Orhan Pamuk – Schnee

Orhan Pamuk hat den Literaturnobelpreis im Jahre 2006 bekommen. Das heisst zunächst mal noch nichts, aber meistens ist an Menschen, die diesen Preis bekommen, doch irgendetwas besonderes. Er ist türkischer Schriftsteller und das folgende Zitat hab ich in der Wikipedia gefunden:

„Ich bin in einem Haus aufgewachsen, in dem viele Romane gelesen wurden. Mein Vater hatte eine umfangreiche Bibliothek und erzählte von den großen Schriftstellern wie Thomas Mann, Kafka, Dostojewski oder Tolstoi so, wie andere Väter zu Hause vielleicht von Generälen oder von Heiligen sprachen. Schon als Kind waren für mich all diese Romane und Autoren eins mit dem Begriff Europa.“

Schnee ist ein Roman und spielt in Kars, einer Stadt in Anatolien. Sie liegt im Grenzgebiet der Türkei. Hier wohnen Türken, Kurden, Armenier, Griechen, Russen und andere Bevölkerungsgruppen. Der Dichter Ka (er hat seine Initialen zu seinem Namen gemacht) wohnt in Frankfurt, Deutschland und reist nach Istanbul wegen des Todes seiner Mutter. Dort übernimmt er den Auftrag einer Istanbuler Zeitung nach Kars zu reisen und über die Selbstmorde der “Turbanmädchen” zu berichten, bzw. zu untersuchen, was an dem Phänomen dran ist. Die Mädchen werden aus den Schulen und Universitäten ausgeschlossen, da sie verschleiert sind.

Was dann auf 500 Seiten passiert, ist aufregend, erschreckend, gewalttätig, voller Liebe, religiös, atheistisch und wie meine Sammlung an Worten schon andeutet, niemals langweilig. Orhan erzählt viele einzelne Geschichten von Charaktären, die in der Stadt Kars vorkommen und verwebt alles zu einer atemberaubenden Story. Es gibt viele Dialoge über die Religion, den Staat, Europa, Militärregierungen, Atatürk, und vieles mehr, die sehr hilfreich für einen Außenstehenden wie mich sind um das Verhalten der Menschen in diesem Land ansatzweise zu verstehen.

Hier ein paar Zitate:

Der junge Necip, der bei einem Militätputsch erschossen wird fragt Ka:

Wenn es Allah nicht gibt, dann heißt das, das es kein Paradies gibt. Dann können die Millionen Menschen, die ein Leben in Mangel, Armut und Unterdrückung verbringen, nicht einmal ins Paradies kommen. Was ist dann der Sinn all der Qualen, die die Armen durchmachen? Wozu leben wir dann und durchleiden sinnlos all diese Qualen?
Allah existiert, auch das Paradies gibt es.
Nein, das sagst du zum Trost, weil du mit uns Mitleid hast. nach deiner Rückkehr nach Deutschland wirst du wieder wie früher denken, daß es Allah nicht gibt.

Ka besucht seine Hoheit, den Kurdenscheich Saadettin Efendi, nachdem er gerade Selbstmord begehen wollte (muß man lesen, kriege ich nicht so toll zusammengefasst).

Der Scheich war ein guter Mensch. Er fragte mich, warum ich weinte. Natürlich konnte ich nicht sagen: Ich weine, weil ich unter reaktionäre Scheiche und ihre Jünger geraten bin … Ganz spontan küßte ich die Hand dieses erhabenen Menschen, der mir wie ein Heiliger erschien. Daraufhin tat er etwas, was mich völlig überraschte: Er küßte die meine. In mir breitete sich ein Gefühl der Geborgenheit aus, wie ich es seit Jahren nicht mehr gekannt hatte.

Bei einer Unterhaltung mit Muhtar, dem Kanditaten der später verbotenen Wohlfahrtspartei

Ka hatte von Anfang an gewuß, daß an Gott glauben in der Türkei nicht heißt, daß der einzelne Mensch dem höchsten Gedanken und dem größten Schöpfer begegnet, sondern vor allem, daß er sich einer Gemeinschaft und einer sozialen Umgebung anschließt.
[Ka zu Muhtar]
Du kannst dich der Religion un der Gemeinschaft nur dann überlassen, wenn solche säkularen Gottlosen wie ich die Staats- und Handelsangelegenheiten übernehmen. Man kann sich in diesem Land nicht in aller Seelenruhe dem Gottesdienst überlassen, ohne auf den Fleiß eines Ungläubigen zu vertrauen, der die nicht religiösen Aufgaben, den Handel mit dem Westen und die Politik ordentlich erledigt.
[Muhtar zu Ka]
Aber du bist nicht der Mann für Handel und Politik.

Hande, ein “Turbanmädchen” zu Ka

Ich habe begriffen, das ich mich nicht auf etwas konzentrieren kann, an das ich nicht glaube, zum Beispiel mein Haupt zu entblößen

Orhan

Als ich mir Jahre später … die Videoaufnahmen anschaute … spürte auch ich, wie die Zuschauer die individuellen Spannungen zwischen Vater und Sohn, Machthaber und Schuldigen vergaßen, jedermann in tiefer Stille in Gedanken an seine eigenen angstvollen Erinnerungen und Hoffnungen versank und jenen verzaubernde Wir-Gefühl aufkam, das nur verstehen kann, wer in autoritär regierten, extrem nationalistischen Ländern lebt

Oberst Nuri Colak, der nach dem Militärputsch in Gefängnis kam und nach 6 Monaten wegen einer Amnestie entlassen wurde.

Obwohl man ihm die Folgen drastisch klargemacht hatt, die es nach sich ziehen würde, wenn er von den Ereignissen erzählte, erwähnte er in späteren Jahren an Abenden, an denen man sich mit alten Kameraden im Kasino getroffen und hinreichend getrunken hatte, er habe “wenigstens” gewagt, das zu tun, was der geheime Wunsch jedes kemalistischen Soldaten sei, und beschuldigte, ohne zu weit zu gehen, seine Kameraden, vor den Fundamentalisten Angst zu haben, träge und feige zu sein.

Eine ausführliche Beschreibung des Romans gibt es in der Wikipedia (Schnee (Roman)).

re:publica’09, Berlin & Drupal?

Stefan Luckow
Vom 1.4-3.4 war ich in Berlin auf der re:publica’09. Am Vorabend der Konferenz war ich spät abends noch bei der pl0gbar im St Oberholz. Da trieb sich sogar um 23:30 Uhr noch ein wenig Drupal Volk herum (fl3a, der gerade ein verdammt geheimes Drupalprojekt macht und kahta, die sich ein wenig im Pokenfieber befindet). Mortens Aufkleber fanden auch sofort Absatz und wurde an Ort und Stelle auf dem Rechner angebracht (siehe Foto).

Am ersten Tag der Konferenz trug ich mein Jack Drupal T-Shirt, in der Hoffnung, anderen Drupal Fans zu begegnen. Irgendwie waren dort allerdings eher andere, auch nicht uninteressante Zielgruppen zu finden.

Ausführlichere Eindrücke über die Konferenz.

re:publica’09, Berlin

Ich bin zum ersten Mal auf der re:publica in Berlin. Sie findet im Jahre 2009 zum dritten Mal statt, ist so eine Art Bloggerkonferenz und ich habe das Gefühl, ich sollte da mal hingehen.

Tag1

Morgens um 9:30 Uhr ist strahlender Sonnenschein draußen und strahlende Menschen drinnen. Der Beginn der Veranstaltung verzögert sich und WLAN ist auch noch nicht da (Es wird leider erst am dritten Tag funktionieren). Neben mir strahlen Kathrin Steinbrenner und Sigrid Herrenbrück und wir unterhalten uns, warum wir hier sind. Kathrin und Sigrid kommen von medienboard Berlin/Brandenburg (Twitter) und haben hin und wieder mal Pierce Brosnan, Brad Pitt, Quentin Tarantino, Kevin Spacey, Susan Sarandon, Roman Polanski, Kate Winslet und viele andere übers Filmgelände in Babelsberg schlendern sehen. Die beiden sind das erste Mal auf der re:publica und Sponsor. Ihre Chefin Petra Müller wird gleich die Zuschauer begrüßen und über die Arbeit des Medienboard berichten.

Auftritt Johnny Häussler. Er betreibt das Blog Spreeblick und macht eine gute Einführung die im wesentlichen auf dieser Idee besteht: Das Video stammt aus dem Jahr 2006 und beschreibt eine Welt vor Twitter!

 

Vor 10 Jahren hat Johnny erlebt, das er keinen Kredit bei seiner Bank bekommen hat, weil der Sachbearbeiter fragte: “Wer weiß ob es das Internet morgen noch gibt”. Damals war er beeindruckt, heute würde er fragen: “Wer weiß, ob es Ihre Bank morgen noch gibt”.

Buchtipp: Jeremy Rifkin (Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft: Neue Konzepte für das 21. Jahrhundert )

Zum Thema Republica lässt sich sagen, dass sich die Teilnehmerzahl seit 3 Jahren verdreifacht hat (aktuell 1.600 Teilnehmer).

Mapping the blogosphere

jazzlog FlickrAls nächstes kommt die Session Mapping the global blogosphere von John Kelly (morningside-analytics.com). Er ist Blogforscher und untersucht Blogsphären in unterschiedlichen Sprachen. Aus den Daten versucht er aufschlußreiche Visualisierungen zu erzeugen (Was ihm definitiv geling). Er zeigte beispielweise die Blogsphären der Vereinigten Staaten (Millionen Blogs), Iran (60.000 Blogs), Afghanistan (2.500 Blogs) im Vergleich. Jaja, die Amis sind paranoid und die Länderauswahl ist auch schräge, aber ich glaube, Kelly ist ein Guter.

Die groben Erkenntnisse aus den Daten:

  • Kulturelle Zusammenhänge sind wichtiger als nationale Zusammenhänge
  • Blogger helfen den klassischen Medien
  • Youtube hat die größte mehrsprachige Reichweite der Welt

Die Präsentation war wirklich beeindruckend, weil es schon interessant aussieht, beispielsweise die Verbindungen zwischen Pakistan, Indien und den USA mal als dreidimensionales Modell zu sehen. Hier noch ein Podcast zum Thema.

Blogging in Deutschland

_kcu FlickrDanach gab es ein Panel mit Markus Beckedahl (netzpolitik.org), Robert Basic (robertbasic.de), Stefan Niggemeier (stefan-niggemeier.de/blog), Sascha Pallenberg (netbooknews.de), Thomas Knüwer (http://blog.handelsblatt.de/indiskretion) über Blogging in Deutschland. Ich habe die Diskussion nicht so wirklich verstanden. Es kam mir sehr etabliert, sehr deutsch und nicht besonders zukunftsorientiert vor.  Im Publikum wurde fröhlich getwittert und dieser Stream war oft deutlich interessanter, als das, was ich auf der Bühne gehört habe. Lichtblick war Sascha Pallenberg. Er arbeitet in den USA und startete ein Blog über netbooks. Kurze Zeit später verdiente er Geld mit dem Blog, gab seine Arbeit auf und widmete sich Vollzeit diesem Blog. Dadurch verlor er seine Aufenthaltsgenehmigung in den USA. Er zieht jetzt nach Taiwan 🙂

Die Medienwelt im Wandel

_kcu FlickrDas zweite Panel an diesem Tage hatte das Thema die Medienwelt im Wandel. Teilnehmer waren: Helmut Lehnert, Johnny Haeusler, Jakob Augstein (freitag.de), jemand vom Medienboard und Peter Hogenkamp (blogwerk.de. Das Panel war irgendwie sehr theorethisch und verkopft. Helmut Lehnert gründete mal den Radiosender Fritz, scheint jetzt etabliert zu sein und nölte ein wenig vor sich hin, dass seit der Gründung von Fritz eigentlich nix Aufregendes passiert ist und er deswegen auch keine Lust mehr hat etwas zu tun (o.ä.). Jakob Augstein erzähle inhaltlich richtige Dinge. Ich hatte aber das Gefühl, er selbst ist nicht Teil dessen, was er da beschreibt. Peter Hogenkamp war ein echtes Highlight, der hin und wieder mal ein wenig Pragmatismus in die Diskussion brachte. Ich hatte ihn vor zwei Wochen beim blogcampswitzerland4 kennengelernt.

4chan.org moot / Christoper Poole

Einflußreichster Mensch 2009 ist laut Time Christoper Poole, aka moot. Hier der Bericht des Time Magazines aus 2008: The master of memes. Er startete das imageboard 4chan.org. mit dieser Einleitung:

4chan is a simple image-based bulletin board where anyone can post comments and share images. 4chan’s collaborative-community format is copied from one of the most popular forums in Japan, Futaba Channel. Different boards are dedicated to different topics, from Japanese anime, manga, and culture to videogames, music, and photography. Users do not need to register a username before participating in the community. Feel free to click on a board that interests you, and jump right in—anyone can contribute!

Falls dem geneigten Leser die Sinnfrage nicht ganz klar ist, hier ein Beispiel: Auf 4chan.org ist es Brauch, am Samstag Bilder von Katzen zu posten, denen Worte in den Mund gelegt werden. Irgendwann wurde eine fette Katze mit dem dem Spruch “I  can has cheezburger” gepostet. Jemand reservierte die Domain, packte Katzenbilder drauf und verkaufte das Ganze an Investoren für 2.000.000 US$ icanhascheezburger.com Hier die Beschreibung der Firma Pet Holdings, Inc.

He wouldn’t be above cashing out for the right price, which is $580 million, which is what Rupert Murdoch’s News Corp. paid for MySpace in 2005. “I try to work Murdoch into any interview I give,” he says. “Rupert Murdoch?

Ed Brill bloggt für IBM

Ed Brill ist Corporate Blogger bei IBM und erzählte sympathisch von seinen Erfahrungen. Er war per Telefonleitung verbunden, da das Internet nicht funktionierte. Ed erscheint mir als ehrlicher Arbeiter, der Lotus Notes wirklich gern mag. Das Blog war nicht so wirklich geplant, ist aber zu einem festen Bestandteil seines Lebens geworden. Hier seine Slides, die es wert sind mal durchgeblättert zu werden.

Panel Thema Microblogging – Marco Kaiser, Max Winde, Cem Basman

Interessant war für mich Marco Kaiser. Marco ist der Programmierer von thwirl, einem weit verbreiteten Twitterclient. Er arbeite für die Firma seesmic. Dieser Firma hat er wohl seinen Twitter Client verkauft und sie haben ihn im Gegenzug als Head of Engeneering engagiert. Die Einfachheit der Twitter API führt seiner Meinung nach dazu, dass das klassische erste Programm, das man schreibt, nicht mehr “Hello World” heißt, sondern ein beispielsweise ein einfacher Twitter Client ist. Außerdem dabei: Max Winde (mobile-macs.de) und Cem Basman (sprechblase.wordpress.com), der sehr stolz darauf war, die erste Microblogging Conference der Welt in Hamburg organisiert zu haben und die Runde moderierte. Wünsche an die Twitter API hat Max Winde, der sich über die Möglichkeit freuen würde, Location Daten speichern und auswerten zu können. Dann könnte man Anwendungen erstellen, wie “Was ist vor zwei Wochen an dem Ort passiert, an dem ich gerade bin”. Recht übereinstimmend am Ende des Panels war die Prognose:

Die nächsten vier, fünf Jahre sind/werden mobil! Jeder, der über seine Zukunft nachdenkt, muß mobile Anwendungen anbieten. Die Menschen werden mobiler und die Wartesituationen nehmen zu.

Gameshow

Abends gab es eine Gameshow von Johnny Haeussler im Schottenrock und Nils Bokelberg. Irgendwie bin ich nicht die Zielgruppe für sowas. Was ich aber wirklich interessant fand waren Literate Videos. Dabei wird über bekannten Videos einfach ein anderer, meist lustiger, Karaoketext eingeblendet. Die Zuschauer singen dann mit und freuen sich.

Tag2

Come play with me – Markus Hündgen

Come play with me von Markus Hündgen. Er ist Ressortleiter für die Video-Inhalte beim Nachrichtenportal DerWesten.de der WAZ-Mediengruppe in Essen (veröffentlicht keine Geschäftszahlen, gilt aber in der Branche als eines der renditestärksten Medienunternehmen Deutschlands). Das ist die Beschreibung seines Blogs http://www.derwesten.de/blogs/fliegendesauge

Sie sind immer auf Achse. Ganz nah dran. An den Geschichten, an den Menschen. Die Videokamera im Anschlag, den Block in der Hand, den Fotoapparat in der Tasche, das Handy griffbereit. Einzelkämpfer im multimedialen Dschungel. Multimediajournalisten – kurz MJs genannt. Berichterstattung fernab aller verstaubten Konventionen. Videopunks. Dies ist die Geschichte über einen von ihnen.

Und irgendwie passt die Beschreibung zu diesem Mann.

Collaborative Creativity and The Test of Time

Rishab Aiyer Ghosh war richtig gut! Ich habe seine Präsentation nicht gefunden, hier ist eine ältere, die ähnlich ist und die Sache mit dem Cooking Pot (Cloud) finde ich schon ein wirklich gutes Beispiel:

Twitter & Journalism

Bicyclemark, Portuguese-American, Amsterdam-based, alternative-activist-journalist erzählt über seine Arbeit für seine Website citizenreporter.org. Mir geht es so ein bißchen, wie beim dem Videopunk. Es ist sehr angenehm Menschen zuzuhören, die mit Leib und Seele bei der Sache sind. Leider gibt es immer noch kein WLAN und so kann er eigentlich nichts zeigen. Die Session ist trotzdem gut

Das Projekt OpenStreetMap

Hanno Böck zeigt das Projekt OpenStreetMap, sammelt Geodaten, um eine freie Weltkarte zu erstellen. Gängige Kartendienste (wie Google Maps) haben üblicherweise sehr restriktive Nutzungsbedingungen. Bei OpenStreetMap stehen sämtliche Daten unter einer freien Lizenz (Creative Commons by-sa), außerdem kann man selbst mitwirken und die Daten verbessern – beispielsweise indem man mit dem GPS-Gerät nicht erfasste Straßen abläuft oder abfährt. Das Projekt hat mich sehr beeindruckt. Ich habe gleich mal nachgeschaut, wie die Datenlage in Fitou ist (nicht so gut) und werde mich da ab Ende des Jahres engagieren. Hier die Slides als PDF (4,91 MB).

Tag3

Political evolution Social Media in the Middle East – Esra’a Al Shafei

Esra berichtete von ihren Erfahrungen mit der Webplattform mideastyouth.com. Im mittleren Osten ist es teilweise verboten, sich mit den Menschen im jeweils anderen Land zu unterhalten. Ihre Plattform ermöglicht genau das. Sie will die arabischen Staaten zusammenbringen (Türken, Israelis, Palistinänsern, Araber, etc). Sie macht auch Kampagnen für Alleinerziehende, Schwule, etc. Sie zeigt ein Beispiel, in dem es darum geht, welche Mittel sie angewendet hat, um einen Freund aus dem Gefängnis zu befreien (freekareem.org). Die Tatsache, das man eingesperrt wird, wenn man den Islam kritisiert ist nicht akzeptierbar. Das Projekt wird NICHT von der CIA finanziert. Eine Aktion kam besonder gut beim Publikum an. Sie haben mit einem Beamer einen handgeschriebenen Brief an die Außenwand der ägyptischen Botschaft in London projiziert.

Jimmy Wales

Ist der der Gründer der Wikipedia und stellt ein paar Zahlen unf Fakten zum Projekt vor. Während er seine Slides zeigt, sehe ich ein paar negative Meinungen zum Vortrag. Zu viel Selbstmarketing, wir wissen was Wikipedia ist, etc. Mit gefällt der Vortrag eigentlich ganz gut (halt massenkompatible slides). Der Saal wurde bei seinem Auftritt merklich voller und danach wieder leerer. Besonders gut kam der Satz an, dass die deutschen Wikipedia Einträge zwar weniger sind, als die englischen, aber im Durchschnitt die Qualität höher ist.

Cory Doctorow

_kcu flickrErzählt viele richtige Dinge ohne Slides. Über Internet, Strategien von Firmen, … Das Übliche.

Allerdings gut auf den Punkt gebracht!

Hackerspaces:

Jens Ohlig hat die Gründung und den Betrieb von hackerspaces (was ist das?) hinter sich und verfügt über Erfahrung aus dem CCC (selbst das Chaos muß in Deutschland als Verein verwaltet werden 🙂 ). Er kann hervorragend Sachverhalte auf wenige Worte herunterbrechen. Hier meine Tweets während des Vortrags.

Hackerspaces #rp09 http://programm.re-publica.... mit @johl
3:33 AM Apr 3rd from twhirl
hackerspace = selbstverwaltete, physikalische Orte an denen #hacker Sachen machen. 
#rp09 wird jetzt richtig gut
3:35 AM Apr 3rd from twhirl
Zuerst Infrastruktur (Gas, Wasser, Scheiße, wie wir in Köln sagen) 
und dann werden sich Projekte entwickeln #rp09 #hackerspaces
3:46 AM Apr 3rd from twhirl
3 Dinge braucht man: 1. #mailingliste, 2. #wiki, 
3. #instantmessaging (neumoderne machen Telefonkonferenzen -auch ok) #hackerspaces #rp09
3:48 AM Apr 3rd from twhirl
Treffen wöchentlich. Jeder Tag in der Woche ist scheiße, 
also nehmen wir den Dienstag #hackerspaces #rp09 - oh endlich Pragmatismus #freude
3:49 AM Apr 3rd from twhirl
Wir leben in interessanten Zeiten! Die Menschen machen "Sachen" 
Ein Mensch, der nicht in der Vergangenheit lebt #freude #hackerspaces #rp09
3:52 AM Apr 3rd from twhirl
Der Wert von Selbstgemachtem, Individuellem, selber in die Hand genommenem 
wird höher #hackerspaces #rp09
3:55 AM Apr 3rd from twhirl
"Mir treten Tränen in die Augen, wenn ich sehe, was man in 
Österreich alles als Kunst gefördert bekommt :-)" #hackerspaces #rp09
4:17 AM Apr 3rd from twhirl
Es gibt für ein Problem immer zwei Lösungen: a) Google oder b) Menschen #hackerspaces #rp09
4:19 AM Apr 3rd from twhirl

T-mobile G1 Test am Rande

Gadget Test

Am zweiten Tag ohne WLAN bekam ich mit, dass die Leute am t-mobile Stand HTC G1 Geräte gegen einen Personalausweis verliehen. Da ich kein Telefon besitze und ich langsam etwas krötig wurde ob des fehlenden WLANs, war das eine gute Gelegenheit das G1 mal auszuprobieren und wieder “am Leben teilzunehmen”. Twittern und surfen funktionierten überraschend gut. Nach ein paar Stunden fiel mir ein, das das ja auch ein Telefon ist und ich konnte ein paar Sachen telefonisch erledigen. Das war allerdings keine gute Idee, denn die Nummer sprach sich schnell herum und plötzlich vibrierte das Ding dauernd. Nach fünf Stunden war der Akku alle und mein Interesse am Smartphone definitiv geweckt.

Zwei Tage zuvor hatte ich ein paar Telefone ausprobiert (Gadget Test), aber so ein Praxistest ist immer besser.

Meine letzten Programmiererfahrungen auf Handys stammen aus dem Jahre 2003. Da hatte ich multiple choice Anwendungen für Fahrschulen mit j2me auf einem Nokia S60 Telefon gebaut. Das S60 System gibt es immer noch 🙂 Mal schauen, ob Java auch auf dem G1 läuft.

Was ist bei mir hängengeblieben von der re:publi’ca?

  • Mobile Anwendungen werden für Webagenturen in den nächsten Jahren überlebenswichtig.
  • Die Zeit der pfauenhaften A-Blogger ist irgendwie vorbei. Jetzt gibt es die pfauenhaften Twitterer 🙂
  • Poken ist ein Tamagochi Phänomen mit Potential
  • Die großen Netzwerke (Facebook, linked in, etc) sind eben NICHT offen und es gibt eine Menge Diskussionsbedarf über die das Recht oder eben “Nichtrecht” auf die eigenen Daten
  • Die meisten Teilnehmer der re:publica passen nach dem, was ich so gesehen und gehört habe in drei Gruppena) in möglichst kurzer Zeit, möglichst viel Geld verdienenb) das Geschäftsprinzip, das bisher ganz gut funktioniert über die nächsten Jahre retten

    c) einfach lustige Dinge konsumieren und sich wie ein Teil des Ganzen fühlen.

  • Blogger und Journalisten verstehen sich oft nicht und reden aneinander vorbei. Schreiber aus beiden Gruppen, denen es um Inhalt geht, verstehen sich auf Anhieb.
  • Große Firmen, Verbände haben ein internes Kontrollproblem bei der Entwicklung von Community Strukturen und iterativen Prozessen.
  • (Software) Entwicklung sollte agilen Prinzipien folgen. Der Prozess ist das Wichtige – NICHT das Produkt.
  • Semantische Hoffnungen sind mir auf der re:publica nicht wirklich begegnet (vermutlich zu abstrakt)
  • Der Weg zu allgemein verfügbaren Rohstoffen (Bilder, Videos, etc) führt über APIs, die wiederum in die gängigen Systeme (WordPress, Drupal, Joomla!) per Erweiterung eingebunden werden können
  • Websites werden immer konfigurierbarer. Die klassische Entwicklung von Software findet nur noch bei Startups, sehr großen Firmen oder eben als Contribution für Open Source Projekte statt.
  • Mehr ältere Leute (wie ich) werden sich mit diesen Themen beschäftigen. Sie sind definitiv im Mainstream angekommen und Universitäten, Stiftungen, europäische Projekte, etc forschen fröhlich drauflos.
  • Im deutschen Wahlkampf wird nach wie vor in Strukturen von Web 1.0 gedacht (Plakate, Flyer) und das Ganze wird unter dem Label 2.0 (Mitwirkung) verkauft.
  • Berlin ist arm (lt. Tagesspiegel 795.000 Hartz4 Empfänger und 179.000 Kinder, die Unterstützung erhalten)
  • Berlin ist billig/preiswert. Ein Glas Wein im Cafe Einstein 2 Euro. Es wird mittlerweile das Verb “dönern” benutzt (Döner essen).
  • Berlin ist schön (nicht sexy). Es ist das erste Mal seit langem, dass ich mich in der Stadt rundherum wohlgefühlt habe.

Nana – Émile Zola

Wikipedia schreibt über Émile Zola:

Zola gilt als einer der großen französischen Romanciers des 19. Jahrhunderts und als Leitfigur der gesamteuropäischen literarischen Strömung des Naturalismus. Zugleich war er ein sehr aktiver Journalist, der sich auf einer gemäßigt linken Position am politischen Leben beteiligte.

Klingt sympathisch. Nachdem ich das Buch durchgelesen hatte, kam ich mir vor, wie ein Vogel, der sich nach einer aufregenden Situation erstmal das Gefieder schüttelt.

Die Story ist einfach: Nana, ein Kind aus einem armen Hause wird eine erfolgreiche Hure im Paris der 1870er Jahre. Der wirkliche Eintritt in die “Gesellschaft” wird ihr jedoch verwehrt. Sie rächt sich auf subtile Weise indem Sie ihre Freier ruiniert., Sie “verbrennt” gewissermaßen deren Besitz im Tausch gegen Ihre Liebesdienste (In einem Fall wirft Sie Diamanten ins Feuer und zu sehen, ob sie brennen – coole Idee 🙂 ).

Was mir gefallen hat, ist der Erzählstil. Ich konnte mich gut in die Zeit versetzen und teilweise kam es mir vor als würde ich Gerüche und Geräusche wahrnehmen. Der “Hurenteil” mit sexuellen Beschreibungen ist für heutige Verhältnisse verschwindend gering und vermutlich würde das Buch für 6jährige freigegeben werden (gibt es eigentlich eine Kontrolle für Bücher?). Die Geschichte spielt zum größten Teil in Paris und weil ich zufällig in Paris war, als ich manche Kapitel las, war es schön, mal nachsehen zu können, wie es heute an den Plätzen aussieht, an denen die Handlung des Buches spielt.

Für mich am Interessantesten war die Schilderung der Organisationstrukturen der damaligen Gesellschaft und wie hoffnungslos die Bemühungen von Nana wirken in der “Gesellschaft” etwas zu gelten. Viele der dort beschriebenen Strukturen begegnen mir in der heutigen Zeit immer noch und ich bin fasziniert, wie wenig sich doch in den letzten 140 Jahren geändert hat. Das gilt für die Art Geschäfte zu machen, Kredite abzuschließen, Netzwerke zu knüpfen, politischen Einfluß zu gewinnen, ein “Star” zu werden, etc.

Während ich das Buch las, gab es um die Website der nächsten Drupal Konferenz ein große Diskussion, die mich ein wenig schmunzeln lies – Louise und das Druplicon mit Bart.

DrupalCampLyon, samedi 28 mars 2009

DrupalCampLyon

Pour faire quelque chose, je besoin normalement de trois bonnes raisons. Dans le cas de DrupalCampLyon était de ces trois:

  1. J’aime Drupal, je travaille avec Drupal et je fais l’argent avec ma connaissance de Drupal
  2. En septembre 2009, nous avons la DrupalCon Paris et je veux contribuer (peut-être j’ecris sur Drupal événements en trois langues)
  3. J’habite en France depuis 2006 et je ne parle pas beaucoup de francais. Mais je veux changer cette situation.

Quelle a été la DrupalCampLyon?

Il a plu à Lyon et nous ne trouvé pas l’entrée du Lieu de la manifestation. Après une visite involontaires du campus universitaire, nous avons trouvé (Isabelle et moi). Ori Pekelmann de AF83 organisée le camp dans le style Barcamp. Chacun s’est présenté lui-même et sa relation à Drupal (environ 50 personnes).

Comme d’habitude, en France, la question la plus importante au début:

Comment organisons-nous avec de la nourriture 🙂 ?

Nous avons simplement commandé 25 pizza. Ori nous a raconté par le problème de Louise. Sur le site web de Drupalcon Paris est un Drupalicon avec une moustache. Dans la fenêtre à côté se trouve une belle femme (Louise).  La Tour Eiffel et d’autres attractions de Paris sont aussi à voir. En raison de Louise, il ya eu une grande discussion au sein de la communauté Drupal. Les gens considéraient comme dénigrement sexuelle de la femme. Peut-être je suis un peu vieux, gris, lentement, et même un homme, mais c’est exactement l’image que je vois quand je visite Drupal conférences. Mon avis est sans importance ici.  Mais il est important de discuter sur cette theme (La situation actuelle femme <-> homme devrait être modifié). Après la discussion, toutes les parties appris beaucoup sur les différentes cultures et la conférence est alors connu. A propos – Louise a augmenté le Pageviews pour 3400% à ce jour – peut-être, c’est tout marketing viral :-). Une autre explication peut être

Louise est une Femme Fatale 🙂

Louise

Plus de liens sur Louise:

Le lieu avait une bonne connexion wifi et j’ai choisi de participer l’atelier de Drupal 101 (pour les débutants) de Simon Elliott. J’ai rencontré Simon pour la première fois lors de drupalcamp à Cologne en janvier et je réjouir de lui voir ici. Il est un Anglais qui habite à Paris (enfin, près de Paris) et il a bien fait sa l’atelier. Il avait préparé des clés USB avec les fichiers nécessaires  et il montré aux participants les premiers pas avec Drupal. Pour moi, c’était interesssant de voir. Je lève souvent là avant et maintenant j’ai pu écouter Simon (et puis aussi en français). J’ai remarqué que Drupal est difficile à comprendre pour les débutants.

Après cette session, j’ai eu quelques discussions avec les autres participants. J’ai aidé quelques débutants avec leurs installations de Drupal (en français:))

La prochaine atelier a été pour la nouvelle Association française de Drupal (Alexandre Eisenchteter). Pour moi, cette partie un peu frustrant. l’Association n’a pas encore de site web.  Après 15 minutes de mots français, j’ai été un peu confus:) J’aurais souhaité ce processus plus ouvert. Peut-être le processus était ouvert et je ne trouvé pas les liens (ajoute les liens en un commentaire svp). Mais maintenant, il ya une Association française de Drupal. Vive Drupal!

Alexandre Eisenchteter a mentionné la DrupalCon en septembre 2009 à Paris, et Jean-Baptiste Ingold est entré dans la salle. Si je comprends bien, il n’existe pas encore de masterplan pour la conférence à l’heure actuelle.

La prochaine atelier était sur le développement de modules et a été présenté par Frédéric Marand.Il était très professionnel. Il sait beaucoup plus sur Drupal, et dit très vite (oui, en français :-)) Il a utilisé Google Presentation.

C’était très intelligent, parce qu’il n’avait pas un projecteur. Et nous avons eu la possibilité de suivre son propre intérêt slides a notre ordinateur.

Beaucoup de participants sont venus, sans un ordinateur  Nous avons eu seulement un projecteur et d’enceintes ont eu de problème (il dépendait de ce qu’ils ont présenté).

Beaucoup de gens sont venus de Paris (la plupart des organisateurs). Ils ont voyagé le soir. Et ainsi, nous avons eu, malheureusement, pas un commun soir dans une bar. Heureusement, j’étais avec Isabell et nous avons eu un bon dîner.Nous avons trouvé une belle place avec la cuisine française typique au vieux Lyon. Lyon a un intéressant mélange d’anciens et de nouveaux architecture.

  1. Vieux Lyon

    Lyon

  2. Vue de l’hôtel (plutôt la nouvelle version)

    Lyon

Il a été le premier DrupalCamp en dehors de Paris et c’était une atmosphère très conviviale. Il est encore un autre DrupalCamp en Provence (je ne sais pas exactement quand). La prochaine réunion de la Communauté française aura lieu en Wallonie, le 25/04/2009 dans l’Auditoire Agora à Louvain-la-Neuve.http://drupalfr.be/content/drupalcamp-25042009…

DrupalCampLyon, Samstag, 28. März 2009

Um etwas zu tun, brauche ich normalerweise drei gute Gründe. Im Falle des DrupalCampLyon waren es diese drei:

  1. Ich mag Drupal, ich arbeite mit Drupal und ich verdiene Geld mit meinem Wissen über Drupal
  2. Im September 2009 ist die Drupalkonferenz in Paris und ich möchte etwas dazu beitragen (Vielleicht dadurch, das ich über Drupal Events in drei Sprachen schreibe)
  3. Ich lebe seit 2006 in Frankreich und kann bis heute die Sprache nicht fließend sprechen. Aber ich bin auf dem Weg das zu ändern.

So, was war jetzt mit DrupalCampLyon?

Zunächst mal regnete es in Lyon und es war nicht ganz einfach den Eingang zum Veranstaltungsort zu finden. Nach einer unfreiwilligen Besichtigung des Universitätscampus fanden wir (Isabell & ich) ihn dann. Ori Pekelmann von AF83 organisietre das Camp im Barcampstil. Daher präsentierte zunächst jeder (etwa 50 Leute) sich selbst und seinen Bezug zu Drupal.

Wie üblich in Frankreich war die wichtigste Frage am Anfang:

Wir organisieren wir das mit dem Essen 🙂 ?

Nachdem das Essensproblem mit der Bestellung von 25 Pizzen gelöst war, machte Ori uns auf das Problem mit Louise aufmerksam. Auf der Website zur Drupalcon Paris ist ein Drupalicon mit einem Schnurrbart und im Fenster daneben steht eine schöne Frau (Louise).  Der Eiffelturm und andere typische Pariser Sehenswürdigkeiten sind ebenfalls zu sehen. Über Louise gab es eine große Diskussion in der DrupalCommunity. Die Leute betrachteten es als sexuelle Herabwürdigung der Frau. Vielleicht bin ich etwas alt, grau, langsam und auch noch ein Mann, aber das ist genau das Bild, das ich sehe, wenn ich Drupal Konferenzen rund um die Welt besuche. Meine Meinung ist nicht wichtig hier. Ich glaube es ist wichtig, das Thema zu diskutieren (Die bestehende Situation Frau <-> Mann sollte ja vielleicht geändert werden). Nach der Diskussion hätten dann alle Beteiligten viel über unterschiedliche Kulturen gelernt und die Konferenz ist bekannter und auf einem guten Weg. Übrigens – Louise erhöhte die Pageviews um 3400 % an diesem Tag – vielleicht war das ja alles nur virales Marketing :-).

Eine andere Erklärung könnte sein

Louise ist eine Femme Fatale 🙂

Louise

Mehr Links über Louise:

Der Veranstaltungsort hatte eine gute WLAN Verbindung und ich beschloß als Erstes bei der Session Drupal 101 (für Anfänger) von Simon Elliott teilzunehmen. Ich traf Simon das erste Mal beim drupalcamp im Januar in Köln und freute mich ihn hier zu sehen. Er ist ein Engländer, der in Paris wohnt (naja, bei Paris) und er hat seine Session gut gemacht. Er hatte vorbereitete USB Sticks mit den notwendigen Dateien und versuchte den Teilnehmern die ersten Schritte mit Drupal zu zeigen. Für mich war es interesssant zu sehen, weil ich auch oft dort vorn stehe und jetzt konnte ich mal in Ruhe Simon zuhören, wie der das so macht. Und dann auch noch auf französisch. Ich bemerkte dabei, das Drupal für Anfänger doch recht schwer zu verstehen ist.

Nach dieser Session hatte ich ein paar Gespräche mit den anderen Teilnehmern und ich konnte ein paar Anfängern helfen ihre Drupal Installation zum Laufen zu bekommen (auf französisch 🙂 )

Die nächste Session, an der ich teilgenommen habe, ging um die neue französische Drupal Association und wurde präsentiert von Alexandre Eisenchteter. Für mich war dieser Teil etwas frustrierend, da die Association noch keine Website hat und ich nach 15 Minuten französischer Worte ein wenig verwirrt war 🙂 Ich hätte mir diesen Prozeß etwas offener gewünscht. Vielleicht war er das ja auch und habe es nur nicht mitbekommen (bitte postet mal Links als Kommentar). Egal, jetzt gibt es eine französische Drupal Association. Vive Drupal!

Dann erwähnte Alexandre Eisenchteter die DrupalCon in September 2009 in Paris und Jean Baptiste Ingold betrat den Raum. Soweit ich das verstanden habe, gibt es noch keinen Masterplan für die Konferenz zum jetzigen Zeitpunkt.

Die nächste Session, die ich sah, ging über Modulentwicklunf und wurde gehalten von Frédéric Marand. Er war sehr professionell, weiß sehr viel über Drupal und sprach sehr schnell (ja, in frz. was sonst 🙂 ). Er benutzte Google Presentation. Das war ausgesprochen clever, weil er keinen Beamer hatte und so die Möglichkeit bestand, seine interessanten slides am eigenen PC zu verfolgen.

Viele Teilnehmer kamen ohne einen PC. Wir hatten insgesamt nur einen Beamer und so hatten viele Speaker ein Problem (abhängig davon, was sie präsentierten).

Viele Leute kamen aus Paris (die meisten der Organisatoren) und fuhren abends wieder nach Hause und so hatten wir leider keinen Umtrunk in irgendwelchen Bars. Glücklicherweise war ich gemeinsam mit Isabell da und wir hatten ein nettes Abendessen. Wir fanden einem wunderschönen Platz mit typisch frz. Küche in vieux Lyon. Lyon hat eine interssante Mischung aus alter und neuer Architektur.

  1. Vieux LyonLyon
  2. Blick aus dem Hotel (eher die neue Variante)Lyon

Es war das erste DrupalCamp außerhalb von Paris und es war eine sehr freundliche Athmosphäre. Es wird noch ein anderes DrupalCamp in der Provence geben (Ich weiß nicht genau wann).

Das nächste Meeting der frrz. Community findet in der Wallonie, an 25.04.2009 im l’auditoire Agora in Louvain-la-Neuve statt .http://drupalfr.be/content/drupalcamp-25042009…

 

Vielleicht sollte ich ein DrupalCamp in Fitou organisieren?

DrupalCampLyon, Saturday, 28 March 2009

For doing something I usually need three good reasons. In case of the DrupalCampLyon it was for these reasons I went:

  1. I like Drupal, I work with Drupal, I earn money from my knowledge about Drupal
  2. In Sept. 2009 is the DrupalCon Paris and I want to contribute something (may be with writing about Drupalevents in three languages?)
  3. I live in France since 2006 and I am not able to speak the language fluently until today. But I am on the way to learn it.

So what’s about DrupalCampLyon?

At first – it was raining in Lyon and it wasn’t easy to find the entrance of the venue but finally we (Isabell & I) made it. Ori Pekelmann from AF83 organized the Camp in a barcamp style. So everyone (around 50 people) presented him/herself with a few words about his relationship to Drupal. As usual, in France, the most important question at the beginning was:

How do we organize food 🙂 ?

After the food problem was solved (25 Pizza), Ori mentioned the problem with Louise. On the website for Drupalcon Paris was a Druplicon with a moustache and in a window beside the druplicon there was a nice girl (Louise).
There was also the Eiffeltower and a few more typical things you will find in Paris. There was a big discussion about Louise in the Drupal Community. People mentioned it is a sexual offence. Maybe I am old, grey, a guy and a bit slow but this is exactly the picture I see, when I visit DrupalCons all over the world. My opinion is not important here. I think it is important to discuss all these things (the existing situation men <-> women should be changed in the future). After the discussion everyone has learned a lot about different cultures and the conference is on a better way. By the Way – Louise increased the page views by 3400 % this day – was it planned guerilla marketing? 🙂
Another interpretation could be

Louise is a Femme Fatale 🙂

Louise

More Links about Louise:

The venue had good wireless connection and I decided to do the Drupal 101 (beginners) Session presented by Simon Elliott. I met Simon in Cologne and was happy to see him here. He is an Englishman in Paris (near Paris) and he has done a good job. He prepared USB sticks with the necessary files and tried to show the people the first steps with Drupal. For me it was interesting to see, because usually I do this job and here I could attend listening Simon in French language. I realized that Drupal is hard to understand for beginners.
 
After this Session I had a few talks with people attending the camp and I could help to fix a few problems on the PCs from the beginners (en francais 🙂 )

The next session I saw was the presentation of the new French Drupal Association from Alexandre Eisenchteter. For me, this part was a bit frustrating, because the association still has no website and I was a bit confused after 15 minutes of French words 🙂 I wish, that this process could be more open. Maybe it was, but I hadn’t noticed it (please post links as a comment). Anyway, now there is a French Drupal Association. Vive Drupal!

Then Alexandre Eisenchteter mentioned the DrupalCon in September 2009 in Paris and Jean Baptiste Ingold enters the room. As far as I understood they have no masterplan for the conference at this time.

The next Session I saw was about module development from Frédéric Marand. He was very professional and knows a lot about Drupal and can talk very fast (yes, in French, what else :). He used Google presentation . This was very clever, because he had no projector and this was a possibility for all participants with a PC to see the interesting slides.

Many participants came without a pc. We had only one projector, so in the session rooms, the presenters had a problem (depending on their way to present).

Many people came from Paris (most of the organizers) and have to go home in the evening and so we had unfortunately no meeting in a bar in the evening. Luckily I was together with Isabell and we found a wonderful place for a typical French dinner in vieux Lyon. Lyon is an interesting mixture from old and new architecture.

  1. Vieux Lyon
    Lyon
  2. View from the hotel (quite new)
    Lyon

It was the first DrupalCamp outside Paris and it was a nice and warm atmosphere. There will be another
DrupalCamp in Provence (I don’t know the exact date).
Next meeting with the French community is in Wallonie, 25 avril 2009 at l’auditoire Agora in Louvain-la-Neuve.http://drupalfr.be/content/drupalcamp-25042009…

May be I should organize a DrupalCamp in Fitou?

BlogCampSwitzerland4

Am 21.3 war BlogCamp in Zürich. Es waren etwa 100 Teilnehmer in der ETH Zürich. Jeder Teilnehmer bekam einen Zettel mit einer fortlaufenden Nummer. Ich hatte die Nummer Neun. Peter Hogenkamp eröffnete das Camp mit einer Erklärung was ein BarCamp ist. Jeder Teilnehmer sagte drei Tags über sich. Meine Tags waren Drupal, Joomla und Sonne. Das BlogCampSwitzerland findet zum vierten Mal statt und auf dem Hype Zyklus liegt es wie auf der Grafik beschrieben:

Blogcampswitzerland4 Hype Cycle Continue reading “BlogCampSwitzerland4”

Drupal 7 – Wo sind wir?

Ich war in Washington auf der DrupalCon und will ein wenig darüber berichten. Dries Buytaert gibt auf jeder DrupalCon einen Überblick über den Status von Drupal als Keynote. Die ganze Präsentation kann auch online angesehen werden – State of Drupal (45 Minuten). Die Atmosphäre war etwa so wie bei einer Apple Keynote (Gute Musik, nette Menschen, Spannung).

Ich fasse mal die Sachen zusammen, die für mich wichtig waren.

  1. Da es keine Roadmap bei Drupal gibt -> Das ist der momentane Stand
    01whereweare(Screenshot ist eine Slide aus dem PDF von Dries Buytaert)

     

  2. Firmen hätten immer (ja – immer!) gern ein Release Datum. Da das in diesem Fall nicht ganz einfach ich hat Dries die Frage nach dem Datum in dieser Form beantwortet. Wenn man auf drupal.org auf der Startseite eingeloggt ist, sieht man die Zahl der auf der rechten Seite.02whenitsready_240px

    (Screenshot ist eine Slide aus dem PDF von Dries Buytaert)

  3. Felder kommen jetzt in den Core (CCK -> CORE) und können dann auch Benutzern zugeordnet werden. Dadurch hat die Diskussion über Node-Profile ein Ende. Das Profile Modul wird vollständig entfallen.03fieldsincore

    (Screenshot ist eine Slide aus dem PDF von Dries Buytaert)

An dieser Stelle ein kurzer Break und Ausschnitte aus den Mitschriften eines Teilnehmer der Session Drupal 7 (Video zur Drupal 7 Session 47 Minuten)

Für jede Drupal Version ist eine Core Maintainers zuständig. Diese Core Maintainer koordinieren die Arbeit, programmieren aber nicht. Der Code wird von anderen erstellt, die dafür in den Release Notes erwähnt werden. Für die einzelnen Versionen sind das:

Was wird es Neues in Drupal 7 geben?

  • Änderungen für Site Builder
    • Die mininmalen Anforderungen für Drupal sind: PHP 5.2, MySQL 5.0, PostgreSQL 8.3
    • Es gibt zwei Installationsprofile (minimal / default mit mehr aktivierten Modulen und gängigen Voreinstellungen)
    • SQLite support
    • Verbesserter Passwortstärken Indikator
    • Die Zeitzone wird jetzt im Core verwaltet
    • Der Story Inhaltstyp wird Artikel heißen
    • Es gibt vordefinierte Taxonymy tags
    • Ein neuer Menü hinzufügen Link
    • Die Berechtigungsseite soll übersichtlicher werden (mit zusätzlichen Beschreibungen und Gruppierungen nach Inhaltstyp)
    • User können sich selbst löschen (eine Forderung aus dem Jahre 2001! )
    • Der Übersetzungsbereich wird überarbeitet
    • Das Forum wird hübscher (Icons)
    • Die Inhaltstypen sind demnächst unter Strukturierung, es wird ein paar neues Optionen geben
    • Modulesseiten werden einen Link zur Hilfeseite enthalten
    • Das Ping und das Throttle Modul entfallen
    • Benutzerkommentareinstellungen entfallen auch
    • Errorlog wird einfacher konfigurerbar
    • Das Advanced Help Module kommt in den Core
    • Usability wird mit Mark Boulton Design und der University of Baltimore getestet
  • Änderungen für Designer
    • page.tpl.php wird bessere Wrapper Klassen enthalten, CSS Entwicklung wird auf dem Zen theme basieren, ohne PHP Dateien ändern zu müssen.
    • neues Theme im Core: Stark – sehr einfaches Basistheme
    • JavaScript Funktionen werden überarbeitet
  • Änderungen für Entwickler
    • SimpleTest module (Dokumentation – Englisch)
    • Auf http://testing.drupal.org können Patches gestestet werden. Antwort in 24 h falls der Patch nicht funktioniert
    • Datenbank: the next Generation (DB:TNG)  (mehr Info)
    • FieldAPI (CCK in core – mehr Info)
    • Performance (Das lasse ich jetzt mal in English)
      • Eine registry Tabelle wird jede Funktion, Klasse, etc. cachen um schneller auf die hook zugreifen zu können
      • Neue hooks um den $op parameter abzuschaffen (funktioniert bereits in D6)
      • Neue hooks um mehrere Inhalte auf einmal laden zu können
      • File API Verbesserungen, Image handling im Core, eigene, native Dateifelder, Dateimanagement Konsole
    • Neue hooks in D7
      • ein hook um Modulen zu erlauben, welche anderen Module, Taxonomien, etc installiert sind
      • Verbesserungen der Aggregator API
      • hook_page_alter() — Module können Seiten, die von anderen Modulen erzeigt wurden, verändern

Zurück zu Dries Keynote:

  1. 96dbabstractionlayer_240px(Screenshot ist eine Slide aus dem PDF von Dries Buytaert)

     

  2. Diese Themen würde Dries gern in D7 sehen98nicetohave_240px

    (Screenshot ist eine Slide aus dem PDF von Dries Buytaert)

  3. Dries sieht Drupal immer mehr als eine Bewegung (Movement).
  4. In diesem Zusammenhang finde ich folgenden Satz wichtig!63coordination_240px

    (Screenshot ist eine Slide aus dem PDF von Dries Buytaert)

Das ist jetzt eine kurze persönliche Zusammenfassung. Ich werde in den Tagen weitere Themen der Konferenz ansprechen und freue mich über Kommentare.

Die Eindrücke über Washington DC könnt ihr hier lesen.

Joomla und Virtuemart Day 2009 in Deutschland

Hurra, hurra, es tut sich was im Joomla! Land! Endlich wieder ein Event für Joomla! Fans nach Jahren! Ich bin auch ein bischen dran beteiligt 🙂 Ich beschicke momentan den Twitteraccount – also gleich mal folgen!

Nach längerer Pause ist dieses Jahr wieder ein Joomla! und Virtuemart Day geplant. Die Details stehen noch nicht ganz genau fest, die Veranstaltungen werden aber gegen Ende September und im Raum Frankfurt stattfinden. Geplant sind drei Tage. Ein Tag wird sich ausschließlich mit Virtuemart -dem Shop für Joomla- beschäftigen. Der zweite Tag wendet sich an Firmen und Agenturen die Joomla! einsetzten möchten. Am dritten Tag trifft sich die Community zum Gedankenaustausch. Ausrichten wird die Veranstaltung, wie auch in den letzten Jahren, der Mambo e.V.

Im Umfeld der Veranstaltung sind noch Trainings zu den Themen

  • Virtuemart,
  • Templates für Joomla erstellen,
  • Joomla als Basis für kommunale Websites
  • Erweiterungen für Joomla entwickeln.

geplant. Kurzinfos und Aktuelles gibt es via twitter und natürlich auf der Website http://www.joomladay.de/