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Das “Kalifat” schrumpft

… habe ich gerade auf Spiegel-Online gelesen (Erfolge gegen den “Islamischen Staat”: Das “Kalifat” schrumpft).

Im Artikel bezieht sich die Autorin Raniah Salloum auf

  • Matthew Olsen, Ex-Leiter der Anti-Terror-Zentrale der amerikanischen Geheimdienste,
  • Ex-General John Allen, Koordinator des internationalen Bündnisses
  • Die Risiko-Analyse-Firma The Soufan Group

Mal kurz nachgeschaut, wer das eigentlich ist …

Matthew Olsen

scheint immer noch General Counsel bei der NSA (Chief Legal Adviser/Hauptrechtsberater) zu sein (Quelle Wikipedia und Newsweek).

One of the most powerful, but least visible, legal jobs in the federal government is the post of general counsel—chief lawyer—at the National Security Agency. The ultrasecret agency, based in a huge complex at Fort Meade, Md., uses some of the world’s most powerful computer systems in a global electronic-eavesdropping network that civil-liberties advocates call the closest thing the U.S. government has to Orwell’s Big Brother.

John Allen

John Allen (in Rente) ist der “Special Presidential Envoy for the Global Coalition against ISIL”

“What we’re facing in northern Iraq is only partly a crisis about Iraq,” he added. “It is about the region and potentially the world as we know it.”

aus Retired Gen. John R. Allen in Line to Lead Effort vs. ISIS vom 9.11.2014

Ali Soufan

Ist ein ehemaliger FBI Agent und heute der CEO der Soufan Group.

Ali Soufan
Ali Soufan, Ceo der Soufan Group (Bild Wikipedia http://en.wikipedia.org/wiki/Ali_Soufan)

Das steht auf der soufangroup.com About Seite

The Soufan Group provides strategic security intelligence services to governments and multinational organizations. Our training programs, security services, and research insights arm our clients with the essential knowledge and skills to prepare for, manage and respond to constantly evolving security needs.

In diesem Video erklärt er, dass es darum geht einen “Counter Narrative” zu finden …

 

Diese drei Personen sind die einzigen genannten Quellen in dem Artikel, auf die sich die Autorin bezieht.

Soll sie dem deutschsprachigen Publikum das “Counter Narrativ” beibringen, von dem Ali Soufan im Video erzählt?

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Meine erste Kolumne

Willkommen zum Start meiner immer Dienstags im Addison Wesley Blog erscheinenden Kolumne zu den Content Management Systemen Drupal, Joomla! und WordPress. Dies ist die erste Ausgabe dieser Kolumne und ich prokrastiniere seit einer Stunde vor mich hin – “Weisses textarea-Fenster – inspirier mich!”.

Zunächst mal, was ist eigentlich eine Kolumne? Wikipedia sieht das so:

Die Kolumne (von der Kolumne des Drucksatzes) bezeichnet in der Presse sowie im Online-Journalismus einen kurzen Meinungsbeitrag als journalistische Kleinform.

Drupal, WordPress und Joomla! sind “die” Content Management Systeme und jedes behauptet von sich, das tollste, schönste, und beste System zu sein. Protagonisten aller drei Lager liefern sich hin und wieder Religionskriege in den jeweiligen Foren, die manchmal durch Schließung des entsprechenden Threads von den Moderatoren erledigt werden müssen. Hier ein etwas älteres Beispiel aus dem Drupalcenter.

Um gleich mal zur Sache zu kommen:

Geld

Mit welchem System kann die gemeine Agentur und/oder der Freelancer am meisten Geld verdienen? Ich stimme da mit mashable überein und sage deutlich: Drupal. Echte Männer und zunehmend mehr Frauen brauchen nach wie vor Programmiercode vor den Augen. Entwicklungsaufwand kann man den Kunden gut vermitteln (wie lange noch?). Buttons auf denen, wie bei WordPress, “Aktualisieren” steht und die nach einem Klick das System aktualisieren, sind den meisten eher suspekt. In Deutschland wird Drupal in dieser Disziplin vermutlich nur von TYPO3 geschlagen, aber darum soll es jetzt nicht gehen :-). Mit Drupal 7, das definitiv näher rückt, und drupalgardens wird es mehr um Konfigurieren als Programmieren gehen – also obacht ihr Gelddrucker :-).

Gold

Welches System ist politisch korrekt? Für diesen Part ist Joomla! wie geschaffen. Das Projekt erinnert mich ein wenig an die frühen Grünen, die jetzige SPD und Windows-Versionen vor XP. Alle beschäftigten sich in erster Linie mit sich selbst. Alle wollten nur das Beste und die meisten Ideen waren und sind klug. Die Beschäftigung mit sich selbst erzeugt eine unglaubliche Bindung der Community an das System und verhindert bisher recht effektiv eine vorhersehbare Weiterentwicklung des Joomla! Cores. Die Geschwindigkeit kann mit der eines zu Tal wandernden Gletschers verglichen werden. Die aus diesem Problem entstehende Nische nutzen zahlreiche Firmen, die kommerzielle Komponenten und Themes anbieten, erfolgreich aus. Nichtdestrotrotz steht das System auch heute noch ausgesprochen gut da. Programmierer finden sich dank MVC und Frameworks wie Nooku schnell zurecht, es gibt viele durchaus funktionierende Erweiterungen und bei Hostern ist das System oft vorinstalliert. Die Version 1.6 steht nach drei Jahren wohl endlich vor der Tür und enthält seit langem erwünschte Features.

Ein sorgenfreies Leben

Welches System macht am meisten Spass? Der Spaßfaktor ist bei WordPress definitiv am höchsten. Es erinnert mich ein wenig an ein Schlauchboot, an dem man eine Leine zieht und pfffffftt … bläst es sich auf und ist da. WordPress ist einfach geschmeidig und funktioniert meistens ausgesprochen pragmatisch und gut.

Wie geht es hier weiter?

Nach dieser sehr subjektiven Schilderung der Dinge erhoffe ich mir Feedback, aus dem ich den weiteren Verlauf dieser Kolumne destillieren kann. Vorbildlich wäre zunächst, den Facebook “Gefällt mir”-Button unter diesem Beitrag zu klicken, danach sofort einen substantiellen Kommentar zu schreiben oder gar mit mit mir direkt Kontakt aufzunehmen. Wer diese Kolumne bzw. eines oder alle der genannten CMS inkl. mir einmal live erleben möchte, hat die Gelegenheit dazu am 29.11 in Bern, 3. und 4.12 in Fulda, 6.12 in Berlin und am 7.12 in Hamburg. Und nun noch einen Dank an alle, die es mit dem Lesen bis hier durchgehalten haben, und bis zum nächsten Dienstag!

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Wein & Krieg

Im Juni 1940 kapitulierte Frankreich. Die deutsche Besatzung begann auf ausdrücklichen Befehl Hitlers, die wertvollsten Weine, Champagner und andere Spirituosen nach Deutschland zu transportieren.

Das Buch beschreibt, wie die Franzosen ihre Weine vor der deutschen Besatzung zu retten versuchen: Eisenbahner ließen ganze Züge mit Weinlieferungen im Nichts verschwinden, edle Tropfen wurden eingemauert, etc.

Die Story beginnt mit einer Beschreibung, wie der damals 23 jährige Franzose Bernhard de Nonancourt am 4. Mai 1945 in Berchtesgaden “Hitlers Weinkeller” auf dem Berghof entdeckt. 500.000 Flaschen der besten Weine aller Zeiten, Châteaux Lafite- und Mouton-Rothschild, Château Latour, Château d’Yquem und Romanée-Conti, seltene Portweine und Cognacs und hunderte Flaschen 1928er Champagner der Marke Salon.

Danach kommen 300 Seiten teilweise atemberaubende Stories über die Deutschen, die den frz. Wein haben und die Franzosen, die das verhindern wollten. Das Buch beruht auf Aussagen von Zeitzeugen und wirft Schlaglichter auf einzelne Ereignisse. Es ist interessant zu lesen und für mich ist es ein guter Streifzug durch die frz. Geschichte des Weines.

Hier ein Interview mit den beiden Autoren Don & Petie Kladstrup.

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zero2hero – Tag 1

Heute habe ich überlegt, wie ich alles so mache und mein Projekt beschrieben  (Meine nächsten drei Monate). @JooDeu, @sigsiu_net, @SeoSuka, @warnemann, @UlrikaHall, @web2feed, @murgeys und @linobertrand haben geretweetet @manfredrein hat den ersten Kommentar geschrieben – (Danke dafür)

Im Laufe des Tages wurde mir langsam klar, was ich da vorhabe :-) Roger Perren hat mir ein wenig Mut zugesprochen und will über mein Projekt auf Joomlaclub.ch schreiben.

Ich habe die folgenden Buchseiten angelegt:

Deutsch

Englisch

Französisch

Für Joomla 1.6 habe ich eine deutsche Einleitung geschrieben.
Für Drupal hatte ich schon eine Einleitung, die ich eingepflegt habe.
Über Feedback wäre ich dankbar.

Die cocoate Website benötigt übrigens auch ein übersichtlicheres Struktur und Navigation. Das wird so "nebenbei" erledigt werden :-)

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Marion Dönhoff: Ein widerständiges Leben – Alice Schwarzer

Das Buch ist eine Biografie von Marion Döhnhoff (Gräfin Döhnhoff), geschrieben von Alice Schwarzer.

Ich kenne Alice Schwarzer von früher (70,80er Jahre) als Feindbild vieler Leute, die 10-20 Jahre älter waren als ich. Ich fand ihre Ansichten und ihr Auftreten manchmal etwas weltfremd aber irgendwie ist/war sie ein Typ, also jemand, den ich ernst nahm/nehme.

Marion Döhnhoff kam in meinem Leben eher nicht vor. 1968 war ich noch ein Kind (Frau Dönhoff war damals schon 59 Jahre alt). Die Wochenzeitung Die Zeit ist mir erst aufgefallen nach der Ära Helmut Schmidt. Der Name Dönhoff geisterte allerdings oft durch die Medien und für mich war Sie so etwas wie eine alte weise und gute Frau. Hier ein paar über Frau Döhnhoff – Wikipedia: Marion Gräfin Dönhoff

Das Alice Schwarzer eine Biographie über sie schreibt, finde ich gut. Immerhin sind sie beide außergewöhnliche Frauen und beide haben eine recht spezielle Geschichte.
Die Geschichte von Marion Dönhoff umfasst zwei Weltkriege, die Arbeit im Widerstand gegen das Naziregime und eine atemberaubende Nachkriegskarriere. Sie gilt als eine der wichtigsten Journalistinnen der bundesdeutschen Nachkriegszeit.

Was gefällt mir gut am Buch?

Alice Schwarzer schreibt wie eine Reportage. Sie achtet auf die Umgebung von Frau Dönhoff und hört zu. Sie beschreibt auch ihre eigene Situation während der Gespräche für das Buch. Wie schon bei dem Buch Gestatten: Elite von Julia Freidrichs, gefällt mir dieser Schreibansatz gut. Schwarzer fügt viele Originalzitate von Marion Dönhoff in den Text ein und am Ende des Buches gibt es ausgewählte Artikel von ihr aus Der Zeit, die bei mir durchweg "Gänsehaut feeling" erzeugt haben.

Tolle Frau(en)!

Ein paar Zitate aus dem Buch

Ihr Leben lang wird sie [Marion Dönhoff] auch das für Autodidakten so typische Grundmuster beibehalten: diese ewige Unruhe, zu wenig zu wissen; diesen unstillbaren Hunger, dazuzulernen; diese unverformte Frische des Zugriffs, Im Denken, wie im Schreiben.

zu Ihrem Großvater:

Am bewegten 8. März 1848 hat er gerade den Vorsitz in der Paulskirche und beschließt – ohne Autorisierung aus Berlin – die Aufhebung der Pressezensur und Proklamation des Verfassungsrechts sowie ein Bundespressegesetz. Am Tag darauf drückt er den preußischen Adler samt Schwarz-Rot-Gold als nationales deutsches Symbol durch und fordert – ganz wie die Enkelin über hundert Jahre später -, "den Bundestag wenigstens temporär nach Berlin zu verlegen".

in einem Interview (1996) mit Alice Schwarzer

Alles ist konzentriert auf Wirtschaft, aufs Produzieren, Exportieren, Konsumieren. Alles andere ist an die Peripherie gedrängt: alles Humane, die Kunst, Ethik. … Wenn es so weitergeht, wenn diese Rationalisierung, die totale Versachlichung noch weiter zunimmt, dann wird die Verrohung keine Grenzen mehr haben.

Es gibt auch Hoffnung. … Die Menschen sind eben unstet – auch in der Politik gibt es Moden, genau wie bei den Röcken, die mal kurz und mal lang sind. Eines Tages hängt den Menschen plötzlich das Bisherige zum Hals heraus, und dann sagen sie: So, davon haben wir jetzt genug! Jetzt wollen wir die Dichter ehren, schöne Musik hören und weniger arbeiten.

Dankrede zum Erasmus-Preis für DIE ZEIT, 21.9.1979

Die Deutschen vertrauen gern darauf, der Staat werde die Grundrechte des Bürgers schon verteidigen, aber auf die Idee, daß die Bürger unter Umständen die Grundrechte auch gegen den Statt verteidigen müssen, kommen sie gar nicht.

DIE ZEIT, 1.4.1994

… Seit der Aufklärung glauben viele Fortschrittsapostel, wenn der Mensch von allen lästigen Fesseln – kirchlichen, absolutistischen, konformistischen – befreit werde, würde die Gesellschaft ein Optimum an Freiheit genießen können. Aber so ist es nicht. Freiheit ohne Selbstbeschränkung zerstört sich selbst. Die Gesellschaft zerbröselt, wenn der einzelne ungehindert bestimmen kann, wieviel Freiheit er sich nehmen darf.

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Gestatten: Elite – Julia Friedrichs

“Auf den Spuren der Mächtigen von morgen” bereist Julia Friedrichs ein Jahr Elite Schulen um zu erfahren, was denn so dran ist an dem Begriff “Elite”.

Die Stationen sind:

Sie berichtet unter anderem von zwei Communities reicher-als-du.de (nicht mehr online) und schwarzekarte.de die nur über Einladungen funktionieren. Beide sind mittlerweile wohl überlaufen und nicht mehr mit “nur Elite Usern”. Ich probiere mal die Schwarze Karte und beantrage einen Account. Ich habe ähnliche Probleme wie Julia, da ich nicht mal meine Kleidermarke kenne, geschweige denn auf eine Marke fixiert bin. Ich erfinde einfach die Marke Perpinya. Der Rest meiner Antworten ist wohl dann doch ausreichend. Nach 30 Minuten erhalte ich eine Bestätigungsmail.

Mir gefällt das Buch. Julia Friedrichs beschreibt die Schulen, die Stimmungen und ihre Eindrücke sehr gut. Sie vergleicht auch oft ihren eigenen Lebensweg, ihre Wohnsituation, ihre Träume, Hoffnungen und Schwierigkeiten mit denen der Interviewpartner, die sie in den Schulen antrifft. Dadurch erhält das Buch einen sehr authentischen und vor allem ehrlichen Anstrich. Es ist gut für Jugendliche, die aus einer “verträumten Puschelwelt” kommen. Sie werden von Julia sehr nett abgeholt :-)

Was Julia erlebt, habe ich in Teilen so nach und nach als Papa von vier Töchtern auch mitbekommen und das Buch war wie eine Bestätigung dessen, was ich in den letzten 15 Jahren erlebt habe.

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cocoate ubercart demo shop

ubercart_logo_185x106Gestern habe ich unter dem URL http://ubercart.cocoate.com eine Website auf der Basis von Acquia Drupal und Ubercart eingerichtet. Das Ziel der Website ist es, beide Produkte mal in Aktion zu sehen.

Auslöser der Aktion ist eine Ubercart Live Präsentation auf dem DrupalMediaCamp in Aarau am 8.5.2009, die beim Publikum recht gut angekommen ist.

Es gibt

zu verkaufen.

Gestern habe ich die PayPal Anbindung eingebaut und die Produkte grob eingestellt.

Heute habe ich im Downloadbereich den Download eines Originalbildes konfiguriert (Originalbild zweimal downloaden).

Außerdem habe ich ein paar Google Anzeigen mit dem AdSense Modul von Drupal eingeblendet.

Ich freue mich über Kommentare und Ideen!

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Die Vermessung der Welt – Daniel Kehlmann

Als ich am Bahnhof etwas Zeit hatte, ging ich in einen Buchladen und sah dieses Buch. Ich hatte bis dahin noch nichts von Daniel Kehlmann gehört.

Die Idee des Buches faszinierte mich. Herr Carl Friedrich Gauß und Herr Alexander von Humboldt vermessen die Welt. Der eine über die Mathematik und als Angestellter des preußischen Staates, der andere über seine Entdeckungsreisen, Sammlungen und Aufzeichnungen.

Gauß kannte ich, weil ich nahe Braunschweig gewohnt habe. In Braunschweig gibt es einen Gaußberg mit wunderschönen Villen in der Umgebung. In einer davon wurden zwei uralte Autos entdeckt, als ich so um 13 war. Das fand ich toll und ich merkte mir die Adresse. Im Mathematikunterricht hörte ich die Geschichte, wie Gauß als Kind alle Zahlen von 1-100 zusammenrechnete.

Alexander von Humboldt kam in Darwins Aufzeichnungen hin und wieder mal vor und in Berlin habe ich mal in der Humboldt Universität etwas gemacht. Von Humboldts Bruder Wilhelm stammt überigens das Bildungsideal, das an Deutschen Universitäten manchmal so erbittert gegen den Bologna Prozeß verteidigt wird, obwohl das eine das andere nicht ausschließt, meiner Meinung nach.

Egal, Gründe genug das Buch zu kaufen.

Anfangs fand ich den Text ein wenig verwirrend. Kehlmann läßt beide Akteure ganz normal in ihrer Zeit agieren und konstruiert schöne und lustige Geschichten um bekannte Fakten herum. Nach und nach werden die Zusammenhänge allerdings deutlicher und Kehlmann erklärt viele Dinge in vielen Nebensätzen, die ausgesprochen hilfreich sind, um die damalige Zeit und ihre Akteure zu verstehen. Das Buch gefiel mir von Kapitel zu Kapitel immer mehr. Die Darstellung von Gauß fand ich absolut cool! Ich mußte beim Lesen oft laut lachen und immer wieder in mich hineingrinsen.

Nach der Lektüre fragte ich mich, was dieser Daniel Kehlmann für einer ist und stellte dann schnell fest, dass das Buch in über 40 Sprachen übersetzt worden ist und Kehlman mehr oder weniger als Wunderkind gehandelt wird. Nach der Lektüre gehöre auch ich zu seinen Fans (Heute stand ich schon wieder vor einem Buch von ihm – aber ich habs noch nicht gekauft :-) )

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Die Quandts

Die Quandts: Ihr leiser Aufstieg zur mächtigsten Wirtschaftsdynastie Deutschlands (Taschenbuch) von Rüdiger Jungbluth

Worum geht es?

Die Geschichte der Famile Quandt.

Warum habe ich es gelesen?

Ich versuche dieses Land Deutschland besser zu verstehen. Der Name Quandt ist mir öfter im Zusammenhang mit BMW, Altana und Varta begegnet.

Was hat’s gebracht?

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Die Familie … spiegelt das Deutschland, wie ich es erlebt habe, recht gut wieder. Die Familiengeschichte ist einfach interessant. Die Familie gehört zu den reichsten in Deutschland und ist recht unscheinbar in den Medien. Der Wikipedia Artikel über die Familie beschreibt die wichtigen Fakten ganz gut.

Wenn ich mir überlege,

  • wie clever Günther Quandt Krisen nutzte um seinen Einfluß zu mehren
  • dass der der Sohn  von Günther & Magda Quandt (Harald) durch die Scheidung der beiden und der Heirat von Magda & Joseph Göbbels im Hause Göbbels aufgewachsen ist … Er war der kleine Junge, de dem Führer oft Blumensträuße überreicht hat …
  • dass die Fa. Varta in Hannover ein Konzentrationslager auf dem Werksgelände betrieb. 600 Häftlinge fanden ein besonders schrecklichen Ende in einer Scheune in Gardelegen.
  • dass die Industriewerke Karlsruhe (sie gehörten den Brüdern Harald (der mit mit Blumenstrauß für den Führer) und Herbert Quandt) sich unter anderem in der Herstellung und dem Verkauf von Landminen hervortat. U. anderem ein Modell, das zwei Zündungen hat. Sie springt erst etwa einen Meter in die Luft und explodiert dann. Diese Minen wurde das letzte Mal 1996 an die Bundeswehr verkauft (Die Fa. gehörte Quandt zu der Zeit nicht mehr). Aus der Fa. IWKA ging dann eine ganz freundliche Fa. hervor KUKA Roboter & Systems.
  • Harald & Herbert Quandt “retteten” im Jahre 1959 BMW vor einem Verkauf an Daimler Benz. Der Familie gehören immer noch mehr als 50% der Aktioen von BMW. 
  • Die Erben von Harald Quandt betreiben die Fa. Feri. Sie verwaltet Vermögen von ca. 200 Familien, die mehr als 100 Millionen Euro zu verwalten haben.

Wer mehr wissen will … einfach lesen

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Jedermann – Philip Roth

Jedermann – von Philip Roth

Worum geht es?

Die Beschreibung eines Menschenlebens.

Warum habe ich es gelesen?

Tine gab es mir und sagte, das könnte jetzt passen.

Was hat’s gebracht?

Viel! Beim Lesen bin ich immer wütender geworden über diesen Menschen, der da beschrieben wird. Ich habe es aber ganz tapfer zuende gelesen und dann ziemlich lange mit Tine diskutiert.

Was hat’s gebracht?

Eine ganze Menge. Anfangs dachte ich: “Das ist doch nicht jedermann, der da beschrieben wird. Er hat Geld, einen guten Job und so ist doch nicht die Masse!”. Nach viel Diskutierens ist bei mir aber so langsam der Groschen gefallen, dass das, was da beschrieben wird (Kindheit, Ehen, Scheidungen, Kinder, Job, Krankheit, Tod) tatsächlich von jedermann erlebt wird. Der eine von diesem ein bischen mehr, der andere von jenem.

Ein weiterer Punkt, der mir beim Lesen immer aufgefallen ist, war “Man, warum stellt der sich sich blöd an!”. Auch das ist etwas, was der Mensch lernen muß kann. Er muß es nicht. Die Mehrzahl der Menschen ignorieren diese Erfahrungen auch meist. 

Auf dem Cover steht übrigens die Beschreibung “Im Mittelpunkt steht der lebenslange Kampf eines einzelen Mannes gegen die Sterblichkeit“. Das sehe ich nicht so. Ich sehe keinen Kampf, sondern eher ein “Kind”, das mit dem Fuß aufstampft, weil die Dinge nicht so laufen, wie gewünscht.

Das Buch hat mich zum Nachdenken gebracht über die Karrieren der Menschen, die ich meinem Leben so kennengelernt habe und viele davon sind denen, im Buch beschriebenen, sehr ähnlich. Mich selbst habe ich nicht so gefunden (hin und wieder in Ansätzen).