réseaux sans fil gratuits. L’initiative est basée sur l’accord Pico Peering. Dans cet accord, les participants s’engagent à assurer un réseau libre de toute discrimination, en conformité avec le principe de neutralité du net. Le réseau peut être utilisé par tous, sans inscription préalable. Voici une courte vidéo expliquant son fonctionnement (Video avec des sous-titres en français).

Deutsch: Freifunk ist eine nichtkommerzielle Initiative, die sich dem Aufbau und Betrieb selbstverwalteter lokaler Computernetzwerke als freies Funknetz widmet. Freifunk baut auf dem Pico Peering Agreement auf, das für ein diskriminierungsfreies Netzwerk sorgen soll (Netzneutralität). Das Netzwerk kann von jedem genutzt werden, ohne Anmeldung. Es gibt es kurzes Video, das das Prinzip erklärt (deutschsprachiges Video).

English: A few weeks ago, I received an email from the Office de Tourisme, Fitou. They asked for the conditions for possible WiFi connections (ssid, password) in our village. They want to provide a Word document with these information to give it to tourists and guests.
Plenty of freifunk nodes in our village could provide easily WiFi coverage. Every visitor would have free access to the Internet.

Français: Il y a quelques semaines de cela, j’ai reçu un courriel émanant de l’Office de Tourisme de Fitou. Ils souhaitaient connaître les conditions pour une éventuelle connexion wifi (ssid, password) pour notre village. Ils souhaitaient créer un document Word avec ces informations afin de les distribuer aux touristes.
Nombre de nœuds Freifunk  pourraient être mis en place facilement afin de permettre une bonne couverture wifi. Chaque touriste pourrait ainsi bénéficier d’un accès wifi gratuit.

Deutsch: Vor ein paar Wochen habe ich eine E-Mail von unserem Touristoffice erhalten. Sie fragten nach den Bedingungen für WiFi Verbindungen und wollen diese in einem Word Dokument speichern und an die Touristen verteilen.
Viele Freifunk Nodes in unserem Dorf würden ein nahezu flächendeckendes WiFi ergeben. Jeder hätte freien Zugang zum Internet.

officeWifi

 

English: Today I installed the first Freifunk node in Fitou in our house (36 Rue du Pla) and you are welcome to do the same in your house. We can create a free Freifunk WiFi cloud above Fitou and everyone could enjoy free internet access.
A suitable device costs 15-35€ (e.g. TP-Link-TL-WR841N, TP-Link-TL-WR842ND). It’s necessary to change the firmware of the device to an open source software.
Please contact me, if you want to participate and need help.

Français: Aujourd’hui, j’ai installé le premier nœud Freifunk dans notre maison de Fitou (au 36, rue du Pla) et vous êtes tous invités à faire de même chez vous.  Nous pouvons mettre en place, gratuitement,  un cloud wifi Freifunk à Fitou  afin que vous puissiez tous bénéficier d’un accès internet gratuit.
Pour se faire, il est nécessaire d’avoir un routeur (environ 15-35 € – par exemple TP-Link-TL-WR841N, TP-Link-TL-WR842ND) et il convient de remplacer le logiciel propriétaire de l’appareil par un logiciel open source.
N’hésitez pas à me contacter si vous souhaitez participer ou si vous avez besoin d’assistance.

Deutsch: Heute habe ich den ersten Freifunk Node in Fitou in unserem Haus (36 Rue du Pla) installiert und Sie sind herzlich eingeladen das gleiche in Ihrem Haus zu tun. Wir können eine kostenlose WiFi Freifunk Cloud über Fitou erstellen und jeder Besucher unseres Dorfs kann einen kostenfreien Internetzugang genießen. Ein geeignetes Gerät kostet 15-35 € (z.B. TP-Link-TL-WR841N, TP-Link-TL-WR842ND). Es ist notwendig, die Firmware des Geräts durch eine Open-Source-Software zu ersetzen.

Bitte kontaktieren Sie mich, wenn Sie teilnehmen möchten und Hilfe benötigen.

Freifunk Maphttp://ffmap.freifunk-rheinland.net/

fitoufreifunk

Photos, Images, Bilder: https://www.flickr.com/photos/hagengraf/sets/72157653095516585

Wikipedia Freifunk
EN: http://en.wikipedia.org/wiki/Freifunk
DE: http://de.wikipedia.org/wiki/Freifunk
FR: Aucune :( – qui est capable de ma aider de traduire est cree l’article?

Website Freifunk: https://freifunk.net EN, DE

Updates

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Deutsch Irak Journalism Politics

Das “Kalifat” schrumpft

… habe ich gerade auf Spiegel-Online gelesen (Erfolge gegen den “Islamischen Staat”: Das “Kalifat” schrumpft).

Im Artikel bezieht sich die Autorin Raniah Salloum auf

  • Matthew Olsen, Ex-Leiter der Anti-Terror-Zentrale der amerikanischen Geheimdienste,
  • Ex-General John Allen, Koordinator des internationalen Bündnisses
  • Die Risiko-Analyse-Firma The Soufan Group

Mal kurz nachgeschaut, wer das eigentlich ist …

Matthew Olsen

scheint immer noch General Counsel bei der NSA (Chief Legal Adviser/Hauptrechtsberater) zu sein (Quelle Wikipedia und Newsweek).

One of the most powerful, but least visible, legal jobs in the federal government is the post of general counsel—chief lawyer—at the National Security Agency. The ultrasecret agency, based in a huge complex at Fort Meade, Md., uses some of the world’s most powerful computer systems in a global electronic-eavesdropping network that civil-liberties advocates call the closest thing the U.S. government has to Orwell’s Big Brother.

John Allen

John Allen (in Rente) ist der “Special Presidential Envoy for the Global Coalition against ISIL”

“What we’re facing in northern Iraq is only partly a crisis about Iraq,” he added. “It is about the region and potentially the world as we know it.”

aus Retired Gen. John R. Allen in Line to Lead Effort vs. ISIS vom 9.11.2014

Ali Soufan

Ist ein ehemaliger FBI Agent und heute der CEO der Soufan Group.

Ali Soufan
Ali Soufan, Ceo der Soufan Group (Bild Wikipedia http://en.wikipedia.org/wiki/Ali_Soufan)

Das steht auf der soufangroup.com About Seite

The Soufan Group provides strategic security intelligence services to governments and multinational organizations. Our training programs, security services, and research insights arm our clients with the essential knowledge and skills to prepare for, manage and respond to constantly evolving security needs.

In diesem Video erklärt er, dass es darum geht einen “Counter Narrative” zu finden …

 

Diese drei Personen sind die einzigen genannten Quellen in dem Artikel, auf die sich die Autorin bezieht.

Soll sie dem deutschsprachigen Publikum das “Counter Narrativ” beibringen, von dem Ali Soufan im Video erzählt?

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Deutsch

Meine erste Kolumne

Willkommen zum Start meiner immer Dienstags im Addison Wesley Blog erscheinenden Kolumne zu den Content Management Systemen Drupal, Joomla! und WordPress. Dies ist die erste Ausgabe dieser Kolumne und ich prokrastiniere seit einer Stunde vor mich hin – “Weisses textarea-Fenster – inspirier mich!”.

Zunächst mal, was ist eigentlich eine Kolumne? Wikipedia sieht das so:

Die Kolumne (von der Kolumne des Drucksatzes) bezeichnet in der Presse sowie im Online-Journalismus einen kurzen Meinungsbeitrag als journalistische Kleinform.

Drupal, WordPress und Joomla! sind “die” Content Management Systeme und jedes behauptet von sich, das tollste, schönste, und beste System zu sein. Protagonisten aller drei Lager liefern sich hin und wieder Religionskriege in den jeweiligen Foren, die manchmal durch Schließung des entsprechenden Threads von den Moderatoren erledigt werden müssen. Hier ein etwas älteres Beispiel aus dem Drupalcenter.

Um gleich mal zur Sache zu kommen:

Geld

Mit welchem System kann die gemeine Agentur und/oder der Freelancer am meisten Geld verdienen? Ich stimme da mit mashable überein und sage deutlich: Drupal. Echte Männer und zunehmend mehr Frauen brauchen nach wie vor Programmiercode vor den Augen. Entwicklungsaufwand kann man den Kunden gut vermitteln (wie lange noch?). Buttons auf denen, wie bei WordPress, “Aktualisieren” steht und die nach einem Klick das System aktualisieren, sind den meisten eher suspekt. In Deutschland wird Drupal in dieser Disziplin vermutlich nur von TYPO3 geschlagen, aber darum soll es jetzt nicht gehen :-). Mit Drupal 7, das definitiv näher rückt, und drupalgardens wird es mehr um Konfigurieren als Programmieren gehen – also obacht ihr Gelddrucker :-).

Gold

Welches System ist politisch korrekt? Für diesen Part ist Joomla! wie geschaffen. Das Projekt erinnert mich ein wenig an die frühen Grünen, die jetzige SPD und Windows-Versionen vor XP. Alle beschäftigten sich in erster Linie mit sich selbst. Alle wollten nur das Beste und die meisten Ideen waren und sind klug. Die Beschäftigung mit sich selbst erzeugt eine unglaubliche Bindung der Community an das System und verhindert bisher recht effektiv eine vorhersehbare Weiterentwicklung des Joomla! Cores. Die Geschwindigkeit kann mit der eines zu Tal wandernden Gletschers verglichen werden. Die aus diesem Problem entstehende Nische nutzen zahlreiche Firmen, die kommerzielle Komponenten und Themes anbieten, erfolgreich aus. Nichtdestrotrotz steht das System auch heute noch ausgesprochen gut da. Programmierer finden sich dank MVC und Frameworks wie Nooku schnell zurecht, es gibt viele durchaus funktionierende Erweiterungen und bei Hostern ist das System oft vorinstalliert. Die Version 1.6 steht nach drei Jahren wohl endlich vor der Tür und enthält seit langem erwünschte Features.

Ein sorgenfreies Leben

Welches System macht am meisten Spass? Der Spaßfaktor ist bei WordPress definitiv am höchsten. Es erinnert mich ein wenig an ein Schlauchboot, an dem man eine Leine zieht und pfffffftt … bläst es sich auf und ist da. WordPress ist einfach geschmeidig und funktioniert meistens ausgesprochen pragmatisch und gut.

Wie geht es hier weiter?

Nach dieser sehr subjektiven Schilderung der Dinge erhoffe ich mir Feedback, aus dem ich den weiteren Verlauf dieser Kolumne destillieren kann. Vorbildlich wäre zunächst, den Facebook “Gefällt mir”-Button unter diesem Beitrag zu klicken, danach sofort einen substantiellen Kommentar zu schreiben oder gar mit mit mir direkt Kontakt aufzunehmen. Wer diese Kolumne bzw. eines oder alle der genannten CMS inkl. mir einmal live erleben möchte, hat die Gelegenheit dazu am 29.11 in Bern, 3. und 4.12 in Fulda, 6.12 in Berlin und am 7.12 in Hamburg. Und nun noch einen Dank an alle, die es mit dem Lesen bis hier durchgehalten haben, und bis zum nächsten Dienstag!