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Real Estate Structure

Wir bauen eine Treppe …

Das Haus, an dem wir gerade arbeiten, liegt an einem Hang.
Früher war im Kellergeschoss eine Küche, dahinter ein Bad und eine wackelige, sehr schmale Wendeltreppe aus Blech nach oben.

Niveau 0

Wir haben den Haupteingang von dieser Seite auf die andere Seite des Hauses (Bergseite) verlegt. Dort haben wir auch ein Fenster eingebaut. Die alte Tür nutzen wir als Kellertür.

Kitchen with ceiling

In der ehemaligen “Küche” (die auf dem ersten Bild mit der Blechtreppe), die immerhin 13 Meter lang, 3 Meter breit und 3,10 Meter hoch ist, entstehen jetzt eine Garage und ein Hauswirtschaftsraum. Und nun wir brauchten eine neue Treppe.

Eine Stufe sollte mindestens 20cm hoch und tief sein, damit man die Treppe einigermassen komfortabel nutzen kann. Bei der Raumhöhe macht das 15-16 Stufen.

Der Ausgang der Treppe oben ist in der Mitte des Raumes (1,20m von der Wand entfernt – siehe Foto). Über den Balken oben steht jeweils eine Mauer. Der Abstand zwischen den Balken ist etwa 1,70m, unten ist natürlich mehr Platz, aber man darf ja nicht mit dem Kopf gegen einen Balken laufen, wenn man die Treppe benutzt. Wir brauchen also mindestens zwei Drehungen in der Treppe, damit es überhaupt gelingt, den Höhenunterschied zu überbrücken. Das hies auch, der Plan, eine vorgefertigte Treppe zu kaufen, entfällt.

Damit die Kosten nicht explodieren, beschlossen wir, selbst eine Treppe zu bauen. Ich dachte mir,

dass kann ja so schwer nicht sein

und malte einen Plan an die Wand.

First plan for staircase

Damit das alles stabil wird, dachte ich an mindesten zwei Ständer, die vom Fussboden zum oberen Teil der Treppe und bis an die Decke reichen und einen für den mittleren Teil. Nachdem wir alles genau ausgemessen hatten, war der zweite Plan dann schon etwas genauer und benötigte nur noch zwei Podeste.

Second plan for staircase

Die Stufen sind oben und in der Mitte 60 cm breit, unten 80 cm.

Als Material haben wir 27mm starke Schalbretter genommen (kostengünstig), die wir dann mit einem Bandschleifer geschliffen haben.

Da an so einem Haus wirklich nichts gerade ist, haben wir erstmal die beiden Podeste an die, natürlich ebenfalls schiefe und gewölbte, Wand gebaut.

Staircase

Es war gut überhaupt einen Orientierungspunkt zu haben, dummerweise war die Wand aber sehr schief (>10cm auf 3m Höhe) und die Balken ragen nicht rechtwinklich aus der Wand sondern versetzt (kann man im obigen Bild an der Gipsdecke sehen).

Der erste Teil der Treppe war dann überraschend stabil, so dass wir überlegten auf einen Stützbalken zu verzichten. Die Treppenstufe waren allerdings für 80cm Breite nicht stark genug und so verstärkten wir sie unterhalb.

Staircase

Tine schleifte alle Teile mit unserem genialen Bandschleifer, der dann auch leider schnell das Zeitliche segnete, siehe auch mein Hilferuf – Brauche Hilfe, wie heisst das und wo kann ich es kaufen.

Bandschleifer

Dank Dieter Schäfer konnten wir mittlerweile ein Ersatzteil für den alten Schleifer bestellen.

Und dank Amazon hatten wir in 24 Stunden einen neuen Schleifer ;). Sehr modern, sehr stylisch, aber nicht so stark wie der alte Schleifer.

Staircase

Die Treppe wurde tatsächlich immer stabiler, so dass wir auch den zweiten Ständer wegrationalisieren konnten.

Staircase

Die letzte Verbindung in das obere Stockwerk war dann doch mühseliger als erwartet, weil wir die Deckenöffnung erweitern mussten. Die Wendeltreppe kam oben versetzt an und das dadurch entstehende Loch hatten die Vorbesitzer grosszügig mit Beton aufgefüllt. Dessen Gewicht hatte zur Folge, dass der Holzfussboden durchhing und wir noch einen kleinen Stützbalken unter der Decke benötigten. Den oberen Teil der Treppe haben wir am oberen Tragbalken und der Holzdecke befestigt.

Staircase

Jetzt fehlt noch das Geländer.
Da, wo die Wasserwaage steht, kommt noch ein Ständer hin und dazwischen ein Handlauf und ein paar Streben.

Staircase

Fazit

Man muss ganz schön denken und konzentriert sein, gerade beim Zuschnitt der Wangen und den Verbindungskonstruktionen, aber es ist nicht schwer eine Treppe selbst zu bauen!

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Deutsch Garden

Ein Dach für das Holz

Im Winter wird es in Fitou selten kälter als 5°C. Es gibt keinen Schnee (alle paar Jahre mal ein paar Flocken für eine paar Minuten). Wir haben ausser einer Zentralheizung auch einen Ofen und einen Kamin. Der Holzstapel dafür liegt im Garten und ist bisher nicht überdacht. Nachdem wir nun eine Treppe zur 2. Ebene des Gartens haben, wollten wir ein Dach für das Holz bauen.

Damit es nicht so ein langweiliges Dach wird, wollen wir es begrünen. Es sollte natürlich wenig kosten und wir wollen alle “Reste” vom Hausbau verarbeiten.

Mir war nicht ganz klar, wieviel Arbeit ein freistehendes Dach macht, das begrünt werden soll (also recht schwer ist). Es steht auf sechs Stützen und muss durch ein sogenanntes Kopfband verstärkt werden.

Da meine Kreissäge etwas zu klein ist, ist es ziemlich mühselig, die 45° Winkel für die Verbindungen zu schneiden. 30° Winkel gehen einfacher, sehen aber doof aus und stabilisieren auch nicht so gut.

Naja, und so baue ich schon ein paar Tage vor mich hin. Oben im Bild ist der Stand der Arbeiten heute. Als nächstes kommt die Schalung drauf, dann Dachpappe, dann ein Rand, dann Teichfolie, dann der Dachaufbau.  Wenn alles fertig ist, wird es mit selbstgemachter Farbe & Pigmenten gepinselt.

UPDATE 30. August

Das war übrigens der Plan!

Plan for a roof in the garden

So sieht das mit dem Kopfband aus

Kopfband

Das ist der Blick, wenn man auf dem Dach steht

Building a roof in the garden

Und hier die andere Richtung in den Garten

Building a roof in the garden